Hände, die eine kleine Pflanze tragen

Wenn Fingerspitzengefühl gefragt ist: Sichere und hautfreundliche Montagehandschuhe

Bei der Arbeit zupacken – aber nicht zulasten der Gesundheit: Gerade bei Montagearbeiten ist es wichtig, Hände und Finger zu schützen – denn viele Arbeiten können hier nur per Hand, nicht etwa automatisiert, ausgeführt werden. Aber auch Feingefühl ist gefragt, damit am Ende alle Komponenten korrekt eingebaut sind. Besonders schwierig ist das zum Beispiel bei der Montage in feuchten Bereichen oder von öligen und damit rutschigen Kleinteilen. Mindestens ebenso wichtig ist aber auch, dass die Schutzhandschuhe bei dauerndem Tragen hautfreundlich sind. Wir zeigen in diesem Blogbeitrag, was gute Schutzhandschuhe leisten müssen – und woran man sie erkennt.

Viele Menschen, die tagtäglich Schutzhandschuhe tragen müssen, kennen das Gefühl nur zu gut: Die Hände schwitzen unangenehm in den Handschuhen, und wenn man diese auszieht, fühlt sich die Haut aufgequollen und unangenehm an. Mittel- bis langfristig kann es sogar zu Ekzemen und allergischen Reaktionen kommen, wenn das Klima auf der Haut viele Stunden am Tag einfach nicht stimmt. Dann sind Arbeitsausfälle des Montagepersonals leider vorprogrammiert, denn ist die Haut erst einmal bis zu einem gewissen Grad gereizt hilft nur eines: bis auf Weiteres keine Handschuhe zu tragen.
Doch ganz ohne Handschutz zu arbeiten, ist natürlich keine Alternative. Schließlich drohen den Händen in der Montage Gefahren, etwa durch:

  • scharfe und spitze Kanten
  • herabfallende Gegenstände
  • Quetschungen oder
  • Kontakt mit sehr kalten oder heißen Materialien usw.

Welche Schutzhandschuhe für Montagetätigkeiten?

Gegen solche mechanischen Risiken schützt Persönliche Schutzausrüstung (PSA) und damit auch entsprechender Handschutz der Kategorie II. So besagt es die allgemeine PSA-Verordnung der Europäischen Kommission. Während Schutzhandschuhe der Kategorie I lediglich oberflächliche mechanische Verletzungen abwenden bzw. gegen nur schwach aggressive Reinigungsmittel schützen müssen, deren Wirkung ohne Weiteres reversibel ist, deckt eine dritte Kategorie außerdem komplexe Gefahren ab, die ernste oder irreversible Schäden verursachen können. Beispielsweise müssen solche Handschuhe gegen Chemikalien, Strom oder gar Strahlung schützen.

Die Anforderungen an Kategorie-II-Schutzhandschuhe liegen dazwischen und sind damit meist geeignet für gängige Tätigkeiten in der Produktion, beim Montieren, Sortieren, Verpacken etc. Damit sie gemäß Norm DIN EN 388:2019 zugelassen werden können, müssen solche Schutzhandschuhe in folgenden Punkten erfolgreich Härtetests durchlaufen haben:

  1. Abriebfestigkeit
  2. Schnittfestigkeit nach herkömmlichem Verfahren
  3. (Weiter-)Reißfestigkeit
  4. Durchstichfestigkeit
  5. Schnittfestigkeit nach neuem Verfahren
  6. Optional: Schutz vor Stößen

Bei diesen Leistungstests geht es darum festzustellen, wie gut, aber auch wie lange die Handschuhe vor einer bestimmten Gefährdung (z. B. Stiche) schützen. Logischerweise geht das eine mit dem anderen meist einher. Nur ein Schutzhandschuh, der ausreichend abriebfest ist, bewahrt die Hände auch bei ständigem Einsatz noch zuverlässig vor Verletzungen. Außerdem gilt natürlich: Ein langlebiger Schutzhandschuh ist auch ein nachhaltiger Schutzhandschuh.

Nahansicht von Händen beim Zubereiten von Teig

In jeder Disziplin werden Punkte für Schutzstufen vergeben. So muss ein Handschuh, der mit mindestens einem Punkt bewertet werden will, mindestens 100 bis 499 Umdrehungen im Abriebtest und einer Zugkraft von 10 bis 24,9 Newton im Reißfestigkeitstest standhalten etc. Wie gut das einzelne Handschuhmodell im Test jeweils abgeschnitten hat, geht aus den Kennzahlen hervor, die meist auf den Handschuhrücken aufgedruckt sind. Liegen keine Daten zu einem Leistungstest vor, befindet sich statt einer Ziffer ein „X“ auf dem Handschuh.

Beispiel: Der Montagehandschuhe uvex phynomic pro 2 ist nach EN 388 zertifiziert und mit den Kennzahlen „2 1 2 1 X“ ausgezeichnet. Daraus ergibt sich ein Profil, das diesen Schutzhandschuh zum idealen Begleiter für vielerlei Einsatzbereiche in der (Fein-)Montage macht.

Aus den oben aufgeführten Gründen ist es also von erheblicher Bedeutung für die Arbeitssicherheit, geeignete Schutzhandschuhe zu tragen. Dabei sollte jedoch der Tragekomfort nicht vernachlässigt werden.

Hautverträglich und taktil

Ob ein Schutzhandschuh sich komfortabel trägt, hängt – im wahrsten Sinne des Wortes – sowohl von inneren als auch äußeren Faktoren ab. Zum einen sollten die Hände möglichst wenig schwitzen. Zum anderen sollte das Fingerspitzengefühl weitestmöglich erhalten bleiben. Denn wenn ein Schutzhandschuh als lästig empfunden wird, steigt die Neigung, den Handschutz komplett abzulegen. Die Folge: Das Verletzungsrisiko steigt erheblich!

Zum einen ist es daher ratsam, auf hautfreundliche Schutzhandschuhe zu setzen. Selbstverständlich sollten alle Materialien, die über längere Zeiträume hinweg direkten Kontakt zur Haut haben, dermatologisch getestet und schadstofffrei sein. Darüber geben Prüfsiegel wie der OEKO-TEX® Standard 100 Auskunft. Neben diesem Siegel trägt etwa der uvex phynomic pro 2 auch die proDERM®-Auszeichnung des externen Instituts ProDerm. Damit bestätigt das ProDerm Institut, dass der Schutzhandschuh keinerlei Stoffe enthält, die die Entstehung von Allergien begünstigen.

Das Modell ist außerdem eine für Allergiker:innen unbedenkliche Alternative zu PU-Handschuhen, da es mit der Aqua-Polymer-Pro-Beschichtung ausgestattet ist. Diese ist frei von Beschleunigern, die oft in Nitrilbeschichtungen enthalten sind und zu allergischen Reaktionen führen können. Eine weitere Besonderheit des uvex phynomic pro2 ist, dass er aus innovativer Bambus-Viskose besteht. Diese auf natürlichem, nachwachsendem Material basierende Faser ist atmungsaktiv und nimmt Feuchtigkeit gut auf, so dass die Hände stets angenehm trocken bleiben. Außerdem sind die Bambus-Schutzhandschuhe besonders weich und seidig auf der Hautoberfläche, leicht und flexibel. In Kombination mit der ergonomischen Passform trägt sich der uvex phynomic pro 2 den ganzen Arbeitstag lang angenehm auf der Haut. Da die Bambusfaser aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen wird, ist der uvex phynomic pro 2 darüber hinaus ein besonders nachhaltiger Montagehandschuh.

