Das war die A+A 2015!

Mehr als 65.000 Besucher und 1.887 Aussteller aus 57 Nationen machen die 30. A+A zur weltweit wichtigsten und führenden Plattform für Hersteller aus dem Bereich Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Damit ist die alle zwei Jahre stattfindende Messe in Düsseldorf auch die bedeutendste für die uvex safety group. Wissen Sie eigentlich, wie ein uvex Stand auf der A+A aussieht? Welche Innovationen werden dort ausgestellt? Und was bekommt man überhaupt alles bei einem Messebesuch mit?

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PSA als Lebensretter bei Störlichtbögen

Störlichtbogen-Unfälle treten laut Unfallstatistik glücklicherweise eher selten auf. Im Falle eines Falles ist jedoch das Leben von nahestehenden Personen akut in Gefahr. Unsere Expertinnen für Schutzbekleidung bei uvex safety textiles in Ellefeld, Petra Brückner (Leiterin der Produktentwicklung) und Susen Lemnitzer (technische Projektmanagerin), kennen die Risiken – und wissen, wie sich diese minimieren lassen.

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Bewegungsabläufe korrigieren mit sensomotorische Einlagen in Sicherheitsschuhen

Mit sensomotorischen Einlagen lassen sich Bewegungsfehler korrigieren und Schäden am Bewegungsapparat vermeiden. Wie aber funktioniert das genau? Woher bekomme ich solche Einlagen? Und kann ich die auch in meinen Sicherheitsschuhen verwenden?

Um das Thema sensomotorische Einlagen zu verstehen, müssen wir verstehen, wie das menschliche Gehirn sich wiederholende motorische Abläufe lernt – allen voran das Laufen. Ein kleiner Exkurs in die Humanbiologie.

Laufen ist ein immens komplexer Prozess: Gleichgewichtsinformationen aus dem Ohr, optische Informationen vom Auge und Informationen über die Bodenbeschaffenheit von den Füßen werden über das zentrale Nervensystem ans Gehirn übermittelt. Das interpretiert diese Informationsflut und veranlasst umgehend eine Vielzahl an Muskeln dazu, sich zusammenzuziehen oder zu entspannen. Diese teils minimalen Muskelaktivitäten wirken sich unmittelbar auf den gesamten Bewegungsapparat aus: Knochen, Sehnen, Bänder und Gelenke werden so in Position gebracht, dass sich der Körper vorwärtsbewegt, ohne dabei umzufallen. Das alles geschieht in Bruchteilen von Sekunden und tausendfach während nur eines Schritts.

Was kann beim Laufenlernen schiefgehen?

Entsprechend schwierig ist es, das Laufen überhaupt erstmals zu erlernen. Alle Rückmeldungen, die über das zentrale Nervensystem ans Gehirn gegeben werden, fließen in ein individuelles Ablaufprogramm, das durch wiederholte Anwendung irgendwann erlernt und in Zukunft – das entsprechende Muster aus Nervenreizen vorausgesetzt – automatisch ausgeführt wird.

Wird der Bewegungsablauf während dieser Lernphase aus irgendeinem Grund fehlerhaft ausgeführt, wird der Fehler ebenfalls miterlernt – und demzufolge in alle zukünftigen Ausführungen integriert. Mit verheerenden Auswirkungen: Oft treten nach Jahren der „schlechten“ Bewegungen Schäden an Kniegelenken, dem Becken oder der Wirbelsäule auf, die nur schwer orthopädisch zu behandeln sind. Auch Beschwerden im Bereich des Rückens, des Nackens oder sogar des Kiefers sind nicht selten.

uvex Nacken Schuh Einlagen

Doch es gibt Hoffnung: Auf demselben Weg, auf dem das falsche Laufen ursprünglich erlernt wurde, lässt es sich auch wieder korrigieren. Spezielle Schuheinlagen, sogenannte sensomotorische Einlagen, senden beim Laufen gezielt Impulse ans zentrale Nervensystem, die wiederum das Gehirn dazu veranlassen, korrigierende Muskelkontraktionen anzuregen. Durch konsequente Anwendung können auf diese Weise einmal falsch erlernte Bewegungsmuster wieder überschrieben und nachhaltig ausgebessert werden.

