„Internationaler Tag gegen den Lärm“

Lärmschwerhörigkeit – im Jahr 2011 haben Versicherungsträger 6.304 Fälle als Berufskrankheit anerkannt. Damit steht die Lärmschwerhörigkeit ganz vorne in der Berufskrankheiten-Statistik.

Bei Lärmschwerhörigkeit haben Schallwellen die Haarzellen im Innenohr geschädigt. Sind sie einmal abgestorben, können sie nicht neu gebildet werden, eine einmal erworbene Lärmschwerhörigkeit ist also nicht heilbar. Wie groß der Schaden ist, hängt von der Dauer der Lärmeinwirkung und der Lärmintensität ab.

Stressfaktor für den ganzen Körper
Lärm schränkt nicht nur die Konzentration ein und kann zu Lärmschwerhörigkeit führen, sondern ist auch ein Stressfaktor für den gesamten Körper. Als Folgen von Lärm kann es zu Veränderungen bei biologischen Risikofaktoren, zum Beispiel Blutfetten, Blutzucker und Gerinnungsfaktoren kommen. Auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck, bestimmte Herzkrankheiten, -einschließlich Herzinfarkt, -können durch Lärm verursacht werden.

Ist man von einer Lärmschwerhörigkeit betroffen, hört man zuerst die höheren Töne nicht. Erst später ist die Wahrnehmung der mittleren und tiefen Töne beeinträchtigt. Damit man auch im hohen Alter noch gut hören kann, ist es wichtig, schon in jungen Jahren das Gehör zu schützen.

hi-com_Schrauben_300pxWie das am Arbeitsplatz umgesetzt werden soll, ist in der Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung geregelt. Diese besagt, der Arbeitgeber muss die Beschäftigten ab einem Lärmexpositionspegel von 80 dB(A) und einem Spitzenschallpegel von 135 dB(C) über die Gefahren durch Lärm informieren und einen geeigneten Gehörschutz anbieten. Ab 85 dB(A), bzw. 137 dB(C), besteht für die dem Lärm ausgesetzten Mitarbeiter die Pflicht, Gehörschutz zu tragen.

Lärmquellen entstehen aber nicht immer nur in einer Produktion oder Werkstatt mit großen Maschinen. Auch an vermeindlich ungefährdeten Büroarbeitsplätzen zählt Lärm zu einem häufigen Problem.

Miteinander zu kommunizieren ist für manche Arbeitsprozesse zwar notwendig, kann aber auch Stress und Unwohlsein verursachen. Je mehr Personen in einem Büro sitzen, desto lauter wird es, vor allem in Bürolandschaften und Großraumbüros. Hier zählen zu den typischen Lärmquellen; Gespräche zwischen Kollegen, Bürogeräte wie Drucker und Kopierer, Telefongespräche, aber auch Straßenlärm. Bürogeräusche schädigen zwar nicht das Gehör, können aber ziemlich anstrengen und belasten. Dadurch lässt die Konzentration nach, die Leistungsfähigkeit verringert sich und die Aufmerksamkeit und Reaktionszeit sinkt.

Hierbei helfen technische und organisatorische Maßnahmen, wie zum Beispiel genug Platz zwischen den Arbeitsplätzen, um das Büro leiser zu machen. In Lärmquellen ab 85 dB(A) helfen meist keine organisatorischen Maßnahmen mehr aus. Hierbei greift die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung. Gehörschutz muss getragen werden.

uvex bietet Schutz von Kopf bis Fuß an. Gehörschutz nimmt hier eine wichtige Position ein.

Beim Tragen von Gehörschutz kommt es erstens auf die richtige Auswahl des Gehörschutzes an. Dabei muss die Lärmquelle anhand von einer Lärmanalyse bestimmt werden. Doch auch Kriterien wie die Lärmdauer, Kompatibilität mit anderen PSA-Produkten („Persönliche Schutzausrüstung“) und Trageeigenschaften müssen berücksichtigt werden.

Um für jeden individuellen Anwender den passenden Gehörschutz anbieten zu können, gibt es verschiedene Arten von Gehörschutz. Hierbei wird unterschieden in Gehörschutzstöpsel, Kapselgehörschützer und Otoplastiken.

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Gehörschutzstöpsel (Einweg- oder Mehrwegstöpsel) eignen sich besonders bei einer langen Tragedauer und in Kombination mit anderer persönlicher Schutzausrüstung. Auch in einer Arbeitsumgebung mit hohen Temperaturen sind die Stöpsel geeignet.

 

 

 

 

 

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Kapselgehörschützer werden in der Regel mit einem Kopfband über dem Kopf getragen. Um die Kapselgehörschützer mit einem Industriehelm zu kombinieren, gibt es die Möglichkeit Sie am Helm selber zu montieren. Kapselgehörschützer sind auch für Menschen mit druckempfindlichem Gehörgang eine Alternative zu Gehörschutzstöpseln.

 

 

 

 

 

6170_0_Otoplastik_300pxOtoplastiken sind individuell angepasste Gehörschützer, die mit einem Abdruck des Gehörgangs maßgefertigt werden. Je nach Modell sorgt ein Universalfilter oder ein Filter mit wählbarer Leistung für die gewünschte Schalldämmung.

 

 

 

 

 

 

Gut zu wissen!
Lärmempfinden ist individuell verschieden. Ob ein Geräusch „nur“ unangenehm ist oder schon die Gesundheit beeinträchtigen kann, kann man selbst kaum einschätzen.
Während die Schmerzgrenze bei ungefähr 120 dB(A) liegt, entstehen Gehörschäden schon bei weitaus niedrigeren Lärmbelastungen!
Wie laut ist Ihr Umfeld? Testen Sie es einfach mit unserer uvex Dezibel App, wie laut Ihr Umfeld ist (nur für iOs).

Sie haben Fragen zur Wichtigkeit von Gehörschutz und wie Sie Schäden vorbeugen können?
Dann scheuen Sie sich nicht und wenden sich gerne jederzeit unter expertenblog@uvex.de an uns.

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