Welttag des Hörens 2019 – Berufskrankheit „Lärmschwerhörigkeit“

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Jedes Jahr am 3. März informiert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Rahmen des Internationalen Welttag des Hörens über die Bedeutung des guten Hörens und die Wichtigkeit von Prävention. Gemäß unserer Mission „protecting people – Menschen schützen“ sorgt uvex auch für den Schutz des Gehörs – an jedem Tag im Jahr.

Unser Hörsinn hat die Aufgabe, Geräusche von außen an unser Gehirn weiterzureichen. Ist seine Funktionalität gestört – etwa durch Lärmschwerhörigkeit –, kann das unangenehme bis schlimme Folgen auf folgende Bereiche haben:

  • Informationsaustausch
  • Warnungs-/Alarmierungsfunktion
  • Emotionale Wahrnehmung
  • Räumliche Orientierung
  • Soziale Funktion

Details zu den möglichen Störungen finden Sie unter:
Wie ist unser Ohr aufgebaut und wie funktioniert Hören eigentlich

 

Hören am Arbeitsplatz –
Berufskrankheit „Lärmschwerhörigkeit“

Das Hören ist auch im Arbeitsschutz ein wichtiger Bestandteil und das Gehör muss vor Lärm am Arbeitsplatz unbedingt geschützt werden. Doch leider hält Lärmschwerhörigkeit seit Jahren eine Spitzenposition unter den anerkannten Berufskrankheiten. Lärmschwerhörigkeit entsteht meist schleichend und ohne Schmerzen.

Permanenter Lärm am Arbeitsplatz erzeugt, zum Teil unterbewusst, Stress bei den Mitarbeitern. Stresssituationen stellen eine zusätzliche Risikoquelle dar und führen zur Minderung der Konzentrationsfähigkeit – dies kann sich negativ auf die Arbeitsleistung auswirken.

Die Gefahr für das Gehör und die Notwendigkeit, den Hörsinn zu schützen, wird oft zu spät erkannt. Erst von Schwerhörigkeit Betroffene wissen um die Bedeutung eines guten Hörvermögens – dies zu schützen und zu erhalten, muss also höchste Priorität haben.

 

Höchste Schutzkategorie für Gehörschutz

Das Europäische Parlament hat beschlossen, dem Gehörschutz in der Verordnung zur Persönlichen Schutzausrüstung eine größere Wichtigkeit einzuräumen. Die neue PSA-VO (EU) 2016/425 stuft Gehörschutz in die höchste Schutzkategorie III ein.

Die höchste Schutzkategorie III umfasst ausschließlich Risiken, die zu schwerwiegenden Folgen wie Tod oder zu irreversiblen Gesundheitsschäden führen können. Lärm zählt zu diesen Risiken.

Durch die neue Einstufung ergeben sich Konsequenzen für die jeweiligen Anwender. Für Schutzausrüstung der Kategorie III sind Unternehmen verpflichtet, ihre Beschäftigten praktisch zu unterweisen.

Inhalte dieser Unterweisung sind zum Beispiel:

  • Art der Gefährdung
  • sachgerechte Verwendung der Schutzausrüstung
  • ordnungsgemäße Handhabung der Schutzausrüstung
  • Hinweise zum Erkennen möglicher Gefährdung

Alle uvex Gehörschutzprodukte unterliegen dieser Risikokategorie und schützen vor den Risiken von schädlichem Lärm.
Gerne unterstützen und beraten wir Sie zur Durchführung Unterweisung Ihrer Mitarbeiter, sprechen Sie uns gerne an.

 

uvex bietet Gehörschutz für jede Situation und jeden Lärmpegel

Lärm schädigt schleichend und schmerzfrei. Daher entwickeln wir Gehörschutz für jede Situation und jeden Lärmpegel, wobei Sprachwahrnehmung und Signalerkennung nach wie vor möglich sind. Wie aber finden Sie heraus, welcher Gehörschutz der richtige für Sie ist?

 

Gehörschutz-Guide

Der uvex Gehörschutz-Guide fasst alles Wissenswerte rund um das Thema und Gehörschutz übersichtlich zusammen und hilft Ihnen, die für Sie relevanten uvex Gehörschutz-Produkte zu finden.