Hände, die eine kleine Pflanze tragen

Zum anderen ist Griffsicherheit ein Faktor, der für die Akzeptanz von Schutzhandschuhen eine wesentliche Rolle spielt. Wenn Handgriffe nicht auf Anhieb so gelingen, wie sie sollen, und folglich mehrmals wiederholt werden müssen, ist das nicht nur frustrierend für die Mitarbeiter:innen sondern führt auch dazu, dass die Arbeit nicht so schnell von der Hand geht wie geplant. Somit spielen gutsitzende Schutzhandschuhe, mit denen die Taktilität erhalten bleibt, eine ganz erhebliche Rolle für die Produktivität!

Gerade bei der Arbeit in feuchten bis öligen Anwendungsbereichen wie in der Feinmechanik bestehen besonders hohe Anforderungen an Montagehandschuhe. Der uvex phynomic pro 2 ist mit einer Beschichtung versehen, die genau dort aufgebracht ist, wo es notwendig ist – nämlich an den Fingerspitzen. Dort sind die Hände ständig in Kontakt mit Öl, Schmutz oder auch hochviskosen Pasten. Davor schützt die innovative, hauchdünne Aqua-Polymer-Imprägnierung effektiv, ohne das Feingefühl zu beeinträchtigen.

Der uvex phynomic pro 2 ist nur ein Beispiel für Montage-Schutzhandschuhe. uvex safety bietet darüber hinaus ein breites Handschutz-Sortiment für verschiedenste Einsatzzwecke. Bei allen Modellen können sich Kundinnen und Kunden darauf verlassen, dass die Schutzhandschuhe schadstofffrei, dermatologisch geprüft und in Deutschland hergestellt sind.

Zum geeigneten Handschutz berät unser Service-Team Sie gern.


Härtetest für Textilien

Härtetest für Textilien: Ein Blick in unser Prüflabor in Ellefeld

Wenn es auf Sicherheit ankommt, sollte man nichts dem Zufall überlassen. Für Persönliche Schutzausrüstung (PSA) von uvex safety gelten deshalb strenge Qualitätskriterien. Wie aber können wir gewährleisten, dass unsere Produkte die notwendigen Anforderungen erfüllen? – Mit ausgiebigen Textilprüfungen!

Werfen Sie mit uns einen Blick in unser Textilprüflabor in Ellefeld: Hier werden fertig konfektionierte Produkte, aber auch die Textilien und die Rohmaterialien, aus denen sie bestehen, mittels verschiedener Prüfverfahren auf Herz und Nieren getestet. Unter der Leitung von Svenja Müller, Diplomingenieurin für Bekleidungstechnik, finden vor allem physikalische Prüfungen und Qualitätsbeurteilungen statt. Textilien können im Labor beispielsweise dahingehend überprüft werden, wie reißfest oder flammenresistent, aber etwa auch, wie formbeständig sie bei häufigem Waschen und Trocknen sind.

Welche Prüfverfahren für Textilien gibt es?

Textilien, aus denen Schutzkleidung hergestellt wird, müssen vor allem mechanischen Belastungen durch folgende Parameter standhalten:

  • Zug
  • Druck
  • Biegen
  • Reibung
  • Hitze
  • Flammen und Feuer

Maßgeblich dafür, welche Stoffe und Materialien sich für uvex safety Produkte eigenen, sind Werte, die im Rahmen verschiedener, meist mechanischer Testverfahren nach Industrienorm ermittelt werden.

Darauf basierend lassen sich die Eigenschaften verschiedene Sorten von Textilien und Rohmaterialien miteinander vergleichen, denn nur die besten kommen für die Entwicklung von uvex safety Arbeitschutzkleidung infrage.

Wir stellen Ihnen im Folgenden die gängigsten Prüfverfahren vor, die das Labor für Textilprüfung im sächsischen Ellefeld durchführt:

1. Bestimmung der Höchstzugkraft: Streifenzugversuch nach DIN EN ISO 13934-1

Dieses mechanische Prüfverfahren kommt für gewebte Textilien, Laminate und Vliesstoffe zur Anwendung. Laut Prüfvorschrift sind insgesamt zehn Proben eines bestimmten Textils diesem Test zu unterziehen. Die Proben werden streifenförmig zugeschnitten und so in eine Zugmaschine eingespannt, dass jeweils fünf Streifen längs und quer der Zugkraft ausgesetzt sind. Mit einer zuvor definierten Zuggeschwindigkeit wird jede Probe so lange gedehnt, bis es zum Bruch kommt – das heißt, bis die Textilfasern der Belastung nachgeben und abreißen.

Die gemessene Höchstzugkraft entspricht dabei der maximalen Zugkraft, die während eines Versuchs aufgezeichnet wird. Als Ergebnis werden die Mittelwerte aus den Messproben längs und quer bzw. der kleinste ermittelte Wert ausgewiesen.

Streifenzugversuch nach DIN EN ISO 13934-1 mit uvex PSA-Materialien

2. Bestimmung der Weiterreißkraft: Schenkel-Weiterreißversuch nach DIN EN ISO 13937-2 oder Trapezoid-Methode nach DIN EN ISO 9073-4

Textilprüfung von uvex PSA-Materialien mittels Streifenzugversuch nach DIN EN ISO 13934-1

Die Weiterreißfestigkeit wird grundsätzlich mithilfe zweier Verfahren ermittelt: Zum einen gibt es den Schenkel-Weiterreißversuch für textile Flächengebilde, d. h. Gewebe und Geflechte, Strickwaren, Filz, Netze, Geflechte, Nähwirkwaren etc. Zum anderen ist die Trapezoid-Methode bei Vliesstoffen und Laminaten das Mittel der Wahl.

Bei beiden Testverfahren werden von jeder Materialsorte insgesamt zehn Proben in Längs- und Querrichtung geprüft. Sie sind entsprechend der jeweiligen Normvorgabe so zuzuschneiden, dass entweder zwei Schenkel oder ein Trapez entstehen.

Ermittelt wird die Zugkraft, die zur Rissausbreitung – also zum Weiterreißen – aufgebracht werden muss. Das ist besonders relevant, um einzuschätzen, inwiefern ein Bestandteil der Persönlichen Schutzausrüstung noch Schutz bieten kann, nachdem er bereits beschädigt wurde. Als Ergebnis werden die Mittelwerte aus den Messproben längs und quer oder der kleinste ermittelte Wert ausgewiesen.

