uvex pheos faceguard: Ergonomisches Design, das spürbar entlastet

Wussten Sie, dass unsere Halswirbelsäule schon bei normaler Kopfhaltung ein Gewicht von vier bis fünf Kilo tragen muss? Je stärker der Kopf geneigt wird, umso höher die Belastung. Gerade bei handwerklichen Tätigkeiten wird der obere Teil der Wirbelsäule besonders stark beansprucht. Bei der Entwicklung unseres Gesichtsschutz-Systems uvex pheos faceguard spielte deshalb die Entlastung der empfindlichen Halswirbelsäule eine zentrale Rolle.

Die Halswirbelsäule des Menschen, die aus sieben Wirbeln besteht, übernimmt wichtige Aufgaben: Sie trägt unseren Kopf und ermöglicht ihm einen großen Bewegungsspielraum.
Gleichzeitig ist sie an der Versorgung des Gehirns mit Blut beteiligt und beherbergt schützend das Rückenmark – ein wichtiger Teil unseres zentralen Nervensystems.
Dauerhafte Fehlhaltungen oder zu große Beanspruchungen belasten die empfindliche Halswirbelsäule und können zu Verspannungen und Schmerzen bis hin zum Bandscheibenvorfall führen.

Perfekt an die menschliche Anatomie angepasst

Die Entwicklung unseres Gesichtsschutz-Systems uvex pheos faceguard verfolgt deshalb das Ziel: maximaler Schutz bei möglichst geringer Belastung. So macht zum einen die Verbindung des Schutzvisiers mit einer ergonomischen Kopfhalterung einen schweren Helm als Visierhalterung überflüssig.
Zudem haben wir uvex pheos faceguard perfekt an die Anatomie des Menschen angepasst: Der Schwerpunkt des Gesichtsschutz-Systems liegt ausbalanciert über der Mitte des Kopfes.
Durch das geringe Gewicht und den optimalen Schwerpunkt wird eine natürliche Haltung des Kopfes unterstützt – Überbelastungen der Halswirbelsäule und des Rückens werden minimiert.

Maximale Bewegungsfreiheit ohne Einschränkungen

Auch das breite Sichtfeld des großen Visiers begünstigt eine natürliche Haltung der Halswirbelsäule. Das ergonomische Design gewährleistet in jeder Situation maximale Bewegungsfreiheit ohne Einschränkungen. Eine breite Nackenauflage gewährleistet dabei einen sicheren und komfortablen Halt auf dem Kopf.
Durch eine individuelle Höhenverstellung lässt sich das System optimal an die Bedürfnisse des Trägers anpassen.

Im Vergleich zu anderen Gesichtsschutz-Systemen ist uvex pheos faceguard leichter, luftiger und angenehmer zu tragen. Übrigens auch für Brillenträger: Unter dem Visier lässt sich ganz bequem eine Brille tragen.

Mehr Sicherheit durch ergonomische Schutzausrüstung

uvex pheos faceguard ist das perfekte Beispiel, was moderne Arbeitsschutz-Ausrüstung leisten muss: zuverlässig schützen, ohne den Träger einzuschränken oder zu belasten. Denn letztlich sollte ihre Anwendung so normal – und angenehm – sein, wie morgens in ein Hemd oder eine Arbeitsjacke zu schlüpfen.
Das ist die beste Voraussetzung, dass die persönliche Schutzausrüstung auch getragen wird – und die Sicherheit im Arbeitsalltag jederzeit gewährleistet ist.


Atemschutzmaske richtig anziehen: Wir zeigen wie!

In vielen Branchen gehören Atemschutzmasken zur Standardausrüstung der Mitarbeiter. Doch der Atemschutz schützt nur dann, wenn er auch richtig getragen wird. Wissen Sie, wie Sie eine Atemschutzmaske richtig anlegen? Wir zeigen wie es geht.

Im Rahmen unserer Videoreihe #WirZeigenWie erklären wir am Beispiel von drei Masken in unterschiedlichen FFP-Schutzklassen, wie Sie Atemschutzmasken korrekt an- und ausziehen

Bitte beachten Sie bei der Verwendung darauf, dass Sie alle Schritte genauso durchführen wie in der Anleitung vorgegeben. Nur so ist die maximale Sicherheitsleistung der jeweiligen Maske garantiert.

Die Vorbereitung ist bei allen Atemschutzmasken sehr wichtig

So unterschiedlich die Atemschutzmasken auch sein mögen: Bei der Vorbereitung sind sie sich gleich. Diese Schritte sollten Sie bei allen Atemschutzmasken vor der ersten Verwendung durchführen.

Vorbereitung:

  1. Passende Atemschutz-Schutzklasse auswählen
  2. Haltbarkeit der Maske überprüfen
  3. Gebrauchsanweisung beachten
  4. Auf Beschädigungen überprüfen

Atemschutzmaske uvex silv-Air 5310+ premium richtig anlegen

Das Anziehen der Atemschutzmaske:

  1. Maske öffnen und Nasenclip mit einem Finger vorformen
  2. Unteres Kopfband über den Kopf ziehen und im Nacken platzieren
  3. Mit dem Kinn einsteigen, danach über die Nase ziehen
  4. Oberes Kopfband oberhalb der Ohren platzieren
  5. Mit den Laschen in Position bringen
  6. Kopfband individuell anpassen
  7. Nasenclip mit beiden Zeigefingern anpassen
  8. Dichtsitz der Maske prüfen – Bei Luftaustritt erneut anpassen
  9. Geeignete uvex Schutzbrille aufsetzen

uvex silv-Air 5310+ premium – ausgezeichneter Tragekomfort und innovative Produkteigenschaften
Die uvex silv-Air premium+ Produktfamilie besteht aus klassischen Atemschutzmasken in Faltform, die sich perfekt an größere Gesichtsformen anpasst.
Dank Kopfbandschlaufen und integrierter Dichtlippen in allen Schutzklassen ist es ganz einfach, diese Masken korrekt aufzusetzen – und auch über längere Zeit zu tragen, ohne dass sie stören.

Weitere Details zur Atemschutzmaske uvex silv-Air 5310+ premium

Atemschutzmaske anlegen – Atemschutz FFP2 uvex 3210

Aufsetzen der Atemschutzmaske:

  1. Maske öffnen und Nasenclip mit einem Finger verformen
  2. Maske mit Kopfbändern nach unten in die Hände legen
  3. Mit dem Kinn in die Maske einsteigen, danach über die Nase ziehen
  4. Unteres Kopfband im Nacken und oberes Kopfband oberhalb der Ohren platzieren
  5. Kopfband individuell anpassen
  6. Nasenclip mit beiden Zeigefingern anpassen
  7. Dichtsitz der Maske prüfen – Bei Luftaustritt erneut anpassen
  8. Geeignete uvex Schutzbrille aufsetzen

Die Schutzmaske im Video (FFP2-Atemschutz-Faltmaske uvex silv-Air c 3210) eignet sich besonders gut für:
Maurerei, Steinmetze, Pflasterarbeit, Boden- und Fliesenverlegung, Bergbau, Chemische Industrie, Hüttenindustrie und Holzverarbeitung.

Weitere Details zur Atemschutzmaske FFP2 uvex 3210

 

Atemschutzmasken richtig aufsetzen – FFP3 Maske uvex 7333

Aufsetzen der Atemschutzmaske:

  1. Nackenclip öffnen, unteres Kopfband umlegen und im Nacken schließen
  2. Mit dem Kinn in die Maske einsteigen, danach über die Nase ziehen
  3. Oberes Kopfband oberhalb der Ohren platzieren
  4. Kopfband individuell anpassen
  5. Dichtsitz der Atemschutzmaske prüfen – bei Luftaustritt erneut anpassen
  6. Geeignete uvex Schutzbrille aufsetzen

Die Schutzmaske im Video ist die FFP3-Atemschutz-Formmaske uvex silv-Air e 7333. Diese Maske eignet sich besonders gut für die Segmente: Abriss- und Demontagearbeit, Brücken- und Tunnelbau, Hochstraßenbau und Bauschlosserei.

Weitere Details zur Atemschutzmaske uvex silv-Air e 7333

Atemschutzmaske richtig anlegen – uvex FFP2 Atemschutz 2210

Beachten Sie, dass es für dieses Modell drei verschiedene Möglichkeiten gibt, die Maske aufzusetzen.

