uvex und das Familienunternehmen Rauch

Familie? Beruf? Das muss keine Entweder-oder-Entscheidung sein!

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Vereinbarkeit von Familie und Beruf ebenso wie Familienfreundlichkeit werden bei uvex seit jeher großgeschrieben. Wie man dieses Unternehmensselbstverständnis mit Leben füllen kann, zeigt die Geschichte von Thorsten Rauch, Head of Customer Service GKA bei uvex.

 

Moderne Väter

Thorsten Rauch gehört zur Generation der „modernen Väter“, die beruflich und privat ganz andere Prioritäten setzt als die Väter in der Generation vor ihnen: Gemäß einer Studie der Väter GmbH, die das Phänomen „moderner Vater“ genauer untersuchte, entscheiden sich Väter heute häufiger bewusst für Kinder, sind engagierter an der Kindererziehung beteiligt, stärker in familiäre Aktivitäten eingebunden und beim eigenen Nachwuchs deutlich involvierter. 36 Prozent der Männer möchten gern weniger arbeiten, ergab eine repräsentative Umfrage des FOCUS unter 3.000 Männern. Nur noch 5 Prozent geben Karriere und lediglich 10 Prozent einen hohen Verdienst als oberstes berufliches Ziel an. Dennoch bleibt der Job für viele Männer weiterhin ein essenzieller Identitätsstifter, er verliert also keineswegs an Bedeutsamkeit.

Die gewandelten Wünsche und Interessen hin zu einer stärkeren Betonung des privaten Glücks stehen in Konkurrenz zu den Verpflichtungen des Berufslebens, was leicht zu Verwerfungen mit dem Arbeitgeber führen kann, sofern das Unternehmen nicht adäquat auf diesen Gesellschaftswandel reagiert. Gefragt sind Arbeitgeberflexibilität und neue Arbeitszeitmodelle, welche nicht bloß die Zeit nach der Geburt oder die Partnermonate betreffen und Familien mehr Zeitsouveränität verschaffen.

uvex und das Familienunternehmen Rauch

 

Eine Lösung nach Maß

Als Thorsten Rauch sich entschied, Elternzeit zu nehmen, geschah dies aus dem Wunsch heraus, aktiv mitzuerleben, wie sich seine Kinder entwickeln: „Ich wollte meine Kinder von Anfang an auf ihrem Weg begleiten und nicht erst auf halber Strecke dazustoßen. Sie machen in den ersten Jahren sehr schnelle Entwicklungen durch. Diese wollte ich live erleben. Außerdem wollte ich meine Frau entlasten, denn mir ist es wichtig, eine ebenso starke Stütze in der hausinternen Familienpolitik zu sein.“

Bevor Thorsten Rauch das werdende Familienglück seinem Arbeitgeber mitteilte, besprach er sich mit seiner Frau und lotete aus, wie ihr kleines „Familienunternehmen Rauch“ künftig laufen sollte, damit weder der Beruf noch die Familie zu kurz käme. Schnell war klar, dass einige Monate Elternzeit plus eine individuelle Arbeitszeitlösung in Teilzeit mit Home-Office-Option benötigt wurde – und das in führender Position! Ein sehr forderndes Anliegen, das war Thorsten Rauch klar.

uvex und das Familienunternehmen Rauch

 

Business is People

Entsprechend nervös war Thorsten Rauch kurze Zeit darauf, als er das Gespräch mit dem Vorgesetzten und der Personalabteilung suchte. Doch an die Resonanz kann er sich noch heute lebhaft erinnern: „Die Reaktion von uvex und insbesondere die der Personalabteilung war sehr positiv. Freude und Unterstützung war hier sehr deutlich zu spüren. In meinem Vorgesetzten haben im ersten Moment wahrscheinlich zwei Herzen geschlagen, aber da er selbst Familienvater ist, reagierte er sehr entgegenkommend, denn zum Schluss wird Business is People großgeschrieben.“ Auch die Kollegen nahmen gerne Anteil: „Hier war von Freude, Verständnis, Glückwünschen und Erstaunen alles geboten. Und das ganz ohne irgendeine negative Note.“

 

Nehmen, nehmen, genießen!

Fortan war Thorsten Rauch sogar erster Ansprechpartner für interessierte Kollegen rund um das Thema Elternzeit. Sein wichtigster Rat lautet: „1. Nehmen, 2. Nehmen, 3. Genießen! Es gibt wirklich keinen Grund, es nicht zu tun. Zeit ist in unserer hektischen, erfolgsorientierten Welt das wohl wichtigste Gut. Man kann sie nicht zurückdrehen und gerade am Lebensanfang wird eine unwiederbringliche Basis für die zukünftige Beziehung gelegt. Die Kleinen haben hier sehr feine Antennen.“

In der Folge erfuhr Thorsten Rauch enorme Unterstützung in nahezu jeglicher Hinsicht: „Dazu zählten die kompetente Beratung rund um das Thema Elternzeit, die Bereitstellung aller erforderlichen Anträge, eine einmalige freiwillige Zahlung zur Geburt, eine Freistellung am Tage der Geburt und eine individuell gestaltete Glückwunschkarte mit einem separaten Geburtsgeschenk.“ Zusätzlich kooperiert uvex mit der AWO-Kinderkrippe und bietet eine regelmäßige Ferienbetreuung an. Und damit nicht genug! Seinem Wunsch nach einer individuellen Arbeitszeitlösung wurde vollumfänglich zugestimmt. Thorsten Rauch arbeitete anschließend im Rahmen einer Vier-Tage-Woche inklusive einem Tag im Home-Office. Er selbst bezeichnet diese Lösung als eine Win-Win-Situation: „Das individuelle Zeitmodell war im ersten Schritt eine gewisse Umstellung, vor allem für meine Kollegen bei uvex. Man selbst findet sehr schnell seinen neuen Rhythmus und insbesondere während der Elternzeit habe ich häufiger das Smartphone genutzt – so war ich dem Unternehmen nie ganz fern. Zum Schluss verbessert man dadurch sogar sein Zeitmanagement, seine Effizienz und wird in allem Tun konkreter. Zusätzlich haben meine Kollegen viel Rücksicht auf mich genommen und griffen mir unter die Arme, wo sie nur konnten. Das macht natürlich auch ein gutes Team aus.“

uvex und das Familienunternehmen Rauch

 

Von wegen Karriereknick

Auf der Karriereleiter ging es für Thorsten Rauch trotz seiner Kinder weiter bergauf. War er vor der Geburt seines ersten Kindes Kundenserviceleiter mit einer Verantwortung für vier Mitarbeiter, so ist er seit dem Jahr 2016 Head of Customer Service für den Bereich Global Key Accounts mit einer Personalverantwortung von neun Mitarbeitern. Diese positive Entwicklung verdankt Thorsten Rauch seinem Arbeitgeber, der ihm stets höchste Wertschätzung entgegenbrachte. „Das schöne und sehr professionelle bei uvex ist, dass meine erste Elternzeit kein Karriere-Killer war. Dieses Gefühl habe ich auch zu keiner Zeit verspürt, noch wurde mir dies in irgendeiner Form nahegebracht.“

Thorsten Rauch ist überzeugt, dass das gegenseitige Vertrauen zwischen ihm und uvex sowie die beiderseits gelebte Bereitschaft, flexibel familienorientierte Lösungen mit arbeitgeberspezifischen Anforderungen in Einklang zu bringen, das Beste ist, was seinem kleinen Familienunternehmen passieren konnte.

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