3. Bestimmung der Scheuerbeständigkeit: Martindale-Verfahren nach DIN EN ISO 12947-2

Gerade bei Schutzkleidung ist eine hohe Scheuerbeständigkeit von großem Vorteil. Um sie zu ermitteln, kommt meist das Martindale-Verfahren zum Einsatz. Es stellt die natürliche Abnutzung eines Stoffes durch das normale Tragen nach, indem kreisförmige Proben des Textils unter festgelegter Belastung (9 oder 12 Kilopascal) gegen ein Scheuermittel gerieben werden. Als Scheuermittel kommt ein definiertes Wollgewebe zum Einsatz, welches auf einem Scheuertisch eingespannt wird.

Das Verfahren gibt Aufschluss darüber, wie vielen Scheuertouren ein Material standhält: Die Textilprüfung wird in bestimmten Intervallen wiederholt, bis alle Messproben zerstört sind. Dies ist der Fall, sobald zwei Fäden des Textils vollständig verschlissen sind. Die Bewertung erfolgt dabei mit einer Lupe. Das Ergebnis entspricht dem niedrigsten Wert aus vier Proben. Je höher sie ist, desto länger hält das Material mechanischer Beanspruchung durch Scheuern stand.

4. Bestimmung der Maßänderung beim Waschen und Trocknen: Prüfverfahren nach DIN EN ISO 5077/DIN EN ISO 6330

Bei dieser Textilprüfung wird bestimmt, wie stark sich die Maße eines Textilprodukts bei typischen Pflegevorgängen verändern. Zu Beginn werden Ausgangsmaße ermittelt, im Anschluss die Proben entsprechend der Wasch- und Trocknungsvorschriften gewaschen und getrocknet. Die erneute Vermessung und der nachfolgende Vergleich von Ausgangs- und Endmaßen ergibt die Maßänderung in Prozent.

Auch dieser Test dient dazu, die Formbeständigkeit eines Kleidungsstücks festzustellen – und zu optimieren. Nur wenn Schutzkleidung perfekt sitzt, kann sie ihre volle Schutzwirkung entfalten. Läuft sie zu stark ein werden zudem die Normforderungen nicht mehr erfüllt.

5. Bestimmung der Flammenausbreitung: Brennprüfeinrichtung nach DIN EN ISO 15025

Besonders in brenzligen Situationen ist es entscheidend, sich auf die flammhemmenden Eigenschaften von PSA verlassen zu können. Das ist zum Beispiel erforderlich für Feuerwehreinsätze. Hier ist flammenhemmende Schutzkleidung gefragt, um die Sicherheit der Rettungskräfte zu gewährleisten.

In der Norm DIN EN ISO 15025 sind zwei Verfahren zur Bestimmung des Ausbreitungsverhaltens einer auf Textilien gerichteten Flamme beschrieben. In beiden Verfahren wird die Zeit gemessen, die die Probe nach der Entfernung der Flamme weiterbrennt. Außerdem wird überprüft, ob eine Flammenausbreitung bis zum Rand der Probe auftritt.

a) Textilprüfung für begrenzte Flammenausbreitung: Verfahren A – Oberflächenbeflammung nach DIN EN ISO 15025

Für diese Prüfung werden sechs Proben (drei längs und drei quer) laut Prüfvorschrift zugeschnitten, vorbereitet und am Probenhalter vertikal befestigt. Danach richtet das Prüflaborpersonal einen Brenner in einer horizontalen Bereitschaftsposition aus und setzt die Proben je zehn Sekunden lang einer definierten Flamme aus.

Danach wird der Brenner entfernt und die Probe nach folgenden Kriterien beurteilt:

  • Brennt der Stoff bis zu den Kanten weiter?
  • Wie lang ist die Nachbrennzeit?
  • Wie lang ist die Nachglimmzeit?
  • Stellt sich brennendes oder schmelzendes Abtropfen ein?
  • Bildet sich ein Brandloch und wie groß ist es?

Anhand der Beurteilung wird der Stoff auf einer Skala von 1 bis 3 eingeordnet. Jede der sechs Proben muss den Test bestehen, Maßstab der Bewertung ist der jeweils schlechteste Wert.

b) Textilprüfung für begrenzte Flammenausbreitung: Verfahren B – Kantenbeflammung nach DIN EN ISO 15025

Bei der Kantenbeflammung wird im Wesentlichen der gleiche Versuchsaufbau verwendet wie bei der Flächenbeflammung. Im Unterschied zu dieser wird der Brenner bei der Kantenbeflammung jedoch im 30-Grad-Winkel auf den unteren Rand der vertikal angebrachten Probe gerichtet. Die Auswertung der Ergebnisse erfolgt analog zu Verfahren A.

Vergleichsskizze von Textilprüfungsverfahren A und B zur Flammenausbreitung

(1) Brenner, (2) Flamme, (3) Montagerahmen, (4) Probe, (5) Haltestifte, (6) Richtpunkt der Flammenwirkung

6. Bestimmung der Schnittfestigkeit: Coupetester nach DIN EN 388

Die genannte Norm gilt vornehmlich für Schutzhandschuhe, die Hände vor mechanischen Risiken bewahren sollen. Dabei steht besonders der Schutz der Hände bzw. Finger vor Schnittverletzungen im Vordergrund. Doch auch auf textile Flächengebilde lässt sich das Prüfverfahren anwenden, denn auch andere Körperteile müssen in bestimmten Arbeitssituationen durch geeignete Schutzkleidung vor Schnitten geschützt werden.

Die Schnittfestigkeit eines Materials wird jeweils mittels einer runden, rotierenden Klinge getestet, die sich auf einem Prüfmuster waagerecht hin- und herbewegt. Zehn Umdrehungen beschreiben einen Zyklus. Vor der Prüfung wird die Schärfe der Klinge auf einem festgelegten Kontrollmuster überprüft. An jedem Prüfmuster werden fünf Prüfungen durchgeführt – dazwischen erfolgt jeweils eine Prüfung auf dem Kontrollmuster. Im Ergebnis der Prüfung wird das Material in ein Schnittschutzlevel beziehungsweise eine Leistungsstufe eingeordnet. Definiert sind die Schutzlevel 1 (niedrig – hält 1 oder 2 Zyklen Stand) bis 5 (hoch – bis zu 20 Zyklen).

Textilprüfung: Coupetester nach DIN EN 388
Textilprüfung von uvex Schutzkleidung: Coupetester nach DIN EN 388

7. Bewertung der Funkenflugresistenz: Unser eigenentwickelter Teststand (Flexstand) zur Textilprüfung

Neben diesen standardisierten Prüfverfahren verfügt das Prüflabor Ellefeld über einen eigens entwickelten Teststand, mit dem sich die Widerstandsfähigkeit von Geweben gegen Funkenflug bestimmen lässt. Dazu kann es bei bestimmten Arbeiten kommen, wie beispielsweise beim Trennschleifen, wo winzige glühende Metallteile durch die Luft wirbeln, die ohne geeignete PSA zu Hautverletzungen führen.