Möglichkeit 1, die Maske aufzusetzen

  1. Maske mit den Kopfbändern nach unten in die Hände nehmen
  2. Mit dem Kinn in die Maske einsteigen, danach über die Nase ziehen
  3. Unteres Kopfband im Nacken und oberes Kopfband oberhalb der Ohren platzieren

Möglichkeit 2, um die Atemschutzmaske anzuziehen

  1. Unteres Kopfband in den Nacken legen
  2. Mit dem Kinn in die Maske einsteigen, danach über die Nase ziehen
  3. Oberes Kopfband oberhalb der Ohren platzieren

Möglichkeit 3, um die Atemschutzmaske anzuziehen

  1. Beide Kopfbänder dehnen und das untere im Nacken platzieren
  2. Mit dem Kinn in die Maske einsteigen, danach über die Nase ziehen
  3. Oberes Kopfband oberhalb der Ohren platzieren

Weiterführende Inhalte rund um Atemschutzmasken

Die Bedeutung der FFP-Klassen

Partikelfiltrierende Halbmasken gliedern sich in drei Schutzklassen: FFP1, FFP2 and FFP3. Erfahren Sie hier, was die FFP-Klassen im Detail bedeuten:
https://www.uvex-safety.com/de/wissen/normen-und-richtlinien/atemschutzmasken/die-bedeutung-der-ffp-schutzklassen/

Immer die richtige Atemschutzmaske: ures – uvex respiratory expert system

Aufgrund der enormen Vielfalt an Atemschutzmasken für die unterschiedlichsten Arbeiten ist es nicht immer leicht, die passende Ausrüstung zu finden. Wenn Sie wissen möchten, welche Atemschutzmaske für Ihre Tätigkeit die richtige ist, werfen Sie doch einen Blick in unsere praktische Übersicht: 
https://www.uvex-safety.com/de/produktberatung/atemschutz-uvex-respiratory-expert-system/


Sicherheitsschuhe im Test: Wie sicher sind Ihre Zehen?

Was hält ein Sicherheitsschuh aus? Wie genau sind die Anforderungen an Sicherheitsschuhe? Und wie nah am praktischen Arbeitsleben sind die Testverfahren aus der Fußschutznorm?

Im Rahmen unserer Videoserie „Eine Frage der Sicherheit“ beantworten wir diese Fragen und erklären, wie sicher Ihre Zehen in Ihren Arbeitsschuhen sind.

Sicherheitsschuhe vs. Gabelstapler: wie stabil ist Ihr Fußschutz?

Unsere Füße sind im Arbeitsleben einer Vielzahl von Gefahren ausgesetzt:

  • Stolpern
  • Umknicken
  • Ausrutschen
  • Einquetschen
  • Überroll-Unfälle mit Fahrzeugen
  • Verletzungen durch herabfallende Gegenstände

Die Liste der Gefahren lässt sich beliebig erweitern. Moderne Sicherheitsschuhe bewahren uns vor schlimmen Konsequenzen dieser vielfältigen Gefährdungen.

Was sagt die DIN EN ISO 20345 über Tests von Sicherheitsschuhen?

Die Fußschutznorm EN ISO 20345:2011 beschreibt zum Thema Zehenschutzkappe zwei Testverfahren: Jeder Sicherheitsschuh muss einen Fall- und einen Drucktest bestehen – egal ob SB, S1, S1 P, S2, S3, S4 oder S5.

Unsere Sicherheitsschuhe vor dem Test mit dem Gabelstapler

So funktioniert der Falltest der Sicherheitsschuhe

Im Falltest muss die Zehenschutzkappe einer Krafteinwirkung von 200 Joule standhalten.
Zur Veranschaulichung: 200 Joule entsprechen dem Gewicht eines ungefüllten Blockziegels, der aus einem Meter Höhe auf den Schuh fällt.

Diese Ziegel mit den Maßen 37 x 24 x 24 Zentimeter verwenden Maurer üblicherweise. Sie sehen, wie sehr sich dieser Test an realen Arbeitsbedingungen orientiert. Während des Tests muss die Resthöhe unter der Kappe groß genug sein, damit unsere Zehen keinen Schaden nehmen.

Das passiert mit dem Sicherheitsschuh beim Drucktest

Im Drucktest muss die Zehenschutzkappe der Sicherheitsschuhe einem Druck von 15 Kilonewton widerstehen.

15 Kilonewton entsprechen 1.500 Kilogramm, dem Gewicht eines 3er BMW mitsamt Fahrer. Wie beim Falltest auch, wird hier eine bestimmte Resthöhe erwartet.

Bei der Messung der verbleibenden Resthöhe hilft uns ein Plastilin-Zylinder, der sich bei Krafteinwirkung dauerhaft verformt.

Dieser Plastilin-Zylinder wird in dem präparierten Sicherheitsschuh platziert.

Nur wenn der Zylinder nach den Tests noch eine ausreichende Höhe aufweist, können wir sicher sein, dass unsere Zehen den Versuchsaufbau heil überstanden hätten.

Bei Schuhgröße 42 muss der Zylinder noch mindestens 14 Millimeter hoch sein.

Übrigens: Sicherheitsschuhe dürfen erst nach einer erfolgreichen Baumusterprüfung durch eine notifizierte Stelle in den Verkehr gebracht werden.

uvex Sicherheitsschuhe im Test

Trotz anschaulicher Vergleiche sind diese Arbeitsschuh-Tests nach Norm EN ISO 20345 insgesamt sehr abstrakt.

Wir möchten den Norm-Test leicht verständlich nachstellen. Dafür überrollen wir in einer typischen industriellen Arbeitsumgebung unsere Arbeitsschutzschuhe mit einem Gabelstapler.

Der Unterschied zur Normprüfung: Beim Überrollen von Arbeitssicherheitsschuhen mit einem Fahrzeug muss der Fußschutz nicht nur Belastung von oben verkraften.

Der Überrolltest zeigt vor allem die extreme Krafteinwirkung von der Seite. Eine ernstzunehmende Herausforderung für jeden Sicherheitsschuh!

Um die Vorgaben der Norm plakativ darzustellen, verwenden wir einen Gabelstapler, der häufig in industriellem Umfeld verwendet wird. Gesamtgewicht (inkl. Ladung auf der Gabel): 4,25 Tonnen

So testen wir unsere Sicherheitsschuhe in dem Video

  • Gabelstapler mit zusätzlicher Last auf der Gabel – Gesamtgewicht: 4,25 Tonnen
  • Last auf einem Reifen der Vorderachse: 1,5 Tonnen (aufgrund asymmetrischer Gewichtsverteilung) – entspricht also exakt den Anforderungen an Sicherheitsschuhe aus der Fußschutz-Norm
  • Testobjekt: Sicherheitsstiefel uvex 2 S3 – in der Mitte des Fußbereichs aufgeschnitten. So können wir unser Prüfhilfsmittel perfekt in Position bringen
  • Überfahren der Zehenschutzkappe mit dem Stapler in Schrittgeschwindigkeit

So wird der Plastilin-Zylinder unter der Kappe platziert

Wenn wir danach an dem Plastilin-Zylinder unter der Zehenschutzkappe eine Resthöhe von mindestens 14 Millimeter messen, gilt der Test als erfolgreich bestanden (analog zur Norm).

Bei unserem Versuchsaufbau messen wir am Plastilin-Zylinder nach dem Überrollen eine verbleibende Resthöhe von 19,55 Millimetern. Dieser Wert liegt 30 Prozent über dem, was die Norm fordert!

Der Plastilin-Zylinder aus dem Schuh muss eine Resthöhe von mindestens 14 Millimeter vorweisen, um der Norm gerecht zu werden. In unserem Test hat er eine Resthöhe von 19,55 Millimeter – er liegt damit 30 Prozent über dem, was die Norm fordert!

Der Test mit dem Gabelstapler zeigt, dass unsere Testschuhe die seitliche Belastung mit einer komfortablen Sicherheitsreserve überstanden haben.

Und das obwohl die Anforderungen an die Sicherheitsschuhe in unserem Experiment über die Normvorgaben hinausgehen.

Wir verwenden in all unseren Sicherheitsschuhen Zehenschutzkappen, die ähnliche Test-Werte aufweisen.

Damit haben wir bewiesen: Mit Schuhen von uvex sind Sie stets auf der sicheren Seite! Ihre Zehen sind jederzeit perfekt geschützt!

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Warum lösen sich Schuhsohlen auf?

Wie lange sind Sicherheitsschuhe haltbar? Und warum löst sich nach einer gewissen Zeit die Sohle auf?“ Viele Anwender stellen sich diese Fragen. Auch in den neuen Versionen unserer Gebrauchsanleitung spielt diese Thematik eine entscheidende Rolle. Wir erklären Ihnen, warum sich Schuhe zersetzen und wann sie besser neue Sicherheitsschuhe kaufen sollten.

Unterschiedliche Materialien im Schuh haben unterschiedliche Lebensdauer

Ein Schuh besteht aus verschiedensten Bestandteilen, von denen einige irgendwann einmal dem natürlichen Verfall unterliegen. Oft ist das auch abhängig von der chemischen Zusammensetzung eines Materials. Diese sorgt zum einen für bestimmte Eigenschaften, kann aber auch der Grund für eine bestimmte Lebensdauer sein.

Das Material, das für die Lebensdauer der meisten unserer Schuhe verantwortlich ist, ist das Polyurethan der Zwischen- und Laufsohlen.

Reklamationen und teilweise vermeintliche Qualitätsmängel erreichen uns in der Regel über unsere Qualitätsabteilung. Bei speziellen Themen führen unsere Experten eine detaillierte Analyse durch, um die Ursachen für das Problem ausfindig zu machen. Das Ergebnis ist eine ausführliche Stellungnahme.

„Meine Schuhsohle löst sich auf!“

Wir haben auch schon Reklamationen erhalten, dass Schuhsohlen sich trotz seltener Benutzung direkt aufgelöst haben.

Die Aussagen der Träger dieser Schuhe waren oftmals recht ähnlich: die Schuhe wurden extrem selten getragen und waren eigentlich über lange Zeit nur im Karton eingelagert.

