UV-Schutz bei Textilien

Der 21. Juni ist der längste Tag des Jahres und was gibt es schöneres, als an einem fast endlosen Sommertag leicht bekleidet die Sonnenstrahlen zu genießen? Hier verbirgt sich jedoch eine nicht wahrnehmbare Gefahr, welche den Genuss trügerisch macht: die unsichtbaren UV-A- und UV-B-Strahlen des Sonnenlichts. Schon vergangenes Jahr haben wir erläutert, in wieweit uvex Sonnenschutzbrillen das Auge effektiv vor die gefährlicher UV-Strahlung schützen – nun möchten wir erklären, welche Rolle Ihre Bekleidung dabei spielt.

 

Um besser zu verstehen, inwieweit UV-Strahlung der Haut tatsächlich schaden kann, sollten wir vorab kurz die Anatomie und Funktionsweise der Haut genauer betrachten: Bei einem durchschnittlichen Erwachsenen bedeckt die Haut circa 1,6 Quadratmeter der Körperoberfläche und macht damit ungefähr 16 Prozent des Körpergewichts aus. Sie ist das mit Abstand größte Organ des Menschen. Unsere Haut hat vielfältige Aufgaben, darunter etwa das Abschirmen des Körperinneren vor mechanischen und chemischen Gefahren, die Regulierung der Temperatur und des Wasserhaushaltes sowie  natürlich auch Sinnes- und Immunfunktionen.

 

Unzureichender UV-Schutz hat Folgen

Die direkten Folgen von zu starker oder zu langer Sonneneinstrahlung kennt jeder: Ein unter Umständen extrem schmerzhafter Sonnenbrand, bei dem es sogar zu Blasenbildung auf der Haut bis hin zum Absterben von Hautgewebe kommen kann. Nach intensiver Sonnen-Einwirkung über einen langen Zeitraum folgen dauerhafte und irreversible Hautschädigungen, wie zum Beispiel Bindegewebsschäden, Gefäßerweiterungen, Zerstörung von elastischen Fasern, Immunerkrankungen und Hautkrebs.

Je nach Hauttyp reagiert jeder mehr oder weniger empfindlich auf die schädigende Strahlung. Der genaue Hauttyp wird auf basis des Eumelanin-Anteils bestimmt, der für die Pigmentierung der Haut zuständig ist. In Bezug auf die Gefahr eines Sonnenbrandes wird hier von Hauttyp 1 (Kinder, beziehungsweise sehr hellhäutige Menschen mit blonden oder roten Haaren) bis Hauttyp 4 (hellbraune Haut und dunkle beziehungsweise schwarze Haare) unterschieden. Hauttyp 5 und 6 können wie an dieser Stelle außenvorlassen, da bei diesen Typen kein Risiko einer Hautrötung besteht.

 


Hauttyp 1

Hauttyp 2

Hauttyp 3

Hauttyp 4
Haut sehr hellhäutig hellhäutig hell- bis dunkelbraun dunkelbraun bis olive
Haare rot oder blond blond bis braun hellbraun bis braun dunkelbraun bis schwarz
Augen blau (selten: braun) blau, grün oder grau grau oder braun braun (beziehungsweise dunkel)
Sonnenbrand immer – stark und schmerzhaft häufig – stark und schmerzhaft selten – eher mäßig so gut wie nie
Eigenschutzzeit der Haut bis 10 Minuten bis 20 Minuten bis 30 Minuten bis 40 Minuten

 

Was ist der UV-Index?

Die Eigenschutzzeit der Haut ist jedoch nicht nur vom Hauttyp, sondern auch vom sogenannten UV-Index abhängig. Der UV-Index gibt die höchste sonnenbrandgefährliche Stärke der Sonnenstrahlung an. Dieser ist je nach Standort, Tageszeit und Jahreszeit unterschiedlich. Im deutschen Raum sind in den Monaten Mai bis August mittags UV-Indizes zwischen 5 und 8 üblich. Bei einem sehr hohen UV-Index zwischen 8 und dem Maximalwert 12 kann sich die Eigenschutzzeit der Haut stark verkürzen. Die jeweils aktuellen UV-Werte finden Sie unter folgendem Link: www.uv-index.de

 

UV-Index
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
kein Schutz notwendig Schutz notwendig besonderer Schutz notwendig

 

Wie gut schützen Sonnencreme und Textilien?

Dass Sonnenschutzcremes Sonnenbrand verhindern kann, ist wahrscheinlich jedem bekannt – jedoch gibt es hier auch Fehlerpotenzial. Der wohl größte Fehler ist eine falsche oder unzureichende Anwendung: Meist wird der flüssige Sonnenschutz nicht vollflächig deckend angewendet, aber auch starke Schweißbildung kann den Schutz regelrecht abwaschen. Bekleidung hingegen schützt in der Regel dauerhaft (durch sehr häufigen Gebrauch, beim Ausweiten oder im nassen Zustand kann sich allerdings auch der Schutz von Textilien verringern). Dabei ist jedoch zu beachten, dass die oft leichte, transparente Sommerkleidung in der Regel keinen ausreichenden Schutz bietet. Bekleidung, die direkt zum Schutz vor Sonneneinstrahlung entwickelt wurde, besitzt eine bestimmte Materialzusammensetzung oder ist vom Aufbau eher als dicht und nicht transparent einzustufen. Auch durch Ausrüstung der Faser kann ein höherer Schutz erreicht werden.

Ähnlich dem Lichtschutzfaktor (LSF) bei Sonnencremes gibt es auch bei Textilien eine Maßeinheit, um die Schutzwirkung zu beziffern – diese Maßeinheit bezeichnet man als Ultraviolet Protection Factor, kurz „UPF“. Bekleidung wird dafür von speziellen Instituten in festgelegten Verfahren geprüft. Die UPF-Skala reicht von 15 bis 50; zwar existieren theoretisch auch Werte über UPF 50, diese werden allerdings nicht weiter ausgezeichnet. Bei einem UPF von 50 gelangen nur noch 1/50 – sprich 2 Prozent – der Strahlen durch die Bekleidung.

Analog zum LSF bei Sonnenschutzcremes gilt hierbei:
Eigenschutzzeit der Haut x UPF = maximale Verweildauer in der Sonne ohne Hautschädigung

Viele Produkte der uvex workwear Kollektionen sind mit dem UPF ausgezeichnet (geprüft wird hierbei das Material an sich), damit Sie sowohl bei der Arbeit als auch in Ihrer Freizeit immer gut geschützt sind. In diesem Sinne wünschen wir viel Spaß beim Sonnegenießen.

 

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