Aktuell existiert für Funkenresistenz kein genormtes Testverfahren, welches die Materialbeanspruchung authentisch simuliert und bewertet. Das Funkenflug-Prüfverfahren beruht daher auf einer Eigenentwicklung von uvex safety. Es wurde im Zusammenhang mit der Entwicklung einer speziellen Beschichtung für Gewebe etabliert. Der Prüfaufbau erlaubt es, die Eignung und Wirksamkeit dieser Beschichtung auf einem Gewebe oder des Gewebes selbst zu bewerten.

Der Prüfstand besteht aus einer beweglich montierten Trennschleifmaschine, die hydraulisch unter einem definierten Druck an eine Eisenstange gedrückt wird. Die rotierende Trennscheibe erzeugt dabei den typischen Funkenflug. Für die Prüfung wird eine Gewebeprobe in den Teststand eingespannt und mehrmals hintereinander einem Funkenaufschlag ausgesetzt. Den Abstand von Probe und Funkenquelle sowie den Druck, mit dem die Trennschleifmaschine auf der Eisenstange aufliegt, ist in einer internen Prüfroutine festgelegt.

Am Flexstand wird zum einen erforscht, wie neue Materialien auf Funkenflug reagieren. Sie werden je nach Testergebnis bewertet und eingruppiert. Zum anderen dient die Prüfmethode auch der laufenden Qualitätssicherung von Materialien, die bereits in Verwendung sind. Der Teststand ist zudem eine hervorragende Ergänzung zu den genormten und etablierten Textilprüfung für Hitze- und Schweißerschutzkleidung.

Modernste Labortechnik für innovative Schutzkleidung

Durch die vorgestellten Prüfverfahren zur Textilprüfung lässt sich im Prüflabor Ellefeld sicherstellen, dass PSA von uvex safety zuverlässig ihre Aufgabe erfüllt. Rohwaren werden dort gezielt auf ihre Eigenschaften hin untersucht. Daraus lassen sich Wettbewerbsanalysen ableiten sowie die Qualität der Fertigprodukte sichern. Darüber hinaus dienen die gewonnenen Erkenntnisse aber natürlich auch als Grundlage für die stetige Weiterentwicklung der vielfältigen Produktpalette im Bereich Schutzkleidung.

Das Textilprüflabor und seine Testkompetenzen werden ebenso kontinuierlich erweitert und an den neuesten Stand der Technik angepasst. Wir halten Sie hier in unserem Blog selbstverständlich auf dem Laufenden über alle Innovationen bei den angewandten Prüfverfahren.


Schutzhandschuh-Plan online erstellen mit dem uvex Expertensystem

Expertensystem by uvex – So planen Sie Ihre optimale PSA

Die optimale persönliche Schutzausrüstung am Arbeitsplatz zu tragen ist das A und O im industriellen Arbeitsalltag. Doch was genau ist die für Ihren Arbeitsbereich optimale PSA? Da Ihnen diese Fragen am besten unsere Experten beantworten können, hat uvex ein spezielles Informationssystem entwickelt. Mit diesem praktischen Expertensystem können Sie ganz einfach Ihre persönliche Schutzausrüstung sowohl im Bereich Handschutz und Atemschutz als auch von Kopf bis Fuß ermitteln. Wie das funktioniert, erklären wir Ihnen im folgenden Blogbeitrag.

Expertensystem Definition

Wie der Name bereits erahnen lässt, handelt es sich dabei um ein von Experten konzipiertes Programm. Dieses Computerprogramm oder Online Tool ist jeweils auf ein Gebiet spezialisiert und beinhaltet zu diesem sämtliche relevante Informationen. Es dient der Lösungsfindung, denn darin sind alle möglichen Probleme und Herausforderungen, die das entsprechende Gebiet mit sich bringt, enthalten. Mithilfe von Wenn-Dann-Beziehungen stellt das Expertensystem die Informationen dar und resultiert daraus empfohlene Handlungen. Diese Variante der Expertenberatung ist eine optimale Alternative zur persönlichen Beratung und es kann zu jeder Zeit und an jedem Ort mit Zugang zu einem Computer, Tablet oder Smartphone mit Internetzugang darauf zugegriffen werden.

uvex Expertensystem zur optimalen Planung von PSA für Ihren Arbeitsbereich

uvex Chemical Expert System

Die auftretenden Gefahren im Bereich Chemikalienschutz können zu irreversiblen Schäden führen oder tödliche Risiken beinhalten. Daher ist die Auswahl einer geeigneten PSA der Kategorie 3 von großer Bedeutung. Für die richtige Wahl Ihrer Chemikalien Schutzhandschuhe bedarf es einer fundierten Beratung durch Experten. Um Ihnen diese Beratung zu jeder Zeit und überall zur Verfügung stellen zu können, hat uvex das Chemical Expert System (CES) entwickelt.

Dabei handelt es sich um ein onlinebasiertes Expertensystem, das Sie bei der umfassenden Analyse und Optimierung von Handschutzlösungen im Betrieb unterstützt. Somit können Sie individuell die passende Schutzlösung für den Umgang mit den in Ihrem Unternehmen eingesetzten Chemikalien finden.

Das uvex Chemical Expert System unterteilt sich in zwei Bereiche:

  • Chemikaliendatenbank
  • Handschuhplan Designer

Die Chemikaliendatenbank

Einen großen Bereich des uvex Chemical Expert Systems deckt die Chemikaliendatenbank ab. Diese beinhaltet eine umfangreiche Auswahl geeigneter Schutzhandschuhe im Umgang mit Gefahrenstoffen. Die Schutzhandschuhe werden mithilfe von Permeationslisten den entsprechenden Gefahrstoffen zugeordnet. Dabei können Sie bis zu 3.000 unterschiedliche Chemikalien sichten und die entsprechenden Chemikalien-Schutzhandschuhe definieren.

Um auf die volle Chemikaliendatenbank zugreifen zu können, ist eine Registrierung notwendig. Mit dieser schalten Sie praktische Funktionen wie die Erstellung und Speicherung individueller Permeationslisten sowie diverse Suchfunktionen frei. Ihren persönlichen Permeationslisten können Sie anschließend passende uvex Chemikalien-Schutzhandschuhe zuordnen.

Der Handschuhplan Designer

Mit dem Handschuhplan Designer können Sie ganz einfach übersichtliche Pläne für das Tragen von Schutzhandschuhen in Ihrem Betrieb erstellen. Diese praktischen Pläne ermöglichen eine präzise Dokumentation, womit ein hoher sicherheitstechnischer Standard im Unternehmen gewährleistet wird. Im Handschuhplan stehen Ihnen ein hoher Individualisierungsgrad und vielfältige Möglichkeiten zur Gestaltung Ihres persönlichen Plans zur Verfügung. So kann der Nutzer beispielsweise sein Unternehmenslogo in den Handschuhplan integrieren und produktspezifische Materialnummern und Hinweise den einzelnen Produkten zuordnen.