Zum Gehörschutz-Guide (PDF)

 

uvex Dezibel App für iPhone

Mit der uvex Dezibel App finden Sie jederzeit und überall den passenden Gehörschutz. Einfach Lautstärke messen und sich den für die aktuelle Situation passenden Kapsel- oder Stöpselgehörschutz empfehlen lassen.

uvex Dezibel App kostenlos bei iTunes laden

 

 

Gehörschutz-Berater

Um den passenden Gehörschutz für Ihren Arbeitsbereich zu ermitteln, können Sie gleich online unser uvex Gehörschutzrad ausprobieren. Es zeigt Ihnen – basierend auf dem Lärmpegel Ihres Arbeitsplatzes – den geeigneten Gehörschutz an.

Zum Gehörschutzrad

 

Individuell angepasster Gehörschutz (Otoplastiken)

Jeder Gehörgang ist in Form und Größe anders beschaffen und so individuell wie ein Fingerabdruck. Für höchsten Tragekomfort und größtmögliche Akzeptanz durch den Trägerempfehlen wir eine individuell angepasste Otoplastik.

 

Funktionsprüfung von Otoplastiken

In der Präventionsleitlinie „Einsatz von Gehörschutz-Otoplastiken“ definiert die DGUV eine Funktionsprüfung. Um die Schutzwirkung der Gehörschutz Otoplastiken zu gewährleisten, wird eine Dichtigkeitsprüfung der Otoplastik am Ohr durchgeführt (Funktionskontrolle).

Die Schutzwirkung ist dann gesichert, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • fachgerechte Funktionskontrolle vor der ersten Verwendung
  • wiederkehrende Funktionskontrolle im Abstand von höchstens drei Jahren

Die Funktionskontrolle wird mit einem speziellen Kopfhörer und einer Tonaudiometrie durchgeführt. Die vom Hersteller definierten Messverfahren und die jeweiligen Grenzwerte der Otoplastiken sind hierbei anzuwenden.

uvex bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, die Funktionskontrolle in Ihrem Unternehmen durchzuführen.

Zur Terminierung der Funktionskontrollen für uvex high-fit Otoplastiken wenden Sie sich bitte direkt an Ihren uvex Ansprechpartner.

Unser Beratungsteam für Otoplastiken im Innendienst erreichen Sie:

Innerhalb Deutschland kostenfrei:
Telefon: 0800  8839686
Fax: 0800  6644895
E-Mail: high-fit@uvex.de

Für Österreich:
Telefon: +49 911 9736-1433
Fax: +49 911 9736-1679
E-Mail: high-fit@uvex.de

 

 

 

2 thoughts to “Welttag des Hörens 2019 – Berufskrankheit „Lärmschwerhörigkeit“”

  1. Hallo, ich trage beiderseits Hörgeräte(annerkannte Lärmschwerhörigkeit) und eine Brille. Mein AG hat mir nun einen Arbeitsplatz zugewiesen, wo dauerhaft ca. 70 Dezibel Lärm anliegen, stoßweise auch darüber. Als „Schutzmaßnahme“ habe ich UVEX X Kapselgehörschützer bekommen.
    Ist diese Kombination von Hörgerät und Kapselung zulässig?

    1. Hallo Herr Korczak,

      vielen Dank für Ihren Kommentar.

      Generell ist eine Trageplicht in der Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung (LärmVibrationsArbSchV) geregelt
      Und zwar muss der Arbeitgeber einen Gehörschutz ab 80 dB zur Verfügung stellen, und ab 85 dB besteht sogar Tragepflicht!

      Somit fällt bei Ihnen keinerlei Tragepflicht an und der Arbeitgeber ist zu nichts verpflichtet.
      Den zu Verfügung gestellten Gehörschutz erhalten Sie anscheinend komplett freiwillig.

      Generell sollte Sie aber Ihren Akustiker kontaktieren, denn es kann zu einer akustischen Rückkopplung des Hörgerätes führen.
      Der Akustiker hat die Möglichkeit das Hörgerät für diesem Anwendungsfall zu optimieren.

      Ich hoffe, dass ich Ihnen weiterhelfen konnte.

      Beste Grüße
      Thomas Schmitt
      uvex safety Social Media Team

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