Die Träger haben die Schuhe auf diesen Fotos entweder schon in diesem Zustand aus dem Karton geholt oder die Schuhe haben sich beim Tragen direkt aufgelöst.

Sie sollten der Vollständigkeit halber wissen, dass die gezeigten Schuhe keine neuen Modelle mehr sind. Das Alter der Schuhe ab Herstelldatum variiert zwischen mindestens sieben und maximal 14 Jahren.

Ein genaues Herstelldatum war auf den Zungenetiketten oftmals nicht zu erkennen. Wir mussten uns also an der letzten Produktion des Modells orientieren. Fakt ist aber, dass all diese Schuhe schon ein beträchtliches Alter hatten und sich daher aufzulösen scheinen, auch wenn nur wenig getragen.

Warum lösen sich Schuhsohlen auf?

Sicherlich haben einige von Ihnen auch Schuhe im Schrank die ein ähnliches Alter haben aber noch gut zu gebrauchen sind. Der Grund für das Auflösen ist das erwähnte Sohlenmaterial Polyurethan (PU).

Polyurethan (PU) wird häufig bei Sicherheitsschuhen eingesetzt, da es folgende positive Eigenschaften mit sich bringt:

  • Sehr leicht
  • Sehr flexibel
  • Sehr gute dämpfende Eigenschaften
  • Besonders abriebfest
  • Gute rutschhemmende Eigenschaften

All das wirkt sich sehr vorteilhaft aus auf den natürlichen Bewegungsablauf des Trägers und die Haltbarkeit der Sohle hinsichtlich mechanischer Einflüsse.

Die spezielle Zusammensetzung des PUs ermöglicht diese Materialeigenschaften, hat aber auch Einfluss auf die Lebensdauer des Materials.

Vor allem das Sohlenmaterial PU ist einem natürlichem Alterungsprozess ausgesetzt, der sogenannten Hydrolyse.

Was passiert, wenn Schuhsohlen altern?

PU besteht aus langkettigen Polymerketten, die durch den Einfluss von Feuchtigkeit allmählich aufgespalten werden. Die Folge ist, dass PU mit der Zeit an Flexibilität verliert und allmählich spröde wird.

In einem fortgeschrittenen Alterungszustand kann das zu Auflösungserscheinungen der Sohlen führen.

Warum aber kann das Lagern von Schuhen oftmals schädlicher für die Lebensdauer sein, als wenn sie getragen werden?

 

Oftmals werden die Arbeitsschuhe im Keller, im Schuppen oder der Garage gelagert. Das sind normalerweise Orte, an denen eine höhere Feuchtigkeit vorzufinden ist. Und eben diese Feuchtigkeit verstärkt den Hydrolyse-Prozess und lässt die Schuhe sogar schneller altern, auch wenn sie nicht getragen werden.

Auch andere Sohlenmaterialien sind Alterungsprozessen ausgesetzt. So diffundieren beispielsweise die im Gummi enthaltenen Weichmacher nach und nach aus dem Material. Das sorgt ebenfalls dafür, dass die Sohlen an Elastizität verlieren und hart und spröde werden.

Ethylenvinylacetat (EVA), das man aus der Sportschuh-Industrie kennt, ist zwar nicht der Hydrolyse ausgesetzt, hat aber dennoch einen Nachteil. Durch Dauerbelastung wie Gehen und Laufen schrumpft es schneller und kehrt nicht mehr seine Ausgangsform zurück. Das erkennen Sie sehr gut an den kleinen „Fältchen“, die das Material bekommt.

Unsere Empfehlung für Sie und Ihre Sicherheitsschuhe

Alterung von Sicherheitsschuhen ist also ein ganz normaler Prozess, dem alle Schuhe unterliegen. Wir müssen uns der begrenzten Haltbarkeit von Schuhen bewusst sein, wenn wir all die positiven Eigenschaften eines Sicherheitsschuhs erhalten möchten.

Wir empfehlen einen regelmäßigen Wechsel der Sicherheitsschuhe.

Durch die Nutzung und andere Einflüsse, die auch bei der Lagerung wirken, sind die Schuhe nicht unbegrenzt haltbar. Nähere Informationen liefert dazu die Bedienungsanleitung, die jedem Schuh beiliegt.

uvex Sicherheitsschuhe

uvex Sicherheitsschuhe in den Schutzklassen S1, S1 P, S2, S3 sowie S5 (EN ISO 20345) schützen perfekt in Industriebereichen wie etwa im Automobil- oder Maschinenbau, in der Chemieindustrie, auf der Baustelle, im Dienstleistungs- oder Logistikumfeld – aber auch in Outdoor-Arbeitsbereichen wie Gartenbau, Landwirtschaft und Forstwirtschaft. Zu unserem Sortiment gehören außerdem Berufsschuhe (Schutzklasse O1, EN ISO 20345) und individuell angepasste orthopädische Sicherheitsschuhe.


Welttag des Hörens 2019: Leben mit Tinnitus

Wussten Sie, dass etwa jeder siebte Erwachsene in Deutschland dauerhaft an Tinnitus leidet? Unser Kollege Carl Dwyer, National Sales Manager bei UVEX SAFETY (UK) LTD, leidet ebenfalls unter den Ohrgeräuschen. Sie beeinflussen sein tägliches Leben, aber er hat Wege gefunden, damit umzugehen. Hier gibt er einen Einblick, wie es ist, mit Tinnitus zu leben.

Was ist Tinnitus?

Unter Tinnitus versteht man das einseitige oder beidseitige Wahrnehmen von Geräuschen im Ohr oder Kopf, die keinen äußeren Schallquellen zugeordnet werden können. Die wahrgenommenen Geräusche unterscheiden sich stark.

Manche Menschen beschreiben ein Klingeln in den Ohren, andere nehmen ein Zischen, Summen oder Rauschen wahr. Diese Geräusche können von Zeit zu Zeit auftreten oder permanent bestehen.

Wie entsteht Tinnitus?

Die genaue Ursache von Tinnitus wurde bis jetzt noch nicht gefunden, doch es gibt einen Zusammenhang mit mehreren Aspekten, unter anderem Hörschädigung.

Eine alters- oder lärmbedingte Schädigung in den feinen Haarsinneszellen der Hörschnecke (Cochlea) kann zu Hörverlust und Tinnitus führen.

Jeder Dritte leidet im Laufe seines Lebens mindestens einmal an Tinnitus, wohingegen etwa jeder siebte Erwachsene in Deutschland dauerhaft von Tinnitus geplagt wird.

Wie fühlt es sich an, mit Tinnitus zu leben?

Unser Kollege Carl Dwyer, National Sales Manager bei UVEX SAFETY (UK) LTD, leidet an Tinnitus. Obwohl sein Alltag davon beeinträchtigt ist, hat er einen Weg gefunden, seine Beschwerden zu lindern und so gut wie möglich damit zurechtzukommen. Hier erzählt er von seinem Leben mit Tinnitus:

„Mein Tinnitus äußert sich in einem permanenten Summen. Ich höre es andauernd, und es verschlimmert sich erheblich, wenn ich unter Stress stehe, müde bin oder mich in oder in der Nähe einer geräuschvollen Umgebung befinde.“

So habe ich meine Alltagsgewohnheiten wegen Tinnitus verändert

Um die Beschwerden zu lindern, bin ich sehr darum bemüht, die folgenden Punkte umzusetzen – was jedoch aufgrund meiner Lebens- und Arbeitssituation nicht immer leicht ist.

1. Zusätzliche Hintergrundgeräusche als Ablenkung

Das Erzeugen von zusätzlichen Geräuschen mag zwar widersprüchlich klingen, doch wer sich in einer ruhigen Umgebung aufhält, wird sich vermutlich stärker auf seinen Tinnitus konzentrieren. Zusätzliche Hintergrundgeräusche wie sanfte Musik oder Naturklänge lenken mich von dem Summen ab.

2. Entspannende und ruhigere Auszeiten

Ich habe bemerkt, dass Stress meinen Tinnitus verstärkt. Eigentlich gehöre ich nicht zu den Menschen, die meditieren, doch ruhige Momente lindern die Symptome. Auch der Aufenthalt in einem geschlossenen, dunklen Raum ist hilfreich. Meiner Meinung nach werden die von Tinnitus ausgelösten Spannungs- und Stressgefühle auch durch einen Spaziergang mit dem Hund oder geistige Aktivitäten reduziert.

3. Gesunde Ernährung

Das ist zugegebenermaßen nicht die leichteste Aufgabe für mich, doch ich trinke weniger Kaffee und Alkohol, da der Konsum Studien zufolge negative Auswirkungen auf den Tinnitus haben kann.

4. Sport gegen Stress und für die Durchblutung

In meiner Position ist es nicht immer einfach, sich die Zeit für sportliche Aktivitäten zu nehmen. Ich weiß, dass ein guter Ausgleich hier sowohl stressabbauend als auch durchblutungsfördernd wirkt. Mir wurde gesagt, das sei sehr wichtig, da einige Tinnitusfälle in Zusammenhang mit einer schlechten Durchblutung des Innenohrs stehen.