Wie können individuelle Einlagen die Bewegung korrigieren?

Logischerweise sind antrainierte Bewegungsfehler extrem individuell – und ebenso individuell muss auch die sensomotorische Einlage sein. Der orthopädische Schuhmacher analysiert dazu das Geh- und Stehverhalten der Betroffenen, um eine exakt auf die jeweilige Person passende Einlage anfertigen zu können. Er nutzt also das ureigene Reiz- beziehungsweise Lernverhalten des Menschen, um eine Stellungskorrektur zu provozieren. Das ist ein laufender Prozess: Bei fortschreitender „Umprogrammierung“ muss der Schuhmacher immer wieder nachbessern und die Einlage auf die sich langsam verändernde Situation neu einstellen.

uvex Fuß Schuh Einlagen

 

Geht das auch mit Sicherheitsschuhen?

Bei der Verwendung von sensomotorischen, aber auch allen anderen Einlagen in Sicherheitsschuhen erlischt in der Regel der vom Schuhhersteller garantierte Fußschutz. Glücklicherweise gibt es aber Ausnahmen: Wir bei uvex arbeiten mit einer Vielzahl an Systempartnern zusammen, die für uns Ihren individuellen Bedarf ermitteln. Gemeinsam mit diesen orthopädischen Fachbetrieben fertigen wir dann die für Sie passende Einlage an. Wir als Hersteller garantieren dabei, dass mit dieser Einlage der vollständige Schutz Ihres Sicherheitsschuhs der Marke uvex erhalten bleibt – und das bis hin zur eventuell vorhandenen ESD-Fähigkeit.

 

uvex Sensomotorische Einlagen Sicherheitsschuhe

 

Für weitere Fragen zum Thema stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung – nutzen Sie einfach den Kommentarbereich.

ESD-Antistatique

Der Unterschied zwischen Antistatik und ESD am Beispiel von Sicherheitsschuhen

Nicht nur wenn es um Sicherheitsschuhe geht, werden die Begriffe „ESD“ und „Antistatik“ regelmäßig durcheinandergebracht. Während das Eine zwar im Anderen enthalten ist, sind Rückschlüsse in die umgekehrte Richtung oft falsch – und obwohl es in beiden Fällen um den Durchgangswiderstand geht, unterscheiden sich beide Themen doch grundlegend. Verwirrt? Keine Sorge, wir bringen Licht ins Dunkel!

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Die richtige Scheibentönung für den vollen Durchblick im Wald

In der Wald- und Forstwirtschaft liegen wetterbedingt oft unterschiedliche Lichtbedingungen vor, weshalb hier neben den klassischen Arbeitsschutzbrillen mit farbloser Scheibe auch unterschiedliche Scheibentönungen Anwendung finden.

Im nachfolgenden Beitrag stellt Prof. Dr. Bombosch die Anwendungen und Vorteile von getönten Arbeitsschutzbrillen für die Wald- und Forstwirtschaft vor. Die positiven Eigenschaften von speziell getönten Scheiben lassen sich jedoch auch auf viele andere Branchen und Berufsfelder übertragen, bei welchen ähnlich wechselnde oder unzureichende Lichtbedingungen vorliegen.

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Eine neue Elektrostatik-Prüfnorm für Schutzhandschuhe

Ein paar offensichtliche Auswirkungen elektrostatischer Aufladungen kennt jeder: Zu Berge stehende Haare sind in der Nähe von Plastikrutschen oder Luftballons keine Seltenheit – gleiches gilt für den gelegentlichen elektrischen Schlag beim Schließen von Autotüren. Weniger harmlos hingegen sind derartige Auf- und Entladungen, wenn elektronische Bauteile im Spiel sind oder wir uns in einem explosionsgefährdeten Bereich in der Industrie befinden. Eine neue Norm für Schutzhandschuhe regelt jetzt diesbezügliche Grenzwerte und Prüfbedingungen.

