Wie sicher ist sicher – Prüfverfahren bei uvex

Wie sicher ist sicher? Ein Blick ins Prüflabor in Ellefeld – Teil 2

Persönliche Schutzausrüstung soll vor allem eines sein: sicher. Wie aber können wir gewährleisten, dass unsere Produkte die notwendigen Sicherheitskriterien auch tatsächlich erfüllen? Mit ausgiebigen Materialprüfungen.

Unser Textilprüflabor bei UVEX SAFETY Textiles in Ellefeld haben wir in den letzten Jahren kontinuierlich erweitert. Einen ersten Einblick in unsere Testausstattung erhalten Sie in Teil 1 dieser Beitragsserie – seit Kurzem verfügen wir nun auch über eine Brennprüfeinrichtung nach DIN EN ISO 15025 und einen Coupetester zur Bestimmung der Schnittfestigkeit nach EN 388.

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uvex sportstyle-antireflet

Entspiegelte Schutzbrillenscheiben als Problemlöser bei anspruchsvollen Lichtverhältnissen

Schutzbrillen sind üblicherweise mit Beschichtungen ausgestattet, die frühzeitiges Beschlagen oder Verkratzen der Scheibe verhindern sollen. Gerade in Bereichen mit hoher Luftfeuchtigkeit oder bei körperlich anstrengenden Arbeiten wie zum Beispiel in der Papier- oder auch Lebensmittelindustrie, ist eine beschlagfreie Beschichtung besonders wichtig. Bei Arbeiten mit hoher Staubbelastung etwa auf der Baustelle ist eine gute kratzfeste Beschichtung erforderlich, damit die mit Staub verschmutzte Scheibe auch nach einer Reinigung nicht verkratzt ist. Dadurch erhöht sich der Tragekomfort für den Träger der Schutzbrille, welcher sich somit auf das Wesentliche – seine Arbeit – bestmöglich konzentrieren kann.

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Das Augenlicht ist schützenswert.

Das Auge ist unser wichtigstes und gleichzeitig empfindlichstes Sinnesorgan. Ca. 85 – 90 % aller Wahrnehmungen erfolgen über unsere Augen. Die natürlichen Schutzfunktionen wie Wimpern, Tränenfluss, Augenlider und Lidschlussreflex reichen in der Arbeitswelt nur selten aus.

Sind die am Arbeitsplatz auftretenden Risiken nicht völlig durch technische oder arbeitsorganisatorische Maßnahmen auszuschließen, ist eine einzusetzende persönliche Schutzausrüstung (PSA) notwendig. Nach der europäischen Gesetzgebung ist der Arbeitgeber verpflichtet, die Gefährdung im Arbeitsumfeld zu analysieren und, wo erforderlich, den Mitarbeitern Augenschutz kostenfrei zur Verfügung zu stellen.
Die Normen für Persönliche Schutzausrüstung (PSA) werden durch die europäische Richtlinie 89/686/EWG festgelegt – die Richtlinien für Augenschutzprodukte fallen unter die EN 166. Sie soll dem Unternehmer Hilfestellung bei der Umsetzung seiner Pflichten aus staatlichen Arbeitsschutzvorschriften oder Unfallverhütungsvorschriften geben, sowie Wege aufzeigen, wie Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren vermieden werden können.

Alle nach diesen Richtlinien getesteten Produkte werden verschiedenen Gefahren in Industrie, Labors, Schulen und Universitäten, usw. ausgesetzt, die potenziell das Auge schädigen oder die Sehfähigkeit beeinträchtigen können. Beispielsweise muss jeder persönliche Augenschutz, der auf der beschichteten Sichtscheibe nach „K“ und „N“ gekennzeichnet ist, die Vorgaben der Norm EN 166 ff. erfüllen. (siehe Bild)
Kennzeichnung_Scheibe_D

 

Was bedeuten die Kennzeichnungen K und N?