5. Tragen von Gehörschutz

Laute Umgebungen haben einen großen Teil zu meinem Leiden beigetragen. Im täglichen Leben lassen sich solche Orte nur schwer meiden. Erschöpfungszustände und Ermüdungserscheinungen haben sich seit meinem Tinnitus enorm verstärkt. Aufgrund der größeren Belastung, die damit einhergeht, ist es für mich normal, frühzeitig zu Bett zu gehen. Der Gebrauch von Gehörschutz (Gehörschutzstöpsel oder Kapselgehörschutz) ist hilfreich.

Meine beste Empfehlung: Schützen Sie Ihr Gehör

Häufige und kontinuierliche Lärmbelastung erhöht das Risiko für Tinnitus. Die Zeit, in der Sie sich, ohne ihr Gehör zu schädigen, einer Lautstärke von mehr als 85 dB aussetzen können, ohne Gehörschutz tragen zu müssen (Expositionszeit), hängt von der Intensität der Schallquelle ab.

Die Energie der Schallwellen verdoppelt sich mit jedem Anstieg um 3 dB.

Das bedeutet, dass der Schalldruck eines Bulldozers doppelt so intensiv ist wie Innenstadtlärm, obwohl er nicht doppelt so laut klingt. Mit jedem Anstieg um 3 dB halbiert sich die sichere Expositionszeit.

Bei einer Geräuschbelastung von über 100 dB, wie es sie beispielsweise in einer Diskothek gibt, riskieren Sie bereits nach 15 Minuten einen Hörschaden!

Falls der Geräuschpegel an Ihrem Arbeitsplatz 80 dB übersteigt, ist Ihr Arbeitgeber verpflichtet, seine Mitarbeiter mit Gehörschutz auszustatten und diese über die Risiken lauter Umgebungen aufzuklären und dementsprechend zu schulen. Außerhalb des Arbeitslebens gibt es jedoch keine Vorschriften und keinen Schutz. Es bleibt daher jedem selbst überlassen, sich zu schützen.

Wenn man bedenkt, dass der Geräuschpegel bei einem Rockkonzert bis zu 110 dB erreichen kann, setzt man sein Gehör bei Verzicht auf Gehörschutz einem großen Risiko aus.

Sie sollten sich darüber im Klaren sein, dass Hörschäden irreparabel sind.

Schützen Sie Ihr Gehör, indem Sie sich nicht unnötig lange einem großen Lärmpegel aussetzen oder indem Sie Gehörschutzstöpsel oder Kapselgehörschutz tragen.

uvex Gehörschutz – zusätzliche Informationen

Das Gefährliche ist, dass die Schädigung des Gehörs durch Lärm schleichend und schmerzlos erfolgt. Aus diesem Grund entwickeln wir Gehörschutz für alle Situationen und Lärmpegel, bei dem die Sprach- und Signalwahrnehmung dennoch möglich ist.

Doch wie finden Sie heraus, welcher Gehörschutz der richtige für Sie ist?

Gehörschutz Guide

Der uvex Gehörschutz Guide enthält alle wissenswerten Informationen rund um dieses Thema und unterstützt Sie bei der Auswahl der passenden uvex Gehörschutz-Produkte.

ZUM GUIDE


Berufskrankheit „Lärmschwerhörigkeit“

Jedes Jahr am 3. März informiert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Rahmen des Internationalen Welttag des Hörens über die Bedeutung des guten Hörens und die Wichtigkeit von Prävention. Gemäß unserer Mission „protecting people – Menschen schützen“ sorgt uvex auch für den Schutz des Gehörs – an jedem Tag im Jahr.

Unser Hörsinn hat die Aufgabe, Geräusche von außen an unser Gehirn weiterzureichen. Ist seine Funktionalität gestört – etwa durch Lärmschwerhörigkeit –, kann das unangenehme bis schlimme Folgen auf folgende Bereiche haben:

  • Informationsaustausch
  • Warnungs-/Alarmierungsfunktion
  • Emotionale Wahrnehmung
  • Räumliche Orientierung
  • Soziale Funktion

Details zu den möglichen Störungen finden Sie unter:
Wie ist unser Ohr aufgebaut und wie funktioniert Hören eigentlich

Hören am Arbeitsplatz –
Berufskrankheit „Lärmschwerhörigkeit“

Das Hören ist auch im Arbeitsschutz ein wichtiger Bestandteil und das Gehör muss vor Lärm am Arbeitsplatz unbedingt geschützt werden. Doch leider hält Lärmschwerhörigkeit seit Jahren eine Spitzenposition unter den anerkannten Berufskrankheiten. Lärmschwerhörigkeit entsteht meist schleichend und ohne Schmerzen.

Permanenter Lärm am Arbeitsplatz erzeugt, zum Teil unterbewusst, Stress bei den Mitarbeitern. Stresssituationen stellen eine zusätzliche Risikoquelle dar und führen zur Minderung der Konzentrationsfähigkeit – dies kann sich negativ auf die Arbeitsleistung auswirken.

Die Gefahr für das Gehör und die Notwendigkeit, den Hörsinn zu schützen, wird oft zu spät erkannt. Erst von Schwerhörigkeit Betroffene wissen um die Bedeutung eines guten Hörvermögens – dies zu schützen und zu erhalten, muss also höchste Priorität haben.

Höchste Schutzkategorie für Gehörschutz

Das Europäische Parlament hat beschlossen, dem Gehörschutz in der Verordnung zur Persönlichen Schutzausrüstung eine größere Wichtigkeit einzuräumen. Die neue PSA-VO (EU) 2016/425 stuft Gehörschutz in die höchste Schutzkategorie III ein.

Die höchste Schutzkategorie III umfasst ausschließlich Risiken, die zu schwerwiegenden Folgen wie Tod oder zu irreversiblen Gesundheitsschäden führen können. Lärm zählt zu diesen Risiken.

Durch die neue Einstufung ergeben sich Konsequenzen für die jeweiligen Anwender. Für Schutzausrüstung der Kategorie III sind Unternehmen verpflichtet, ihre Beschäftigten praktisch zu unterweisen.

Inhalte dieser Unterweisung sind zum Beispiel:

  • Art der Gefährdung
  • sachgerechte Verwendung der Schutzausrüstung
  • ordnungsgemäße Handhabung der Schutzausrüstung
  • Hinweise zum Erkennen möglicher Gefährdung

Alle uvex Gehörschutzprodukte unterliegen dieser Risikokategorie und schützen vor den Risiken von schädlichem Lärm.
Gerne unterstützen und beraten wir Sie zur Durchführung Unterweisung Ihrer Mitarbeiter, sprechen Sie uns gerne an.

uvex bietet Gehörschutz für jede Situation und jeden Lärmpegel

Lärm schädigt schleichend und schmerzfrei. Daher entwickeln wir Gehörschutz für jede Situation und jeden Lärmpegel, wobei Sprachwahrnehmung und Signalerkennung nach wie vor möglich sind. Wie aber finden Sie heraus, welcher Gehörschutz der richtige für Sie ist?

Gehörschutz-Guide

Der uvex Gehörschutz-Guide fasst alles Wissenswerte rund um das Thema und Gehörschutz übersichtlich zusammen und hilft Ihnen, die für Sie relevanten uvex Gehörschutz-Produkte zu finden.

ZUM GEHÖRSCHUTZ-GUIDE (PDF)

uvex Dezibel App für iPhone

Mit der uvex Dezibel App finden Sie jederzeit und überall den passenden Gehörschutz. Einfach Lautstärke messen und sich den für die aktuelle Situation passenden Kapsel- oder Stöpselgehörschutz empfehlen lassen.

UVEX DEZIBEL APP KOSTENLOS BEI ITUNES LADEN

Gehörschutz-Berater

Um den passenden Gehörschutz für Ihren Arbeitsbereich zu ermitteln, können Sie gleich online unser uvex Gehörschutzrad ausprobieren. Es zeigt Ihnen – basierend auf dem Lärmpegel Ihres Arbeitsplatzes – den geeigneten Gehörschutz an.

ZUM GEHÖRSCHUTZRAD

Individuell angepasster Gehörschutz (Otoplastiken)

Jeder Gehörgang ist in Form und Größe anders beschaffen und so individuell wie ein Fingerabdruck. Für höchsten Tragekomfort und größtmögliche Akzeptanz durch den Trägerempfehlen wir eine individuell angepasste Otoplastik.

ZUR INDIVIDUELL ANGEPASSTEN OTOPLASTIK

Funktionsprüfung von Otoplastiken

In der Präventionsleitlinie „Einsatz von Gehörschutz-Otoplastiken“ definiert die DGUV eine Funktionsprüfung. Um die Schutzwirkung der Gehörschutz Otoplastiken zu gewährleisten, wird eine Dichtigkeitsprüfung der Otoplastik am Ohr durchgeführt (Funktionskontrolle).

Die Schutzwirkung ist dann gesichert, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • fachgerechte Funktionskontrolle vor der ersten Verwendung
  • wiederkehrende Funktionskontrolle im Abstand von höchstens drei Jahren

Die Funktionskontrolle wird mit einem speziellen Kopfhörer und einer Tonaudiometrie durchgeführt. Die vom Hersteller definierten Messverfahren und die jeweiligen Grenzwerte der Otoplastiken sind hierbei anzuwenden.

uvex bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, die Funktionskontrolle in Ihrem Unternehmen durchzuführen.

Zur Terminierung der Funktionskontrollen für uvex high-fit Otoplastiken wenden Sie sich bitte direkt an Ihren uvex Ansprechpartner.

