uvex mount everest

Ein Key Account Manager will hoch hinaus

Für uns bei uvex dreht sich alles um den Schutz des Menschen – in seiner Freizeit ebenso wie während der Arbeit. Hinter jeder Schutzbrille, hinter jedem Sicherheitsschuh und jedem Gehörschutzstöpsel stehen Menschen, die tagtäglich mit Engagement und Leidenschaft daran arbeiten, die Marke uvex zu dem zu machen, was sie ist – und das schon seit nunmehr 90 Jahren.

Der Schlüssel zu unserem Erfolg liegt in den Händen unserer Mitarbeiter – und genau die wollen wir mit einer Blog-Reihe ins Rampenlicht rücken: „Business is People“.

 

Den Anfang unserer Serie macht Rolf Eberhard. Als Key Account Manager in der Abteilung Business Development kümmert sich der 55-jährige um die strategische Entwicklung des Neukundengeschäfts. Was ihn dabei von vielen Menschen im Berufsleben unterscheidet: Wenn Rolf Eberhard vom ultimativen Aufstieg träumt, hat er nicht seine berufliche Karriere vor Augen – sondern die höchsten Gipfel dieser Welt.

uvex business is people 01 mount everest

„Als Jugendlicher bin ich mit meiner Familie oft nach Österreich in die Berge gefahren“, erklärt Rolf Eberhard auf die Frage, wo denn seine Begeisterung für große Höhen herkommt. Im Studium legte er später mit Kletterkursen den fachlichen Grundstein für die alsbald folgenden Besteigungen nahegelegener Drei- bis Viertausender: Großglockner, Ortler, Mont Blanc und mehr hat er in jener Zeit auf klassischen Routen erklommen. Es dauerte aber nicht lange, bis die Ziele internationaler und noch viel höher wurden: 1992 stand der Mount McKinley (6.190 Meter) in Alaska auf dem Programm, 1995 der Ama Dablam (6.812 Meter) in Nepal. Der bisherige Höhepunkt in seiner Abenteurerkarriere aber war im Jahr 2010 die Besteigung des Mount Everest. Die monatelange Vorbereitung bestand aus viel körperlichem Training, zu großen Teilen aber auch aus Organisation. „Ohne Kontakte vor Ort, keine Chance“, unterstreicht Rolf Eberhard, wie wichtig es ist, gut zu netzwerken – ein Talent, das ihm auch in seinem beruflichen Alltag immer wieder zugutekommt.

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„Beharrlichkeit, Zielstrebigkeit und Leistungsbereitschaft“, nennt Eberhard als Antwort auf die Frage nach den wichtigsten Charaktereigenschaften, nicht für den Bergsport, sondern für seinen beruflichen Alltag (obwohl die Parallelen allzu offensichtlich sind). Wenn man wie Eberhard stets daran arbeitet, die Marke uvex in neuen Umfeldern zu etablieren, braucht man viel Engagement und einen sehr langen Atem. Wie es für ihn 2016 weitergeht? „Es gilt zunächst, die angefangenen Projekte intensiv und konsequent weiter zu bearbeiten“, wobei erneut sein Organisationstalent gefragt ist: Vor allem intern muss bei wichtigen Entscheidungen viel abgestimmt und koordiniert werden.

uvex business is people 01 mount everest

Eberhards nächstes Alpin-Projekt soll eventuell „eine größere Unternehmung in den Westalpen“ werden, aber so ganz will er sich da noch nicht festlegen. Wo es aber auch immer hingehen wird, spielt der Rückhalt durch den Arbeitgeber – für den Mount Everest musste Eberhard seinen gesamten Jahresurlaub inklusive Feier- und Brückentage auf einmal nehmen – eine fast ebenso wichtige Rolle wie der aus der Familie: Die Eberhards schwanken zwar immer zwischen „Muss das sein?“ und „Ja, toll!“, ziehen am Ende aber doch immer am selben Strang wie der abenteuerlustige Familienvater. Am Ende gönnen Sie ihm aber seine Expeditionen und wünschen ihm, genau wie wir, ein aufrichtiges: Berg heil!