Zudem können Sie die arbeitsspezifischen Informationen individuell ausgestalten und eigenständig verändern. Nach der Fertigstellung des Handschuhplans kann dieser als PDF-Dokument generiert werden und je nach Bedarf ausgedruckt, weitergeleitet oder abgespeichert werden. Auch bei nachträglichen Änderungen kann erneut ein PDF-Dokument generiert werden. Die Änderungen können dabei jederzeit online vom Nutzer vorgenommen werden.

Grafische Darstellung des uvex Chemical Expert Systems für Schutzhandschuhe, bestehend aus Chemikalien-Datenbank und Handschuhplan-Designer

Das uvex Chemical Expert System ist in 6 Sprachen verfügbar, registrieren Sie sich jetzt für das uvex Chemical Expert System und ermitteln Sie mithilfe von Expertenwissen die optimalen Schutzhandschuhe für Ihren Chemikalienbereich. Sie möchten Ihre gesamte persönliche Schutzausrüstung von Kopf bis Fuß mithilfe eines Expertensystems ermitteln? Dann erfahren Sie jetzt, was Ihnen das uvex Safety Expert System bietet.

360-Grad-Beratung für Ihre persönliche Schutzausrüstung von Kopf bis Fuß

Mithilfe unseres uvex Safety Expert Systems erreichen Sie in nur 6 Schritten mehr Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Akzeptanz mit Ihrer persönlichen Schutzausrüstung.

Schritt 1: Safety Expert Analyse

Zusammen mit unseren Experten analysieren Sie Ihren Arbeitsbereich nach Gefahrenquellen und Sicherheitslücken. Aus den gewonnen Ergebnissen wird eine Liste erstellt, anhand dieser die notwendige PSA ermittelt wird.

Schritt 2: Produktdefinition

Mithilfe der Gefahrenanalyse werden alle Produkte bestimmt, die der Experte für ein sicheres Arbeitsumfeld als notwendig erachtet. Dabei wird jedes Körperteil und jede Körperregion eingehend geprüft, ob für diese eine Schutzausrüstung benötigt wird und wenn ja, welche Sicherheitsstufe diese mindestens aufweisen sollte.

Schritt 3: Tragetestmanagement

Nachdem alle notwendigen Sicherheitsprodukte definiert wurden, haben die Mitarbeiter die Möglichkeit, die ausgewählte PSA in ihrem Arbeitsfeld eingehend zu testen. Dabei spielen Beweglichkeit, Komfort und ausreichender Schutz bedeutende Rollen.

Schritt 4: Wirtschaftlichkeitsanalyse

Bei der Wirtschaftlichkeitsanalyse werden die Kosten der persönlichen Schutzausrüstung geprüft und auf Relevanz und Nutzen getestet. Denn die PSA soll auch wirklich als notwendige Schutzmaßnahme eingesetzt werden. Ist dieser Schutz nicht in dem definierten Ausmaß von Nöten, muss entschieden werden, ob diese zum Einsatz kommt.

Schritt 5: Sortimentskonzept

uvex bietet zu vielen Schutzausrüstungen ein umfangreiches Sortiment an Produkten an. In diesem Schritt werden daher die Sortimentsbreite und -tiefe definiert. Bei der Sortimentsbreite muss entschieden werden, wie viele verschiedene Arten von Schutzausrüstung im Betrieb eingeführt werden sollen. Bei der Tiefe geht es dagegen um die unterschiedlichen Ausführungen der einzelnen Produkte. Das Ergebnis ist ein Sortimentskonzept, das für jeden Arbeitsbereich individuell erstellt wird.

Schritt 6: Freigabe und Umsetzung

Im letzten Schritt müssen die Vorgesetzten das Sortimentskonzept genehmigen und die Kostenfreigabe geben. Sobald diese erfolgt ist, werden Sie und Ihre Mitarbeiter mit der nötigen persönlichen Schutzausrüstung ausgestattet und können fortan sicher Ihrer Tätigkeit nachgehen.

Profitieren auch Sie von den Vorteilen einer 360-Grad-Beratung durch unsere Experten. Kontaktieren Sie jetzt unser Expertenteam!

Ihre Vorteile auf einen Blick:

  • Optimale PSA in jedem Arbeitsbereich
  • Gesteigerte Trageakzeptanz der PSA
  • Erhöhtes Bewusstsein der Sicherheit im Betrieb
  • Weniger Unfälle und Ausfallzeiten
  • Optimierte Prozesskosten

=> Mehr Sicherheit und Wirtschaftlichkeit im Unternehmen

Neben unseren beiden Expertensystemen für die richtige Wahl Ihrer Chemikalienschutzhandschuhe und persönlichen Schutzausrüstung, bieten wir Ihnen außerdem das uvex Respiratory Expert System (URES) für den Bereich Atemschutz an. Mithilfe dieses Expertensystems vermitteln wir Ihnen interessantes Grundlagenwissen, praktische Tipps für die Praxis und wichtige rechtliche Rahmenbedingungen für den Einsatz von Atemschutzmasken. URES hilft Ihnen dabei, das optimale Atemschutz Produkt für Ihren Arbeitsbereich zu finden. Registrieren Sie sich jetzt für das uvex Respiratory Expert System und profitieren Sie von unschätzbarem Expertenwissen. Weitere Informationen und Vorteile unseres Expertensystems für Atemschutz können Sie auf unserer Webseite nachlesen.


Hautkrankheiten-Allergien-Schutzhandschuhe

Schutzhandschuhe dermatologisch getestet – So vermeiden Sie Hautkrankheiten und Allergien

Im Arbeitsalltag sind unsere Hände besonders hohen Risiken ausgesetzt. Um unsere Hände vor mechanischen Gefährdungen zu schützen, gehört das Tragen von Schutzhandschuhen zum Arbeitsschutzstandard. Jedoch kann gerade dieser ein weiteres Risiko darstellen – denn ist der verwendete Stoff für die Schutzhandschuhe nicht dermatologisch getestet, kann dieser Hautkrankheiten und Allergien hervorrufen. Wir gehen in diesem Blogbeitrag auf die sensibilisierenden Inhaltsstoffe in Schutzhandschuhen genauer ein und erläutern, wie Sie Ihre Hände vor Hautkrankheiten und Allergien schützen.

Allergene Stoffe vermeiden – Richtlinien

In der europäischen PSA Richtlinie und der EN 420 wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sich das Handschuhmaterial, die Zersetzungsprodukte und enthaltene Substanzen nicht nachteilig auf die Gesundheit und die Hygiene des Anwenders auswirken dürfen. Auch in der berufsdermatologischen Praxis stehen Handschuhinhaltsstoffe im Fokus als mögliche Ursache von Allergien und Hautkrankheiten. Deshalb sind die toxikologische und dermatologische Unbedenklichkeit von Schutzhandschuhen von wesentlicher Bedeutung. Zudem führt diese zur Reduzierung von Fehlzeiten aufgrund von Hautkrankheiten und Allergien, was gleichzeitig die Gesundheitskosten im Unternehmen sinken lässt.