Für persönliche Schutzausrüstung gibt es eine Menge Vorschriften, Regeln und Normen. Soll ein Handschuh etwa vor mechanischen Risiken schützen, so sind die Kriterien für eine entsprechende Zertifizierung in der Industrienorm DIN EN 388:2003 festgehalten. Geht es um chemische Risiken, so greift die Norm DIN EN 374:2003. Zum Thema Elektrostatik oder Brand- und Explosionsgefahr gab es in der Vergangenheit keine verbindliche Norm. Die Technische Regel für Betriebssicherheit TRBS 2153 gibt zwar vor, dass in explosionsgefährdeten Bereichen der Zonen 0, 1, 20 und 21 der Durchgangswiderstand eines Handschuhs kleiner als 100 Megaohm (108 Ω) sein müsse, beinhaltet aber keine Beschreibung von entsprechenden Prüfverfahren und -kriterien. Seit dem ersten Juli 2014 gibt es nun endlich die Norm DIN EN 16350:2014, die die elektrostatischen Eigenschaften für Schutzhandschuhe behandelt.

 

Was beinhaltet die Norm?

In der DIN EN 16350:2014 sind Prüfbedingungen und Mindestanforderungen für die elektrostatischen Eigenschaften von Schutzhandschuhen wie folgt festgelegt:

  • Der Durchgangswiderstand muss kleiner 100 Megaohm sein (Rv < 1,0 x 108 Ω).
  • Geprüft wird der Durchgangswiderstand Rv nach DIN EN 1149-2:1997.
  • Die Prüfatmosphäre zur Bestimmung des Durchgangswiderstands muss sich zusammensetzen aus einer Lufttemperatur von 23 ± 1 °C und einer relativen Luftfeuchte von 25 ± 5 %.
  • Es werden fünf Proben gemessen und jeder einzelne Messwert muss den Grenzwert einhalten.

 

Wie steht es mit ESD-Anforderungen?

Tatsache ist: Es gibt derzeit keine ESD-Norm und damit auch keine zulässige ESD-Kennzeichnung für Schutzhandschuhe, so wie man sie zum Beispiel aus dem Kleidungs- oder Schuhbereich kennt. Dort uvex ESD-Siegelgreift die Norm DIN EN 61340-5-1, die aber NICHT auf Schutzhandschuhe anwendbar ist – auch wenn man im Handel das ein oder andere ESD-Siegel auf Handschuhen finden kann. Nichtsdestotrotz können Handschuhe, die nach der neuen Elektrostatik-Norm geprüft und zertifiziert wurden, bedenkenlos in Bereichen verwendet werden, die ESD-Produktschutz erfordern.

 

Worin unterscheiden sich die elektrostatischen Normen DIN EN 16350, DIN EN 1149-1 und DIN EN 61340-5-1 im Einzelnen?