 

Wir bedanken uns bei Rolf Eberhard für diesen aufschlussreichen Einblick in die Welt des Bergsteigens – und werden diese Serie schon bald mit ähnlich spannenden Geschichten fortsetzen. Wer noch mehr darüber erfahren will, wie genau so eine Achttausender-Besteigung abläuft, für den öffnet Rolf Eberhard hier noch sein Reisetagebuch.

 

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Reisetagebuch

  • April 2010: Flug von München nach Kathmandu
    „Ich warte auf die Ausrüstung und alle Genehmigungen. Ich nehme die Route auf der Nordseite, weil sie bergsteigerisch anspruchsvoller und weniger überlaufen ist. Außerdem vermeide ich den Khumbu-Eisfall auf der Südseite, den Hillary Step und den Massenauflauf auf der Südseite.“
  • Weiterfahrt mit Geländewagen
    Stopp in Zhangmu (2.350 Meter), Überquerung der chinesischen Grenze. Durch das tibetische Hochland bis ins Chinese Base Camp (5.170 Meter)
  • Nach 14 Tagen: Chinese Base Camp (5.170 Meter)
    „Ein Fußmarsch von 21 Kilometern führt meinen Sherpa und mich ins vorgeschobene Basislager auf 6.400 Metern. Kletterausrüstung, Schlafsack, Isomatte, Essen, Trinken, Wechselwäsche und so weiter (circa 15 Kilogramm), habe ich im Rucksack stets bei mir. Angekommen deponieren wir das Material, bauen die Zelte auf, übernachten und steigen wieder ab. Durch den mehrmaligen Aufstieg erhält der Körper den Reiz, mehr rote Blutkörperchen zu bilden, durch den mehrmaligen Abstieg ausreichend Erholungsphasen.“
  • Transport in die nächsthöheren Lager
    Wir transportieren in mehreren Etappen unsere Ausrüstung immer wieder in die nächsthöheren Lager. Bis wir schließlich in Lager 3 auf 8.300 Metern angelangt sind.“
  • Mai: Nacht vor dem Gipfelversuch
    „Es ist kalt, ein Schneesturm fegt über unser Lager. Ich sammle Schnee, um ihn zu schmelzen und mir einen Tee zu machen. Ich höre in mich hinein, konzentriere mich auf das Wesentliche und versuche so viel wie möglich zu trinken und warm zu bleiben.“
  • Mai, 1:20 Uhr
    „Nacht. Schneesturm. Wir marschieren los. Es ist brutal. Der Sherpa geht voran, ich würde den Weg im Schneetreiben und im Dunkeln kaum alleine finden. Zum ersten Mal zweifele ich. Es dämmert. In den sogenannten drei Stufen, erwartet uns eine anstrengende Kletterei. Vor uns steckt ein Japaner fest, er kommt weder vor noch zurück. Zum Glück lassen er und sein Team uns vorbei. Auf 8.800 Metern hört der Sturm plötzlich auf und der Blick zum Gipfel wird frei.“
  • 00 Uhr: Auf dem Gipfel
    „Ich rufe meine Frau an. Ich freue mich mit meinem Sherpa zusammen. In Gedanken bin ich schon beim Abstieg und frage mich, was aus dem Japaner geworden ist, den wir überholt haben.“
  • 24 Stunden später
    „Nichts wie runter. Jede Minute Verzögerung kann Erfrierungen oder Höhenkrankheit zur Folge haben. Nach 24 Stunden erreichen wir Lager 2. Es ist schön, sich ausstrecken und hinlegen zu können.“
  • Ankunft im Chinese Base Camp
    „Die Anspannung fällt von mir ab. Müdigkeit, Erschöpfung fordern ihren Tribut. Ich bin glücklich und stolz aber auch traurig, denn ich habe erfahren, dass einige spanische Bergsteiger die ich kennengelernt habe am Berg noch ums Überleben kämpfen. Ich werde mir einmal mehr bewusst, dass man am Berg keinen Airbag hat, wenn man sein Limit überschreitet.“

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