Dermatologisch getestete, hautverträgliche Schutzhandschuhe

Ein Beleg wie Schutzhandschuhhersteller neue Wege gehen, toxikologisch und dermatologisch unbedenkliche Schutzhandschuhe zu entwickeln, ist unsere uvex phynomic Serie . Es geht dabei um nahtlos gestrickte Schutzhandschuhe, die nach EN 388 (mechanische Risiken) zertifiziert sind. Die uvex phynomic Schutzhandschuhe werden insbesondere bei Präzisionsarbeiten, allgemeinen Montagearbeiten bis hin zu Allroundtätigkeiten (z.B. in der Instandhaltung) und auch als Schnittschutzhandschuhe eingesetzt.

Dermatologisch bestätigt – Das Siegel für gesunde Inhaltsstoffe

Um Schutzhandschuhe auf die toxikologische Unbedenklichkeit zu prüfen, werden diese zuerst nach dem internationalen ÖKO-TEX® Standard untersucht. Im ÖKO-TEX® Prüfkatalog sind allerdings nicht alle gebräuchlichen Inhaltsstoffe enthalten, die im Herstellungsprozess und in der Anwendung von Schutzhandschuhen eingesetzt werden. Insbesondere organische Lösemittel (Dimethylformamid, sekundäre Amine etc.) sowie die Gruppe der Vulkanisationsbeschleuniger und die entsprechenden Sekundärprodukte (Kohlenstoffdisulfid, Nitrosamine etc.) werden von dem heutigen Prüfkatalog nicht erfasst.

Die uvex Entwicklungsprozesse setzen genau an dieser Stelle an und bieten Produktlösungen, die im Herstellprozess vollständig auf die Verwendung von organischen Lösungsmitteln und Vulkanisationsbeschleunigern verzichten. Das Ergebnis sind innovative Handschutzprodukte, die gesundheitlich unbedenklich sind und hypoallergene Eigenschaften aufweisen.

Das Ergebnis sind innovative Handschutzprodukte, die gesundheitlich unbedenklich sind und hypoallergene Eigenschaften aufweisen. Wir kennzeichnen diese weitgehende Produktreinheit mit dem unabhängigen Siegel: „Dermatologisch bestätigt“.

proDerm Siegel für Hautverträglichkeit der uvex Schutzhandschuhe

Zusammen mit dem proDERM® Institut für Angewandte Dermatologische Forschung GmbH arbeitet uvex an einer ganzheitlichen Gesundheitsstrategie im Handschutz.

Neben der toxikologischen Unbedenklichkeit ist vor allem auch die dermatologische Verträglichkeit ein wichtiger Aspekt, den wir über eine unabhängige Seite belegen möchten. Dabei kommt das renommierte proDERM® Institut für Angewandte Dermatologische Forschung GmbH ins Spiel, denn diese vergibt das Qualitätssiegel „Dermatologisch bestätigt“.

Das Institut wurde 1994 durch den Dermatologen und Allergologen Prof. Dr. med. Prof.h.c. Klaus-P. Wilhelm gegründet und ist Pionier der unabhängigen dermatologischen Auftragsforschung.

Das zu zertifizierende Produkt muss den aktuellen dermatologischen und toxikologischen Anforderungen entsprechen. Weitere Voraussetzung für die Vergabe des Siegels ist der Nachweis der Hautverträglichkeit in zwei voneinander getrennten Studien. In der Regel handelt es sich dabei um eine Studie mit maximierter Exposition (wiederholter Patch Test) an mindestens 30 Probanden. Bei der anderen Studie handelt es sich um eine In-Use Studie mit realitätsnaher Anwendung und fachärztlicher Untersuchung ebenfalls an 30 Probanden.

Schritt 1: Die Dermatologische / Toxikologische Bewertung

Im ersten Schritt erfolgt die Dermatologische und Toxikologische Bewertung. Dabei wird bewertet, ob die Formulierung der Rezeptur des Produktes hinsichtlich der Hautverträglichkeit optimiert ist. Die Einhaltung der dermatologischen und toxikologischen Anforderungen muss durch einen unabhängigen Toxikologen bestätigt werden.

uvex phynomic C5 hautverträgliche Schutzhandschuhe in blau

Schritt 2: Pflastertest – Verträglichkeitsorientierte Untersuchung

Im zweiten Schritt wird ein wiederholter Pflastertest an mindestens 30 Probanden durchgeführt. Aufgrund der maximalen Exposition erfolgt eine erste Bewertung der Hautverträglichkeit. Probanden, von denen ca. 25 % sensible Haut haben oder Typ IV Allergiker sind, werden Teile des Handschuhs appliziert. Dabei handelt es sich um Teile des Strickbunds und der Beschichtungsseite.

Die Proben werden okklusiv für 24 Stunden appliziert. Danach wird nach 15 Minuten, 25 Stunden und 48 Stunden eine Kontrolle unter medizinischer Aufsicht vorgenommen. Dies bedeutet eine Kontrolle einer sofortigen und/oder einer verzögerten Reaktion. Als Referenzproben für den Test dienen Wasser und Seife. Der gesamte Test wird dreimal an den gleichen Probanden wiederholt.

Pflastertest auf menschlicher Haut für die dermatologische Prüfung der uvex Schutzhandschuhe

Schritt 3: Anwendungsorientierte Studie

Hierbei handelt es sich um einen dermatologischen Anwendungstest mit einer dermatologischen und allergologischen Bewertung. Dieser Test sieht die Anwendung des Produkts über einen längeren Zeitraum im Betrieb vor. Hierzu wurden über einen Zeitraum von 2 Wochen 30 Probanden mit den Schutzhandschuhen ausgestattet, welche täglich über die gesamte Arbeitszeit getragen werden mussten. Eine Bewertung auf allergische Reaktionen erfolgte fortlaufend unter ärztlicher Kontrolle.

 

Hat das Produkt alle drei Schritte durchlaufen und das Prüfergebnis attestiert eine gute oder sehr gute Hautverträglichkeit, erhält der Schutzhandschuh das Siegel „Dermatologisch bestätigt“. Produkte mit einer durchschnittlichen Hautverträglichkeit können das Siegel nicht erhalten.

Die uvex phynomic Schutzhandschuh Serie hat diesen Test mit dem Ergebnis einer sehr guten Hautverträglichkeit bestanden und somit das proDERM® Zertifikat erhalten.

Textiles Vertrauen – Praxisbeispiel DEMAG Cranes

Die dermatologische Unbedenklichkeit ist natürlich nur der erste Schritt. Letztendlich muss das Produkt vom Anwender akzeptiert werden – vor allem wenn dieser sensible Haut hat.

Wir haben deshalb bei DEMAG Cranes – der Spezialist für Kranbauten aller Art – hinter die Kulissen geschaut. DEMAG Cranes beschäftigt im Bereich Kettenzüge zahlreiche Mitarbeiter am Standort Wetter in Deutschland – das Tragen von Schutzhandschuhen ist selbstverständlich Pflicht. In der Abteilung Getriebemontage suchte der Sicherheitsingenieur Herr Flögel lange nach einer speziellen Lösung für seine Mitarbeiter.

