Mein Name ist Sebastian Erner und ich bin der Ausbildungsleiter der BRK Rettungshundestaffel Fürth. Seit 9 Jahren bin ich in einer Rettungshundestaffel tätig.

Such und hilf: Rettungshunde und Rettungsführer im Einsatz

Wir, die Rettungshundestaffel des BRK Fürth, haben beinahe täglich Schutzausrüstung im Gebrauch. Je nach Einsatzgebiet werden verschiedene Maßnahmen zum Eigenschutz verwendet.

Hier gibt es z.B. die Flächensuche. Eine Suche des Hundeführers mit seinem Hund, welche sich überwiegend in Wald- und Wiesengebieten abspielt.
Hierbei ist festes Schuhwerk unabdinglich. Je nach Bewuchs der Fläche, sind ebenso Schutzbrille, die passenden Handschuhe sowie ein Schutzhelm,
erforderlich.

Eine weitere Art der Suche ist die Trümmersuche. Hierbei ist zu jedem Zeitpunkt ein volles Arsenal der persönlichen Schutzausrüstung zu benutzen.
Ohne diese, wird man vom zuständigen Einsatzleiter nicht in die Nähe des Geschehens gelassen. Das bedeutet, Sicherheitsschuhe der Klasse S3, ein Schutzhelm mit Kinnriemen sowie Handschuhe sind unbedingt zu tragen. Hierbei haben sich die Helme der Firma uvex durch ihren Tragekomfort ausgezeichnet. Die Sicherheitsschuhe des Modelltypen quattro der Marke uvex sind ebenso schon seit einigen Jahren im Gebrauch und bewehren sich noch immer.

Die letzte Art der Menschensuche, welche wir in Fürth und Umgebung ausbilden, ist das Mantrailing. Hierbei sind die Suchen auf größten Teils städtischen bzw. innerörtlichen Bereich begrenzt. Da man sich direkt hinter seinem Hund befindet und dieser immer an der Leine geführt wird, benötigt man unbedingt folgendes: Man kann sich gerne eine Hundeleine nehmen und diese durch seine Finger gleiten lassen. Dann bekommt man schnell mit, dass man diese Tätigkeit niemals ohne Handschuhe ausüben sollte! Hierbei sind besonders die Handflächen der Handschuhe extrem belastet. Eine Suche des Teams Mantrailer, kann sich gut und gerne mal über mehrere Kilometer hin ziehen.
Auf diesem Weg befindet sich die Leine, zwischen Hund und Mensch, meist auf Spannung, da der Hund seinem Herrchen zeigen muss, wo die vermisste Person gelaufen ist. Da müssen die Schuhe perfekt sitzen und einiges aushalten, um dem Hundeführer keine Blasen am Ende des Tages zu bescheren.

Erfolgreich in die Zukunft

In Zukunft wollen wir weiterhin eine gute Leistung in Sachen Menschenrettung erbringen und uns qualitativ stetig verbessern.
Wöchentlich werden insgesamt zwischen 4 und 6 Trainingseinheiten der Rettungshundestaffel absolviert und ständig auch mit anderen Organisationen, wie z.B. der Wasserwacht, der Bergwacht und anderen Rettungshundestaffeln sowie Rettungsdiensten zusammen gearbeitet.

Neben der Firma uvex wurden wir schon durch die Tierstiftung Schantin mit Mitteln in Form von Sachwerten unterstützt, welche dem Wohl und der Erleichterung der Hunde zugute kommen. Da alles in einem Ehrenamt stattfindet, kann man immer wieder dankbar sein Unternehmen an seiner Seite zu haben, welche uns durch Sachwerte unter die Arme greifen. Auch diese tragen zur Personensuche jedes einzelnen Vermissten bei.

Das BRK hat in Bayern aktuell 39 Rettungshundestaffeln mit über 100 Rettungshundeführern. Die BRK Rettungshundestaffel in Fürth wurde 2008 gegründet und hat seit dem einen stetig wachsenden qualitativen, sowie höchst professionellen Status in der Rettungshundearbeit erreicht.

Die Rettungshundearbeit ist ein rein ehrenamtliches Arrangement der Teilnehmer. Unsere Staffel besteht momentan aus 11 Hundeführern mit insgesamt 12 Hunden und genauso wichtigen Helfern. Ohne diese, wäre eine Ausbildung oft unmöglich.

Wir wollen uns auf diesem Weg bei einigen Unterstützern bedanken und sind für jede weitere Zusammenarbeit immer offen.