Unser Beratungsteam für Otoplastiken im Innendienst erreichen Sie:

Innerhalb Deutschland kostenfrei:
Telefon: 0800  8839686
Fax: 0800  6644895
E-Mail: high-fit@uvex.de

Für Österreich:
Telefon: +49 911 9736-1433
Fax: +49 911 9736-1679
E-Mail: high-fit@uvex.de


Schutzhandschuh uvex phynomic wet Produktbild

Wie finde ich den richtigen Schutzhandschuh?

Handschuhe schützen unsere Hände vor kleinen und großen Gefahren: vor Kratzern, Schnitten und Schürfwunden – durch den Kontakt mit rauen Metallen, scharfem Glas oder auch gefährlichen Chemikalien. Die Zahl der Handschuhe auf dem Markt ist groß: Es gibt sie in mannigfaltigen Längen, Farben und Formen, aber auch aus unterschiedlichsten Materialien und mit verschiedenartigen Beschichtungen. Wie aber finde ich angesichts einer solchen Auswahl den richtigen Handschuh? Mit optimalem Schutz für mich oder meine Mitarbeiter?

Der schnellste Weg zum perfekten Schutzhandschuh führt über unseren uvex Glove Navigator – und die folgenden drei Fragen:

1. Welcher Art von Gefahr ist der Anwender ausgesetzt?

Für eine grobe Orientierung im dichten Handschuh-Dschungel identifizieren Sie zuerst das Gefahrenpotential anhand dieser vier Kategorien:

  • Gilt es, den Anwender vor mechanischen Verletzungen zu schützen – wie beispielsweise Schürfwunden oder Kratzer? Dann ist „Mechanischer Schutz“ die richtige Kategorie.
  • Eventuell besteht aber auch die Gefahr einer Schnittverletzung oder gar einer leichten Verbrennung.
  • Oder handelt es sich um eine Anwendung, bei der mit Chemikalien hantiert wird?

2. Welche Tätigkeit wird an dem Arbeitsplatz vorwiegend durchgeführt?

Der erste Schritt der Kategorisierung fällt meist noch ganz leicht – nun müssen Sie aber etwas genauer hinschauen.

Nehmen wir als Beispiel einmal an, dass Sie es mit potenziellen Schnittverletzungen zu tun und deshalb in Schritt 1 die Kategorie „Schnittschutz“ gewählt haben: Welche Aufgaben führt der Mitarbeiter nun genau mit seinen Händen aus?

Handelt es sich eher um Arbeiten, die Präzision und Feinfühligkeit erfordern? Dann ist die Einordnung relativ klar.

Oder hantiert er vielleicht in gröberen Tätigkeiten mit Glasscheiben oder schweren Metallteilen mit scharfen Kanten?
Dann fällt das in die Kategorie „Heavy Duty“ – Ihr Mitarbeiter braucht also auf jeden Fall einen sehr robusten Handschuh.

Ist die Tätigkeit weder dem Präzisions- noch dem Heavy-Duty-Bereich zuzuordnen, werden Sie wahrscheinlich am ehesten mit einem Allround-Handschuh glücklich. Der kann für alle allgemeinen und auch wechselnden Tätigkeiten eingesetzt werden, für die Sie einen standfesten Schutzhandschuh benötigen.

Wir empfehlen Ihnen, sich in diesem Auswahlschritt immer auf die Kategorie festzulegen, die für den überwiegenden Teil der Arbeitszeit am besten passt.

Schnittschutzhandschuhe

uvex Schnittschutzhandschuhe für unterschiedlichste Aufgaben: uvex phynomic C5, uvex C500 foam, uvex synexo impact 1 (von links nach rechts)

3. Welche Umgebungsbedingungen bestehen am Arbeitsplatz?

Nun sind Sie der finalen Auswahl des richtigen Schutzhandschuhs bereits sehr nah.

Es fehlt nur noch die Antwort auf die Frage nach den Umgebungsbedingungen: Kommt der Handschuh während der Tätigkeit mit nassen oder öligen Werkstücken in Kontakt?

Montiert der Mitarbeiter ölige kleine und scharfkantige Bauteile, so benötigt er einen anderen Schnittschutzhandschuh als in komplett trockenen Arbeitsbereichen.

Der Unterschied liegt hier in den Beschichtungen, die den Schutzhandschuh wahlweise dicht, abweisend oder atmungsaktiv werden lassen.

Jeder Schutzhandschuh von uvex ist mit einer Empfehlung für die drei Umgebungsbedingungen

  • „trocken“
  • „feucht bis leicht ölig“
  • „nass bis ölig“

klassifiziert.

Die Höhe der Amplitude über dem Symbol gibt Ihnen Aufschluss über die Eignung des Handschuhs für die jeweiligen Umgebungsbedingungen.

Schutzhandschuhe für unterschiedliche Umgebungsbedingungen

Alles auf einen Blick

Eine einfache Gesamtübersicht über unser vielseitiges Schutzhandschuh-Angebot erhalten Sie jederzeit über unsere Anwendungsmatrix für den jeweiligen Gefahrenbereich. Die entsprechenden Abbildungen finden Sie am Ende dieses Artikels.

Haben Sie noch Fragen oder benötigen Sie weitere Unterstützung bei der Auswahl des optimalen Schutzhandschuhs?

 

Wenden Sie sich gerne direkt an unsere Spezialisten. Die unterstützen Sie gern mit einer individuellen Beratung vor Ort – denn: Ein individueller Arbeitsplatz benötigt für optimalen Schutz auch einen individuellen Handschuh!

Schutzhandschuh für jeden Gefahrenbereich

(Klicken Sie die Matrix an für vergrößerte Darstellung)


"Kunterbunte PSA" (Teil 3 von 3): Wie sinnvoll ist PSA in CI-Farben – und geht das überhaupt?

Die Corporate Identity (CI) eines Unternehmens ist so etwas wie seine Visitenkarte: Der Einsatz von Schrift, Logo und vor allem auch Farbe ist dabei idealerweise über alle Medien hinweg konsistent. In vielen Arbeitsbereichen und Branchen ist es durchaus üblich, dass die Arbeitskleidung ein einheitliches Bild abgibt – das schafft Wiedererkennungswert und stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl.

In diesem letzten von drei Blog-Artikeln zum Thema „Farben“ widmen wir uns vorrangig der Frage, welchen Einfluss die Corporate Identity auf die Farbauswahl bei persönlicher Schutzausrüstung hat – und haben kann. Lesen Sie unbedingt aber auch Teil 1 und Teil 2 unserer Farb-Serie!

Corporate-Farben für die Unternehmensidentität

Wie Sie bereits in unseren beiden vorherigen Teilen unserer Serie „Kunterbunte PSA“ erfahren haben, beeinflussen uns Farben auf unterschiedlichste Art und Weise – zum Beispiel auch unser Kaufverhalten: Eine Studie hat ergeben, dass durch den Einsatz von Farben der Wiedererkennungswert einer Marke um bis zu 80 Prozent steigen kann. Aus diesem Grund ist es für viele Unternehmen wichtig, mit einem einheitlichen Erscheinungsbild in den entsprechenden Farben aufzutreten. Neben Logo, Webseite und Firmenwagen betrifft das oft auch die eingesetzte Berufsbekleidung: Bei Arbeitern auf Baustellen, in der Industrie und in vielen weiteren Bereichen soll die Unternehmenszugehörigkeit auf den ersten Blick ersichtlich sein.

Bekleidung in Unternehmensfarben – wie hier demonstriert von unseren Kollegen von uvex Australien – sorgt für ein einheitliches Gesamtbild, ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl und großen Wiedererkennungswert.

Corporate Fashion gibt es auch bei uvex – wir verwenden überwiegend die Farben Orange, Blau, Türkis und Grau –, aber wir bieten das natürlich auch für unsere Kunden: Am besten wenden Sie sich bei Interesse direkt an unsere Kollegen unter corporatefashion@uvex.de. Auch wenn es „nur“ ein aufgesticktes Logo oder Emblem sein soll, helfen wir Ihnen selbstverständlich gerne weiter.

Textilien in den Unternehmensfarben sind jedoch nur ein Aspekt – gerne individualisieren wir für Sie auch Schutzbrillen nach Ihren Wünschen. In unserem Online-Konfigurator können Sie das einfach mal ganz unverbindlich ausprobieren.

Modische Apsekte von farbenfroher Schutzausrüstung

Wo früher rein der Schutz im Vordergrund stand, wird es heutzutage für Mitarbeiter immer wichtiger, dass ihre PSA zuverlässig schützt und dabei auch noch gut aussieht. In Zeiten, in denen auf die Optik von zum Beispiel Sicherheitsschuhen kein großer Wert gelegt wurde, waren diese meist einfach schwarz oder grau – und auch der Schuh selbst wirkte eher praktisch denn schön. In den vergangenen Jahren fand hier jedoch ein Umdenken statt: Der Wunsch nach mehr Farbe und sportlicherem Design wächst zunehmend. Sicherheitsschuhe sollen mindestens farbige Applikationen haben, wenn nicht sogar komplett in Trendfarben daherkommen. Ein Blick auf unsere uvex 1-Reihe, den uvex sportsline oder den uvex 1 sport verrät, dass wir diesen Kundenwünschen (wie auch den vermehrten Rufen nach sportlicheren Sicherheitsschuhen) schon seit geraumer Zeit verstärkt Gehör schenken. 