Feinfühlige und hautverträgliche uvex Schutzhandschuhe mit Schnittschutz

Der Montageschlosser Detlev V. hatte seit fast 7 Jahren permanent Probleme mit den Händen. Er berichtete, dass trockene spröde Hände ein ständiges Problem beim Tragen von Schutzhandschuhen sei und er sich bereits in ärztlicher Behandlung befinde. Herr V. hatte alle Möglichkeiten ausgeschöpft und verschiedene Produkte getestet, konnte aber keine Lösung finden. Im August 2011 nahm er an einem Tragetest für unser Produkt uvex phynomic foam Schutzhandschuh teil.

„Seit ich die Handschuhe trage, habe ich keine Hautprobleme mehr.“

Dies war kein Einzelfall. In der ganzen Abteilung lobten die Mitarbeiter den herausragenden Tragekomfort, die überragende Passform, die ein optimales Montieren ermöglicht, sowie die hervorragende Hautverträglichkeit der Schutzhandschuhe.

Dieses Beispiel zeigt, dass es möglich ist, durch die Verwendung „reiner“ Produkte akute Probleme zu lösen. Viele Mitarbeiter haben sich mit kleineren Hautproblemen arrangiert und sind begeistert, wenn es eine Normalität durch die Einführung reiner Produkte gibt.

 

Haben auch Sie Hautkrankheiten oder Allergien? Dann achten Sie in Zukunft auf das Siegel „Dermatologisch bestätigt“ und verabschieden Sie sich von Ausschlag an den Händen. Gerne beraten wir Sie ausführlich zur Hautverträglichkeit der uvex Schutzhandschuhe. Kontaktieren Sie uns oder lassen Sie gerne in Kommentar da!


Person mit uvex HexArmor Schnittschutzhandschuhen unter lebensmittelechten Einweghandschuhen beim Zwiebelschneiden

Schnittschutzhandschuhe – Schnittverletzungen in der Lebensmittelindustrie

Ob in Großküchen, in der Küche Zuhause oder bei der industriellen Lebensmittelverarbeitung – Schnittverletzungen passieren überall dort, wo scharfe Messer zum Einsatz kommen. Mit den passenden Schnittschutzhandschuhen schützen Sie Ihre Finger vor Schnittverletzungen und sorgen gleichzeitig für Hygiene in der Lebensmittelindustrie. Wir stellen Ihnen in diesem Blogbeitrag die uvex Schnittschutzhandschuhe und deren Technologie vor.

Schnittverletzungen

Beim Schneiden von Fleisch oder Gemüse mit einem scharfen Messer, beim Schärfen der Messer oder auch beim Messerwechsel in industriellen Anlagen – Handverletzungen durch Schnitte oder oberflächliche Hautverletzungen zählen branchenübergreifend zu den häufigsten Unfallfolgen. Die offizielle Unfallstatistik der DGUV zeigt deutlich die überdurchschnittliche Häufigkeit von Daumen- und Zeigefinger-Verletzungen:

Handverletzungen durch Kontakt mit scharfen Gegenständen

  Schnittverletzung Oberflächliche Hautverletzung
Daumen 4.210 15.141
Zeigefinger 556 19.176
Mittelfinger 268 9.060
Ringfinger 119 4.135
Kleiner Finger 106 4.390
Mittelhand 314 5.783
Gesamte Hand 824 4.391

Schnittverletzungen an den Fingern sind besonders schmerzhaft, da hier viele Nerven aufeinandertreffen. Das Weiterarbeiten nach einer solchen Verletzung ist daher nur unter eingeschränkten Bedingungen möglich.

Um zu verhindern, dass Sie sich Schnittverletzungen zuziehen, sollten Sie beim Umgang mit scharfen Messern einen schnitthemmenden Schutzhandschuh tragen. Die uvex Schutzhandschuhe bieten effektiven Handschutz und ein angenehmes Tragegefühl. Durch die Flexibilität des Schutzhandschuhs wird die Bewegung Ihrer Finger nicht eingeschränkt. Wir bringen Ihnen unsere innovativen Schnittschutzhandschuhe und das dafür eingesetzte Material im nächsten Abschnitt näher.

Schnittfeste Handschuhe

Um sich vor Schnittverletzungen und die Lebensmittel vor Kontaminationen ausreichend zu schützen, müssen die getragenen Handschuhe in der Küche spezielle Anforderungen erfüllen. Dabei spielt vor allem das Material der Schutzhandschuhe eine wichtige Rolle. Dieses darf keine Stoffe abgeben, die gesundheitlich gefährdend sind und somit die Lebensmittel bei Berührung kontaminieren. Um den optimalen Schutz für die Haut zu gewährleisten und Kontaminationsrisiken abzuwenden, müssen Schutzhandschuhe explizit auf die Anwendung abgestimmt sein. Eine genaue Risiko- und Arbeitsplatzanalyse ist dabei unerlässlich.

Die EU-Richtlinie 1935/2004 legt einen allgemeinen Rahmen für Materialien und Gegenstände fest, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen. In der Verordnung EU Nr. 10/2011 werden die Anforderungen für Handschuhe konkretisiert.

Uvex hat ein breites Produktsortiment an Schutzhandschuhen für verschiedene Tätigkeitsbereiche in der Lebensmittelindustrie entwickelt, die der EU-Richtlinie entsprechen.

HexArmor und uvex Schnittschutzhandschuhe

Uvex bietet gemäß EN 388:2016 die Schnittschutzlevel B, C und D für uvex Schnittschutzhandschuhe an. Der Schutz wird durch den Einsatz von feinen, nicht spürbaren Hochleistungsfasern wie Glas, HPPE und Stahl ermöglicht.

Durch die Partnerschaft mit dem amerikanischen Handschutz-Spezialisten HexArmor wird das uvex Schnittschutzsortiment zusätzlich erweitert. Die von HexArmor eingesetzte SuperFabric® Technologie bietet sehr hohe Schnittfestigkeit und vor allem Stichschutz. Dadurch sind die Produkte insbesondere für die industrielle Lebensmittelverarbeitung perfekt geeignet.

Zwei speziell für die Lebensmittelindustrie entwickelte Schnittschutzhandschuhe sind der uvex phynomic C5 und der HexArmor NXT 10-302.

uvex phynomic C5

Feinfühliger und lebensmitteltauglicher uvex phynomic C5 Schnittschutzhandschuh blau für den Einsatz in der Lebensmittelindustrie

Der uvex phynomic C5 mit schnitthemmender Dyneema® Diamond Technologie eignet sich optimal für Anwendungen, die höchste Anforderungen an Schnittschutz sowie Griffsicherheit und Präzision stellen. Die dünne, atmungsaktive Beschichtung und der fein gestrickte Handschuhliner garantieren eine optimale Passform für feinfühliges und flexibles Arbeiten. Die gute Hautverträglichkeit wurde unabhängig bestätigt*.