  Schutzhandschuhe Schutzkleidung ESD-Schutzausrüstung
Norm: DIN EN 16350 DIN EN 1149-1 DIN EN 61340-5-1
Name: Schutzhandschuhe – elektrostatische Eigenschaften Schutzkleidung –elektrostatische Eigenschaften Teil 1: Prüfverfahren für die Messung des Oberflächenwiderstandes Elektrostatik Teil 5-1: Schutz von elektronischen Bauelementen gegen elektrostatische Phänomene
Gültigkeit: Arbeitsschutz Arbeitsschutz Produktschutz
Gemessene Größe: Durchgangswiderstand Oberflächenwiderstand abhängig von der Probe (z. B. Durchgangswiderstand für Schuhe, Oberflächenwiderstand für Kleidung)
Grenzwert: R < 1,0 x 108 Ω R < 5,0 x 1010 Ω verschiedene Anforderungen:
z. B. Schuhwerk:
7,5 x 105 Ω < R < 3,5 x 107 Ω
z. B. Kleidung:
R < 1,0 x 109 Ω
Prüfatmosphäre: Lufttemperatur: 23 ± 1 °C; relative Luftfeuchte: 25 ± 5 % Lufttemperatur: 23 ± 1 °C; relative Luftfeuchte: 25 ± 5 % unterschiedlich, je nach Probe (Schuhe, Kleidung, Böden, Arbeitsflächen etc.)
Messungen: 5 Proben; jede muss den Grenzwert einhalten 5 Proben; geometrischer Mittelwert muss den Grenzwert einhalten unterschiedlich, je nach Probe (Schuhe, Kleidung, Böden, Arbeitsflächen etc.)
Kennzeichnung/
Piktogramm:
keine Kennzeichnung Kennzeichnung mit Piktogramm
uvex en 1149
Kennzeichnung mit ESD-Piktogrammuvex ESD-SiegelVorsicht: Gilt nicht für Schutzhandschuhe!

 

Welche Anwendungsbereiche kommen für zertifizierte Schutzhandschuhe in Frage?

Einsatzgebiete für Handschuhe, die nach DIN EN 16350:2014 geprüft wurden, können unter anderem explosionsgefährdete Bereiche wie zum Beispiel Raffinerien sein. Durch die hohe Leitfähigkeit der Handschuhe kann dort eine elektrostatische Aufladung beim Träger effektiv vermieden werden, sofern die entsprechende Erdungskette – bestehend aus Handschuh, Schutzkleidung, Schuh und Boden – gewährleistet ist.

Negative Auswirkungen hat eine ungewollte elektrostatische Entladung  auch bei der Herstellung und Montage von empfindlichen Produkten wie etwa Elektronik-Bauteile, die durch eine solche Entladung nachhaltig beschädigt oder sogar zerstört werden können. Auch für diesen Einsatzbereich eignen sich Schutzhandschuhe, die nach DIN EN 16350:2014 geprüft sind.

 

Gibt es zertifizierte Handschuhe auch von uvex?

uvex rubiflex ESD safety glove
uvex rubiflex ESD

Mit dem eigens entwickelten uvex unipur carbon reagiert uvex auf die neue Schutznorm bezüglich elektrostatischer Eigenschaften. Der Schutzhandschuh für den leichten Arbeitseinsatz erfüllt alle in der Norm vorgeschriebenen Grenzwerte und Bestimmungen – bei gleichzeitig hervorragendem Tastgefühl und Klimakomfort. In den nächsten Wochen wird auch noch der ableitfähige Chemikalienschutzhandschuh uvex rubiflex ESD folgen, welcher sich derzeit im Prozess der Zertifizierung befindet. Der uvex rubiflex ESD ist optimal geeignet für Lackierereien, die Farb- und Druckindustrie sowie für die Öl- und Chemieindustrie.

 

uvex unipur carbon

Lärm ist lästig – und eine Gefahr für Ihre Gesundheit!

Rund die Hälfte der Menschen in Deutschland fühlt sich durch Straßenverkehrslärm gestört – das besagt eine Umfrage aus dem Jahr 2012. Rechnet man noch die Industrie, den Rasenmäher in der Nachbarschaft, Flugzeuge und andere Geräuschquellen hinzu, wird deutlich, dass Lärm ein allgegenwärtiges, gesamtgesellschaftliches Problem ist. Das Center for Hearing and Communication (CHC) hat deshalb den 29. April zum International Noise Awareness Day ausgerufen – der auch hierzulande regelmäßig unter der Schirmherrschaft der Deutschen Gesellschaft für Akustik (DEGA) als Tag gegen den Lärm mitbegangen wird. Wir nehmen diesen Tag zum Anlass, uns etwas eingehender mit dem Thema „Lärm“ zu beschäftigen.

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