Auch unsere Textilien werden zunehmend „Opfer“ des Farb-Trends: Von Farb-Applikationen bis Modefarben wie Blau-Petrol oder Orange hat sich unser Angebot in der jüngeren Vergangenheit stark weiterentwickelt. Werfen Sie nur mal einen Blick in den aktuellen Textil-Katalog! Besonders kräftige und leuchtende Farben kommen auch bei uvex Schutzhandschuhen zum Einsatz – und finden großen Anklang besonders bei von tradtionieller PSA-Farbgebung gelangweilten Kunden.

Der uvex sportsline bringt Farbe und Sportlichkeit an den Arbeitsplatz

Praktische Aspekte von farbenfroher Schutzausrüstung

Der uvex phynomic XG ist extra für ölige Umgebungen entwickelt.

Sie sehen: Vielen Farben geht bei PSA schlicht eine modische Überlegung voraus – es gibt in einigen Fällen jedoch auch praktische Aspekte. Es kann beispielsweise sein, dass in der Produktentwicklung die Farbe gezielt nach dem Einsatzgebiet ausgewählt wird. In besonders öligen Umgebungen wie der Montage etwa bieten sich dunkle Farben an. Schutzbrillen und -handschuhe, die hier zum Einsatz kommen, sind oft schwarz oder grau. Andere Einsatzgebiete sind sehr sauber und hygienisch, wofür sich allzu bunte Farben eher schlecht eignen. Die uvex clean range bietet speziell hierfür Schutzbrillen in hellblau und weiß.

Damit ist alles gesagt?

Wie Sie in diesem Beitrag – aber auch in Teil 1 und Teil 2 unserer Serie – erfahren haben, gibt es viele modische und auch einige praktische Bedeutungen bei Farben im PSA-Umfeld. Auch der Einfluss, den Farben auf unsere Arbeit und unsere Entscheidungen haben, ist wesentlicher Bestandteil unseres Alltags. Am besten erinnern Sie beim nächsten Einkauf (nicht nur von PSA) daran und denken mal darüber nach, welche Wirkung die Farben haben, mit denen Sie durch den Alltag gehen.


Umknicken, Stolpern, Ausrutschen: Was passiert? Warum? Und was kann man dagegen tun?

Laut der Unfallstatistik der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) aus dem Jahr 2016 lassen sich viele Unfälle auf das Stolpern und Ausrutschen beim Gehen zurückführen. Man spricht hier von den sogenannten SRS-Unfällen (Stolpern, Rutschen und Stürzen). Die Auswertung zeigt, dass der Anteil an weiblichen Unfallopfern deutlich angestiegen ist und auch dass es einen starken Zuwachs bei den neuen Unfallrenten gab. Dass immer mehr Menschen unter unumkehrbaren Beeinträchtigungen ihrer Arbeitskraft leiden, zeigt sehr eindringlich die Wichtigkeit dieses Themas. Grund genug für uns, die Grundlagen des Stolperns, Umknickens und Ausrutschens einmal ausführlich zu erläutern – und zu erklären, welche Rolle Sicherheitsschuhe dabei spielen und welche Einflussfaktoren sonst noch vorliegen können.

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat im Jahr 2008 eine detaillierte Abhandlung zu ihrem Forschungsprojekt „Ermittlung von Einflussfaktoren auf das Stolpern und Umknicken“ veröffentlicht. In dem Projekt ging es darum, Stolpern und Umknicken zu analysieren und herauszustellen, welche Einflussfaktoren das Auftreten begünstigen – beziehungsweise wo präventiv Abhilfe geschafft werden kann. Bei der DGUV finden wir außerdem eine wissenschaftliche Analyse zum Thema Rutschgefahren. Aus diesen Forschungsprojekten geht hervor, welche Bewegungsgrundlagen vorliegen und welche Einflüsse letztlich zu SRS-Unfällen führen können.

Umknicken, Stolpern, Ausrutschen – Entstehungsmechanismus:

„Der menschliche Gang ist einer der unsichersten Fortbewegungsvorgänge, die es unter Lebewesen in der Natur gibt.“

(Fischer, H. et al.: Vermeiden von Unfällen durch Stolpern, Umknicken, Fehltreten.Forschungsbericht F>1641. Dortmund 2008).

Ein Schritt setzt sich aus vielen Einzelbewegungen verschiedener Körperteile zusammen: Die unteren Körperteile sind über drei Drehpunkte – Sprunggelenk, Knie und Hüftgelenk – miteinander verbunden, ebenso wie mit dem Rumpf und den oberen Extremitäten für stabilisierende Ausgleichsbewegungen.

Der Gang an sich lässt sich in zwei Phasen einteilen: Zum einen die Stützphase, während der Fuß auf dem Boden ist; und zum anderen die Schwungphase, in der das Bein eine Pendelbewegung vollführt. Bei jedem Bodenkontakt wirkt entsprechend die Bodenreaktionskraft auf den Körper. Die stabilste Position haben wir in dem Moment, in dem die Wirkungslinie dieser Kraft genau durch den Mittelpunkt der Drehachse unserer Gelenke verläuft. Sobald die Wirkungslinie den Drehmittelpunkt verlässt, entsteht Drehmoment, das das Gelenk in eine bestimmte Position drückt – und dabei eine Gegenreaktion der Muskulatur provoziert, um das Gelenk stabil zu halten.

Der Gang selbst wird für jeden im Laufe seines Lebens zu einer automatisiert und unbewusst ausgeführten Bewegung. Das hat den Nachteil, dass bei unvorhergesehen äußeren Einflüssen eine schnelle Gegenreaktion, um fehlerhafte Bewegungen zu kompensieren, oft nicht möglich ist oder nicht schnell genug erfolgt. Störgrößen können das System Gang also recht einfach so beeinflussen, dass wir umknicken, stolpern oder ausrutschen.

Störgrößen

Im typischen Arbeitsumfeld existieren zahlreiche Störgrößen: Sowohl die Beschaffenheit des Arbeitsplatzes als auch unpassendes Schuhwerk können hier beeinflussen. Unebenheiten, Kanten, Steine, unterschiedliche Böden und Dämpfungsmatten beispielsweise führen unter Umständen direkt zum Umknicken, Stolpern und Ausrutschen. Aber auch Faktoren wie Helligkeit und Beleuchtung, die eigene Wahrnehmung, Ermüdung, Überbelastung, Ablenkung oder Zeitdruck spielen eine entscheidende Rolle. Vorbeugende Maßnahmen sollten demnach sowohl das Arbeitsumfeld umfassen als auch die Wahl eines optimalen Sicherheitsschuhs.

Umknicken

Es gibt zwei Arten des Umknickens: Zum einen können etwa Unebenheiten, Kanten oder herumliegende Gegenstände ein Umknicken provozieren. Tritt man auf ein solches Hindernis, führt das gegebenenfalls dazu, dass die Wirkungslinie der Bodenreaktionskraft innen am Drehpunkt des Gelenks vorbeiführt – und wir in der Folge daraus umknicken (schematisch dargestellt).

Im linken Bild läuft die Wirkungslinie der Bodenreaktionskraft durch den Drehpunkt des Gelenks, im rechten führt sie innen am vorbei.

Aber auch die Schuhkonstruktion kann Umknicken begünstigen – vor allem wenn die Sohlengeometrie unzulänglich ist oder es an Halt im Fersenbereich mangelt. Zu Beginn der Stützphase, wenn fast das gesamte Körpergewicht von einem Bein getragen wird, ist in solch einem Fall ein Umknicken sehr wahrscheinlich. Verletzung des Sehnen- und Bandapparats können die Folge sein.

Die wichtigsten Stabilisierungselemente sind die körpereigenen Muskeln, Sehnen und Bänder. Idealerweise sind diese stark genug, um das Sprunggelenk vor schwerwiegenden Verletzungen zu bewahren. Ausreichend Kraft kann von Muskeln (aktiv), Sehnen und Bändern (passiv) aber nur aufgebracht werden, falls diese ausreichend trainiert und beansprucht werden.

Dennoch kommt auch dem Schuhwerk eine wichtige unterstützende Rolle zu – selbst wenn aus der entsprechenden Norm keine konkreten Anforderungen zum Umknickschutz hervorgehen. Der Bericht der BAuA nennt immerhin die Schafthöhe als einen entscheidenden Faktor. Bei Stiefeln endet der Schaft oberhalb des Sprunggelenks und wirkt demnach eventuell stabilisierend auf das Gelenk. Allerdings ist hier auch die richtige Anwendung auschlaggebend: Wird der Stiefel nicht ordentlich festgeschnürt, geht die Wirkung des hohen Schafts verloren. Oftmals wird im Zusammenhang mit Umknicken auch von zusätzlich angebrachten, steifen Elementen (Manschetten) gesprochen, die das Umknicken verhindern sollen. Die Untersuchung der BAuA stellt jedoch fest, dass bislang nicht eindeutig belegt werden kann, ob Verletzungen auf diese Weise reduziert werden.

