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Persönliche Schutzausrüstung und Vogelgrippe – das ist zu beachten

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Am 14. November 2016 mussten in Schleswig-Holstein 30.000 Hühner aus einem Zuchtbetrieb aufgrund von Vogelgrippe gekeult und entsorgt werden. Infizierte Vögel wurden aber auch schon in Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg und Bayern, sowie in Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Dänemark, Ungarn und Polen gefunden. Die Angst vor Übertragung ist genauso ansteckend wie die Grippe selbst, auch wenn das aktuell grassierende H5N8-Virus zwar extrem aggressiv, aber nicht direkt schädlich für den Menschen ist. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Thema Vogelgrippe und persönliche Schutzausrüstung.

Wie schütze ich mich gegen die Vogelgrippe? Ein Guide für die richtige Schutzkleidung.

Derzeit wird der Begriff „Epidemie“ für die aktuellen Vogelgrippefälle in Deutschland sowie in den Nachbarländern noch sehr zurückhaltend verwendet. Das kann sich angesichts der sich schnell häufenden Vogelgrippemeldungen in ganz Europa aber schnell ändern. Mit Landwirten, Veterinärmedizinern, Jägern, Krankenhauspersonal, Speditionsmitarbeitern, Futterherstellern und Angestellten von Entsorgungsunternehmen ist dabei die Liste derer lang, die mit infizierten Tieren in direkten Kontakt kommen können. Auch Helfer von Freiwilligen Feuerwehren, dem BRK oder dem DLRG sind – wie auch schon in der Vergangenheit – vielleicht bald bei Aufräumaktionen einem erhöhten Risiko ausgesetzt.

Eine kleine Entwarnung gleich vorneweg: Grundsätzlich stellt der aktuell grassierende H5N8-Virus für den Menschen nur ein sehr geringes Gesundheitsrisiko dar. Zwar kann eine Vogelgrippeerkrankung im Extremfall durchaus zum Tod führen, jedoch ist nach Angaben des Friedrich-Löffler-Institut weltweit bislang kein einziger Fall einer H5N8-Infektion beim Menschen bekannt.

Persönliche Schutzausrüstung für den Umgang mit Vogelgrippe-Viren

Sollten Sie einer der Risikogruppen angehören, die in direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder Tierkadavern kommen, ist es zu Ihrer eigenen Sicherheit – aber auch zur Verhinderung einer weiteren Ausbreitung – trotz allem unbedingt erforderlich, dass Sie sich mit der entsprechenden Schutzbekleidung ausrüsten.

Die im Jahr 2007 von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin herausgegebenen Richtlinien zum Thema Vogelgrippe sind dafür nach wie vor aktuell. Diese empfehlen:

  • Ganzkörper-Schutzanzüge (Einweg oder desinfizierbar) des Typs 4, 5 oder 6 (gegebenenfalls flüssigkeitsdicht Typ 3)
  • eine die Haare vollständig bedeckende Kopfbedeckung
  • flüssigkeitsdichte und desinfizierbare Gummistiefel
  • flüssigkeitsdichte, reißfeste, desinfizierbare Schutzhandschuhe mit langen Stulpen
  • partikelfiltrierenden Atemschutz der Schutzklasse FFP3, idealerweise mit Ausatemventil
  • Vollsichtbrillen gegen Staub und Flüssigkeitsspritzer
  • gegebenenfalls Wathosen und andere einsatzspezifische Zusatzausrüstung oder Schutzkleidung

Des Weiteren finden sich in den Richtlinien auch Erläuterungen zu Hygienemaßnahmen sowie dem Umgang mit der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) vor und nach dem Einsatz oder während der Pausen. Beim Robert-Koch-Institut finden Sie außerdem Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen rund um die Vogelgrippe – und auch auf den Seiten der Weltgesundheitsorganisation WHO wird das Thema ausführlich behandelt.

Sollten Sie noch weitere Fragen zu persönlicher Schutzkleidung und Schutzausrüstung für den Umgang mit infizierten Tieren haben, nutzen Sie gerne die Kommentarfunktion oder schreiben Sie eine E-Mail an serviceteam@uvex.de. Für alle Interessenten und uvex Kunden, die sich fragen, ob ihre persönliche Schutzausrüstung für den Umgang mit Vogelgrippe-Viren geeignet ist, haben wir hier einen Produkt-Informationsflyer zusammengestellt.  Von Schutzstiefeln, Ganzkörperschutzanzügen, über Schutzbrillen bis hin zu Atemschutzmasken finden Sie einen Auszug aus dem uvex Sortiment.

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