Kennzeichnung K

Arbeitsbereiche mit einer hohen  Schmutz- und Staubbelastung erfordern ein hohes Kratzfestverhalten des Produktes. Die sogenannte Prüfung der Beständigkeit der Oberfläche gegen Beschädigung durch kleine Teilchen wird mit Hilfe eines Sandrieseltest durchgeführt und findet wie folgt statt:

  • Scheibe auf einen Drehteller befestigen
  • 3 kg natürlicher Quarzsand werden bei Raumtemperatur (23 °C) von einer Höhe von ca. 1,65 m auf den Hauptdurchblickspunkt der Proben gerieselt
  • Anschließend wird die Lichtstreuung der Proben gemessen. < 5 = K

Trägt eine Schutzbrille die Kennzeichnung K, so wird diese gemäß der Norm EN 168 als beständig gegen Beschädigung durch kleine Teilchen bezeichnet und hat einen reduzierten Leuchtdichtekoeffizient von 5 nicht überschritten.

 

Typische Branchen, die diese Anforderungen stellen sind:

  • Stahlindustrie
  • Bergbau
  • Baustoffindustrie
  • Baugewerbe

 


Kennzeichnung N

Arbeitsbereiche mit einer hohen  Luftfeuchtigkeit und lang anhaltender Beschlagsbelastung erfordern höchste Ansprüche an das Produkt. Die Prüfung der Beständigkeit von Sichtscheiben gegen Beschlagen wird mit Hilfe eines Wasserbades durchgeführt und findet wie folgt statt:

 

Vorbereitung

  • Scheibe 1-2 Stunden in destilliertem Wasser lagern -> Abtupfen
  • 12 Stunden bei Raumtemperatur (23°C) und 50% Feuchte konditionieren

 

Durchführung

  • Wasserbad auf 50°C erwärmen (Umgebung: Raumtemperatur)
  • Sichtscheibe über die Öffnung anbringen
  • Messbar durch Änderung (>20%) des Transmissionsgrades eines eingeleiteten Lichtstromes
  • Zeit bis zum Beginn des Beschlages messen. > 8 Sekunden = N

Trägt eine Schutzbrille die Kennzeichnung N, so wird diese gemäß der Norm EN 168 als beständig gegen Beschlagen bezeichnet und bleibt mindestens 8 Sekunden beschlagfrei, auch nach Wasserlagerung.

 

Typische Branchen, die diesen Anspruch stellen sind:

  • Papierindustrie
  • Lebensmittelindustrie
  • Textilverarbeitung
  • Kühlhäuser

 

 

uvex erfüllt nicht nur die Anforderungen der Norm EN 168, sondern erfüllt auch weitere Anforderungen durch eigens entwickelte und hergestellte Beschichtungssysteme.
Auch die richtige Beschichtung hat Ihre eigenen Schutzfunktionen, sodass die Brille z.B. nicht beschlägt, kratzfest und beständig gegen Chemikalien ist.

Welche weiteren Beschichtungen es für Schutzbrillen gibt, können Sie auf unserer Webseite zum Thema Coating nachlesen. http://goo.gl/dRe5JC

Sie haben Fragen?
Dann scheuen Sie sich nicht und wenden sich gerne jederzeit unter expertenblog@uvex.de an uns.

uvex Beschichtungskompetenz made in Germany

Eigens entwickelte Beschichtungstechnologien sind unsere Kernkompetenz.

Als innovativer Markensystemanbieter mit Herstellerkompetenz haben wir das Ziel, unseren Kunden die optimalen Produkte für unterschiedlichste Arbeitsanforderungen anzubieten. Zur Erreichung dieses Ziels tragen unsere uvex Schutzbrillen mit maximalem Tragekomfort, 100 % UV 400 Schutz und einzigartiger Beschichtungstechnologie bei. Am Hauptstandort im fränkischen Fürth produzieren wir das Kompetenzfeld Augenschutz, von der Kunststofffassung bis zur beschichteten Scheibe. Um Schutzbrillen für nahezu jeden Einsatzbereich anbieten zu können, ist die richtige Beschichtung essentiell.

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