Wir empfehlen daher die Fuß-Unterstützung durch optimal gestaltete Passform, Dämpfung und Flexibilität der Sicherheitsschuhe. Diese Faktoren sind nach unserer Einschätzung für die Stabilisierung ausschlaggebend, ohne den Bewegungsspielraum sowie das natürliche Bewegungsverhalten zu sehr einzuschränken. Demnach können auch Halbschuhe für ausreichende Sicherheit sorgen.

Stolpern

Natürlich spielen auch beim Stolpern meist Einflussfaktoren in der Umgebung eine entscheidende Rolle – dazu gehören beispielsweise Erhöhungen, Rillen, Spalten, Bodenbeläge, Kabel und noch viele weitere große und kleine Hindernisse. Weniger offensichtlich ist, dass auch das Schuhwerk einen großen Unterschied machen kann: Um eine sicheren und kontrollierten Gang zu gewährleisten, ist eine optimale Passform unumgänglich. Ebenso trägt die Gestaltung der Sohle und des Leistens dazu bei, das Stolperrisiko zu minimieren. Darüber hinaus unterstützt eine entsprechend optimal dämpfende und flexible Sohle den natürlichen Bewegungsablauf, was wiederum den sicheren Gang fördert. Wird dem Leisten am Ende eine sogenannte Spitzensprengung hinzugefügt, verringert das ebenfalls das Stolperrisiko. Ausschlaggebend ist dabei der Abstand zwischen Schuhspitze und Boden: Bei einer höheren Spitzensprengung zeigt die Spitze nach oben und minimiert somit das Risiko, irgendwo hängenzubleiben. Ein weiterer Einflussfaktor ist die Reibung zwischen Schuh und Boden – ist diese zu hoch, kann auch das ein Stolpern provozieren.

Ausrutschen

Von Ausrutschen spricht man, wenn beim Gehen das Gleichgewicht nicht gehalten werden kann, weil der Fuß auf dem Boden keinen Halt findet. Dazu zunächst ein kurzer Exkurs in die Biomechanik des Gehens: Der erste Bodenkontakt beim Gehen erfolgt mit der Ferse, wobei sich der Körperschwerpunkt zu diesem Zeitpunkt noch deutlich hinter der Ferse befindet (siehe Grafik). Im Normalfall erfolgt dann die Abrollbewegung über Ferse, Mittelfuß und Vorfuß. Diese endet mit dem Abdrücken des Fußes, worauf die Schwungphase folgt, während der sich das andere Bein in der Stützphase befindet.

Das Ausrutschen beginnt meistens genau dann, wenn sich der Körperschwerpunkt nicht senkrecht über dem Bodenkontaktpunkt befindet, also beispielsweise zu Beginn der Stützphase. Um das Risiko von Ausrutschen zu reduzieren, gibt es bereits verschiedenste Regeln und Vorgaben (Verkehrssicherungspflicht, Arbeitsstättenverordnung, technische Regeln, und so weiter), die eine Mindestrutschhemmung von Böden und Schuhen fordern. Darauf basierend gibt es natürlich auch entsprechende Testverfahren für Böden, aber auch für Sicherheitsschuhe. Letzteres führt zu den Kennzeichnungen SRA, SRB und SRC am Schuh.

Zu den Ursachen für das Ausrutschen gehören in erster Linie rutschige Böden und glatte Sohlen, genauso aber auch zusätzliche Gleitmittel auf den Böden. Aber es gibt natürlich noch weitere begünstigende Einflussfaktoren: Ähnlich wie beim Stolpern und Umknicken spielt auch hier die individuelle Wahrnehmung des Umfelds eine große Rolle, ebenso wie beispielsweise die Sichtbarkeit oder Kennzeichnung spezieller Gefahrenbereiche.

Rutschhemmende Sohlen

Bei Sicherheitsschuhen spricht man von der „Rutschhemmung der Sohle“, wenn es um den Schutz vor Ausrutschen geht. Die Rutschhemmung soll vor allen Dingen das sichere Gehen gewährleisten. Zur besseren Mess- und Vergleichbarkeit wird die Rutschhemmung durch den sogenannten Reibungskoeffizienten bestimmt: Dieser ergibt sich aus der Reibung des Systems Boden-Schuh. Die Rutschhemmung kann ihrerseits von vielen unterschiedlichen Faktoren beeinflusst werden, etwa durch Materialien mit unterschiedlichen Eigenschaften, Oberflächenstrukturen, die Bewegungsgeschwindigkeit und andere Umgebungsparamater. Um die Rutschhemmung zu messen und den Reibungskoeffizienten der unterschiedlichen Materialien zu bestimmen, existieren verschiedene Testmethoden. Diese fokussieren sich zum einen auf die Gleiteigenschaften der Böden oder aber auf die Eigenschaften der Schuhsohle.

Tests für die Rutschhemmung

Die Tests zur Messung der Rutscheigenschaften verschiedener Böden dienen dazu, Böden bestimmten Kategorien zuzuordnen. Hierbei ist dementsprechend der Boden das zu prüfenden Medium, während Schuheigenschaften keine Rolle spielen (beziehungsweise für den Test standardisiert sind).

Die Rutscheigenschaften von Sicherheitsschuhen werden mit Hilfe einer Schuhprüfmaschine bestimmt. Diese ermittelt den Reibungskoeffizienten von Schuhen, indem sie den Prüfschuh mit definiertem Tempo und Anpressdruck über einen Referenzboden schiebt.

Getestet wird auf zwei verschiedenen Bodenbelägen jeweils mit Zwischenmedien sowie mit zwei unterschiedlichen Anstellwinkeln des Schuhs (vergleiche Tabelle).

Die Norm schreibt für dieses Testverfahren Mindestanforderungen vor, die erreicht werden müssen, um die entsprechende Kennzeichnung zu erhalten.

Tests, die sich mit dem Thema Rutschhemmung sowohl von Böden als auch von Schuhen befassen, gibt es also ausreichend. Welche Rückschlüsse aber lassen sich aus diesen Ergebnissen für die Realbedingungen im Alltag ziehen?

Aussagekraft von Norm-Kennzeichnungen

Bei Normtestverfahren geht es um Vergleichbarkeit: Für derartige Verfahren wird ein standardisierter Testaufbau entwickelt, der so im realen Arbeitsumfeld vermutlich niemals vorkommt. Demnach beschränkt sich die Aussagekraft der Ergebnisse erst einmal nur auf diese Normvorgaben. Trotzdem können die Ergebnisse zu einer ersten Einschätzung der Eignung für die verschiedenen Einsatzbereiche herangezogen werden. Liegen allerdings Arbeitsumgebungen vor, in denen spezielle, rutschige Bodenbeläge und/oder Gleitmittel vorkommen, sollte ein individueller Feldtest mit dem Wunschschuh die Eignung bestätigen.

Die Rolle des Schuhs

Wie wir ja schon gelernt haben, treten Unfälle durch Umknicken, Stolpern und Ausrutschen sehr häufig auf – und sie führen nicht selten zu ernsthaften Verletzungen und damit auch Arbeitsausfällen. Gesetzgeber und Verbände versuchen demnach, entsprechende Vorgaben für das Arbeitsumfeld und auch für die dort eingesetzte persönliche Schutzausrüstung zu machen. Unser Ziel ist es, neben der Erfüllung dieser Vorgaben, Sie als Sicherheitsschuhträger bestmöglich bei der Ausübung Ihrer Arbeit zu unterstützen und zu entlasten – Ihnen zumindest aber keine zusätzliche Belastung durch Ihre PSA zuzumuten.

Was die Schuhsohle angeht, beinhalten die EU-Normen Vorgaben, nach denen das Profil einer Schuhsohle möglichst so gestaltet sein sollte, dass eine optimale Rutschhemmung gewährleistet ist. Je nach verwendetem Material hat die Laufsohle dabei leicht unterschiedliche Eigenschaften. Was hingegen den Stolper- oder Umknickschutz betrifft, gibt es keine speziellen Vorgaben. Unser Ziel ist stets, den Schuh mit einer optimalen Passform zu entwickeln, sodass er den natürlichen Bewegungsablauf seines Trägers bestmöglich unterstützt – ohne dabei die Schutzeigenschaften des Sicherheitsschuhs aus den Augen zu verlieren.

Zu einer guten Passform gehört vor allem Stabilität im Fersenbereich, um den Fuß in Position zu halten. Aber auch Dämpfung und Flexibilität des Schuhs sind wesentlich, weil sie die optimale Druckverteilung ermöglichen und das natürliche Abrollverhalten unterstützen. Gerade beim Abrollen spielen auch eventuell vorhandene durchtritthemmende Einlagen eine wichtige Rolle. Hierbei hat die textile durchtritthemmende Einlage den Vorteil, dass die Flexibilität des Schuhs geringer beeinträchtigt wird, wohin gegen eine Einlage aus Stahl den Schuh spürbar steifer macht. Dennoch sollte in einigen Bereichen – wie beispielsweise dem Baugewerbe – die Stahlsohle vorgezogen werden, da sie den besseren Schutz vor eingetretenen Nägeln und Ähnlichem bietet.

 

Optimaler Schutz durch individuelle Anpassung

Je besser die Passform Ihres Schuhwerks, desto besser beugen Sie auch SRS-Unfällen vor – am besten geht das natürlich mit einer individuellen Schuh-Anpassung: Neben dem Schnürsystem geht es dabei auch um Anpassungsmöglichkeiten des Raumangebots im Schuh. Braucht ein Träger mehr Volumen im Vorfußbereich, kann dies über ein Mehrweitensystem mit unterschiedlichen Einlegesohlen realisiert werden. Das trifft auch zu, wenn der Träger zu viel Platz im Schuh hat, der dann ebenfalls über eine entsprechende Einlegesohle angepasst werden kann. (Das Mehrweitensystem ist zertifizierungsrelevant und darf entsprechend nur bei den dafür ausgeschriebenen Modellen angewendet werden.)

Zusammenfassung: SRS-Unfällen bestmöglich vorbeugen

Einflussfaktoren für SRS-Unfälle finden sich also sowohl im Arbeitsumfeld als teilweise auch in der Schuhgestaltung. Berufsgenossenschaftliche Vorgaben sollen die Gefahr von Unfällen am Arbeitsplatz minimieren. Mit demselben Ziel werden Schuhe auch von uns als Hersteller entwickelt: Sie sollen ihre Träger bestmöglich unterstützen, ohne seinen natürlichen Bewegungsablauf allzu sehr zu beeinflussen. Bei Schuhen kann eine entsprechende Schaftgestaltung im Knöchelbereich helfen – das Hauptaugenmerk sollte allerdings auf der idealen Passform (vor allem im Fersenbereich), der optimalen Dämpfung und der größtmöglichen Flexibilität liegen. In unserem vielfältigen Angebot werden Sie da sicher schnell fündig.

 


“Kunterbunte PSA” (Teil 2 von 3): Muss der Blaumann unbedingt blau sein?

Der Blaumann! Jeder kennt ihn, viele tragen ihn und so manch einer hat sich bestimmt schon einmal gefragt: Wie wurde der Blaumann überhaupt zum Blaumann? Und gibt es vielleicht auch in anderen PSA-Bereichen solch dominante Farben? Ohne gleich zu viel verraten zu wollen: Von „historisch gewachsen“ über „rechtlich vorgegeben“ bis hin zu „psychologisch wertvoll“ steckt hinter der Farbgebung von persönlicher Schutzausrüstung viel mehr, als es auf den ersten Blick den Anschein hat!

In diesem zweiten von drei Blog-Artikeln zum Thema „Farben“ widmen wir uns vorrangig der Frage, warum bestimmte Teile unserer persönlichen Schutzausrüstung (aber auch unserer Alltagskleidung) bestimme Farben haben. Im letzten Artikel der Serie wird es dann hauptsächlich um Unternehmensfarben und modische Aspekte gehen. Seien Sie gespannt!

Wie wurde der Blaumann eigentlich zum Blaumann?

Die Erfolgsgeschichte des „Blaumanns“ beginnt im Mittelalter: In jener Zeit gab es strenge Kleiderordnungen für die jeweiligen gesellschaftlichen Schichten. So waren zahlreiche kräftige und auffällige Farben – wie Rot, Goldgelb, Orange und auch Grün – dem Adel vorbehalten. Diese Farben mussten extra gemischt werden und hatten daher auch einen stolzen Preis. Auf diese Weise konnte der Adel seinen Wohlstand für jedermann sichtbar zur Schau stellen. Die einzigen Farben, die nicht für den Adel bestimmt waren: Schwarz und Blau. Da aber in der Regel nur Priester schwarz gekleidet waren, entwickelte sich das Blau zur Alltagsfarbe für Bürger, Bauern und vor allem Arbeiter. Als der praktische Arbeitsoverall für die überwiegend männlichen Arbeiter in Mode kam, stellte sich die Frage nach der Farbe eigentlich gar nicht mehr – und so war der Blaumann geboren. Heutzutage ist nur noch der Name geblieben, denn der Blaumann ist mittlerweile in zahlreichen unterschiedlichen Farben erhältlich … darunter aber natürlich auch Blau.

Früher waren Blaumänner ganze Oberalls, heute verwendet man den Begriff eher im Bezug auf blaue Latzhosen.

Rechtliche Farb-Vorgaben

Für persönliche Schutzausrüstung werden viele unterschiedliche Farben eingesetzt. Dabei haben natürlich Signalfarben in einigen Bereichen besondere Bedeutung. Viele kennen das Thema am ehesten von der Warnweste im Auto – aber Warnweste ist nicht gleich Warnweste: Seit dem Jahr 2013 gibt es eine neue internationale Norm DIN EN ISO 20471:2013-09, die die Leistungsanforderungen an Farbe und Reflektoren genau festlegt. Zusätzlich ist darin exakt geregelt, welche Mindestfläche und Anordnung die Reflektoren besitzen müssen, um einen Qualitätsstandard für Warnwesten zu schaffen und so Sicherheit zu garantieren. Übrigens: Die Trage- und/oder Mitführpflicht von Warnwesten im Auto ist von Land zu Land unterschiedlich. Bei Missachtung können hohe Geldstrafen drohen. Informieren Sie sich am besten vor Ihrer nächsten Reise, welche Regelungen wo gelten – zum Beispiel bei der DEKRA.

Warnwesten gibt es mittlerweile auch mit aktiven Leuchtstreifen (Art.: 17255)

Auch im Bereich der Lebensmittelverarbeitung gibt es strenge rechtliche Vorgaben für PSA. Besonders wichtig ist dabei die Farbgebung der eingesetzten Handschuhe und des Gehörschutzes: Diese müssen blau sein, da Blau die einzige Farbe ist, die auf natürlichem Weg nicht in Lebensmitteln vorkommt. So ist gewährleistet, dass man leicht erkennen kann, wenn ein Teil der Schutzausrüstung als Fremdkörper versehentlich in den Lebensmitteln landet. 

Blauer Gehörschutz ist nicht leicht zu übersehen.

Wie Farben auf uns Wirken

Fühlen Sie sich manchmal durch bestimmte Farben in Ihrem Denken beeinflusst? Nein? Dass Sie sich da mal nicht täuschen … Wussten Sie zum Beispiel, dass bei grünem Licht die Zeit subjektiv schneller vergeht? Oder dass Frauen in roter Kleidung attraktiver auf Männer wirken? Auch beim Lernen können uns Farben helfen, denn farbige Inhalte lassen sich deutlich besser merken als langweilige schwarze Textwüsten. Farben können uns auch manipulieren: Sie können Gefühle wecken, Stimmungen erzeugen oder unsere Gemütslage verändern – und uns sogar in unseren Entscheidungen beeinflussen.

Die Unterteilung in „warme“ und „kalte“ Farben kennt jeder vermutlich noch aus dem Kunstunterricht, aber sie spielt auch bei der Wahl unserer Kleidung eine Rolle: Es macht einen Unterschied, ob wir das T-Shirt in Blau oder Orange tragen. Kalte Farben erzeugen tendenziell ein Gefühl von Kälte, aber auch von Distanz. Warme Farben hingegen wirken hell und freundlich, und damit in gewissem Maße auch anziehend. Der Grund, warum bei persönlicher Schutzausrüstung häufig kalte Farben zum Einsatz kommen, ist jedoch kein psychologischer, sondern ein eher pragmatischer: Sie sind unauffälliger und weniger schmutzanfällig. 

Lassen Sie ruhig mal den Unterschied zwischen den warmen und den kalten Farben auf sich wirken.

Weiße Laborkittel strahlen Kompetenz aus.

Hinter diesem Sprichwort steckt so manch ein interessanter Aspekt: Laut einer neuen Studie etwa soll das Tragen eines weißen Kittels die geistigen Fähigkeiten steigern und unsere Konzentration verbessern. Außerdem wirken gut gekleidete Lehrer, Therapeuten oder Geschäftspartner kompetenter als jemand, der allzu leger gekleidet ist. In vielen Bereichen ist deshalb auch unauffällige Schutzausrüstung gefragt – etwa bei Stewardessen, die gerne zu hautfarbenem Gehörschutz greifen, oder bei Teamleitern, die in modischen Business-Sicherheitsschuhen zwischen Meetings und Produktionsstätte hin und her wechseln. 

Was wir tragen, beeinflusst aber nicht nur unser Gegenüber, sondern auch uns selbst: Nicht grundlos ist es in vielen Call-Centern oder Telefonbereichen üblich, dass die Mitarbeiter Anzüge und Kostüme tragen – denn formell gekleidete Personen denken ganzheitlicher und abstrakter, sind unterm Strich also meist professioneller. Außerdem treten nach Ansicht des Psychologen Abraham Rutchick und dessen Kollegen von der California State University Anzugträger in Geschäftsverhandlungen dominanter und erfolgreicher auf als Menschen in Alltagskleidung.

Damit ist alles gesagt?

Vielleicht denken Sie in Zukunft noch ausführlicher über ihre Farb- und Kleiderauswahl nach, denn wie eben gelernt kann das großen Einfluss auf Sie selbst und auf Andere haben. Lesen Sie unbedingt auch den ersten Beitrag aus unserer Serie, um zu erfahren, welche Funktionen Farben im Arbeitsschutzumfeld sonst noch erfüllen … und ob Sie’s glauben oder nicht: Wir haben noch viel mehr über PSA und ihre Farben zu sagen – so viel, dass es bald noch einen weiteren Blogbeitrag zu diesem Thema geben wird. Schauen Sie bald wieder hier vorbei, um die Fortsetzung nicht zu verpassen!