Jetzt uvex phynomic C5 entdecken

HexArmor NXT 10-302

Weiß-grauer uvex HexArmor NXT 10-302 Schnittschutzhandschuh mit mehrlagigen Schutzkacheln zum Schutz vor Schnitt- und Stichverletzugnen bei der Lebensmittelzubereitung

Der HexArmor NXT 10-302 mit SuperFabric® Technologie ist im Bereich von Daumen, Zeige- und Mittelfinger ideal für die Lebensmittelzubereitung mit einem Messer geeignet. Spezielle mehrlagige Schutzkacheln verhindern effektiv Schnitt- und Stichverletzungen.

 

Neben diesen beiden Exemplaren bietet uvex viele weitere Schutzhandschuhe an. Der folgenden Tabelle können Sie die Tauglichkeit der uvex Schutzhandschuhe für die verschiedenen Einsatzgebiete in der Lebensmittelindustrie entnehmen:

wässrig pH > 4,5 sauer pH < 4,5 alkoholisch fettig trocken (nicht fettend)
Beispiele nichtakoholische Getränke, Früchte, Eier, Gemüse, Krustentiere Essig, Hefe, Milch, Joghurt Wein, Spirituosen, Likör Olivenöl (R1), Butter und Margarine (R2), Fisch, Käse und Backwaren (R3), Fleisch und Geflügel (R4), Sandwiches und Fettgebackenes (R5) Brot, Reis, Nudeln, Tee, Gewürze, Hülsenfrüchte
uvex profi ergo JA JA JA JA (R1 bis R5) JA
uvex contact ergo JA JA JA JA (R1 bis R5) JA
uvex phynomic C3 JA JA JA JA (R1 bis R5) JA
uvex C5 JA JA JA JA (R1 bis R5) JA
uvex rubiflex (orange) JA JA JA JA (R1 bis R5) JA
uvex rubiflex S (blau/grün) JA JA JA JA (R1 bis R5) JA
uvex profastrong NF 33 JA JA JA JA (R2 bis R5) JA
uvex u-fit JA JA JA JA (R3 bis R5) JA
uvex phynomic foam JA JA JA JA (R5) JA
uvex phynomic lite (w) JA JA JA JA (R1 bis R5) JA
uvex unilite hermo JA JA JA NEIN JA
uvex u-fit strong N2000 JA NEIN JA JA (R3 bis R5) JA
uvex u-fit lite JA NEIN JA JA (R3 bis R5) JA

Tabelle: Einsatzgebiete für uvex Schutzhandschuhe in der Lebensmittelindustrie

Sie möchten noch mehr über unsere Schnittschutzhandschuhe und den verwendeten Materialien erfahren? Gerne beraten wir Sie ausführlich und finden gemeinsam mit Ihnen den passenden Schutzhandschuh für Ihr Einsatzgebiet. Teilen Sie uns über die Kommentarfunktion gerne Ihre Erfahrung mit Schnittverletzungen und Ihrer Arbeit in der Lebensmittelindustrie mit.

 

 

* Unabhängig dermatologisch getestet durch proDerm – Institut für Angewandte dermatologische Forschung GmbH, Hamburg. Weitere Informationen zur Zertifizierung und den angewandten Testkriterien unter https://www.uvex-safety.com/de/wissen/zertifikate/proderm/

 


Grüner uvex C500 foam Schutzhandschuh als Versehrtenhandschuh mit gekürzten Fingern

Versehrtenhandschuhe – individuelle Handschuhe für Fehlbildung der Hand

uvex legt großen Wert auf Gleichberechtigung. Daher haben wir es uns um Ziel gemacht, für jedermann die passende Sicherheitsausrüstung für optimalen Arbeitsschutz zur Verfügung zu stellen. So sind wir besonders stolz auf die Versehrtenhandschuhe made by uvex – individuelle Handschuhe für Fehlbildungen der Hand von Geburt an oder durch einen Unfall. Erfahren Sie in diesem Blogartikel alles über die Besonderheit von Versehrtenhandschuhen und deren Herstellung.

Versehrtenhandschuhe – die Lösung für angeborene Fehlbildung der Hand und andere Defekte

Die Hände sind das wichtigste Werkzeug des Menschen, weshalb im Arbeitsschutz das Tragen von Schutzhandschuhen von großer Bedeutung ist. Handverletzungen zählen zu den häufigsten Unfallfolgen bei der Arbeit – minimieren Sie daher das Risiko von Verletzungen der Haut und Hand durch die Verwendung geeigneter Schutzhandschuhe.

Sie haben eine angeborene Fehlbildung der Hand oder Missbildungen aufgrund eines Unfalls? In diesen Fällen ist es meist unmöglich, einen passenden Schutzhandschuh zu finden. Keine Hand gleicht der anderen und oftmals reicht das Spektrum an verfügbaren Handschuhgrößen nicht aus, um einen Geeigneten zu finden. Die perfekte Passform spielt allerdings eine wichtige Rolle bei der Sicherheit: denn bei zu kleinen Handschuhen wird die Beweglichkeit der Finger enorm eingeschränkt und bei zu großen Handschuhen wird die Feinfühligkeit erheblich vermindert. Besonders schwer fällt die Suche nach einem passenden Schutzhandschuh bei Fehlstellungen, Verkürzungen oder anderen Defekten der Hand. Genau diesen Anwendern, die keinen herkömmlichen Fünf-Finger-Arbeitshandschuh tragen können, möchten wir bestmöglichen Tragekomfort und optimalen Schutz gewährleisten. Daher bietet uvex die Möglichkeit der Anfertigung von individuellen Versehrtenhandschuhen. Dank hoher Fertigungskompetenz und voll integrierter Entwicklungsprozesse über alle Prozessstufen ist es uns möglich, komplett individuelle Handschuhe herzustellen.

Die Herstellungsverfahren von individuellen Handschuhen

Wir produzieren viele unterschiedliche Arten von Handschuhen – ja nach Herstellungsverfahren gibt es unterschiedliche Möglichkeiten der Individualisierung. Es werden zwei grundlegende Modelle unterschieden:

  • Nahtlose Handschuhe
  • Baumwollhandschuhe

Nahtlose Handschuhe

Die textilen Träger für die Herstellung von nahtlosen Handschuhen – sogenannte Seamless Liner – werden vollautomatisch an Strickmaschinen hergestellt. Die Grundparameter wie die Anzahl der Finger oder die Breite der Finger sind in diesem Verfahren fest einprogrammiert und können daher in der Größe nicht verändert werden. Deshalb kann uvex im Bereich der nahtlosen Handschuhe nur eine Individualisierung durch Abnähen anbieten. Mit dem Verfahren des Abnähens kann uvex alle Seamless Produkte, mechanischen Schutzhandschuhe mit und ohne Schnittschutz, Schweißerschutzhandschuhe, sowie Lederhandschuhe der uvex Top Grade Serie an die jeweiligen Bedürfnisse des Kunden anpassen.

Blauer uvex phynomic C5 Schutzhandschuh als Versehrtenhandschuh mit gekürztem Mittelfinger

Baumwollhandschuhe

Bei Handschuhen auf Basis eines Baumwollträgers liegen nahezu keine Restriktionen bezüglich der Handparameter vor. Dementsprechend sind die Möglichkeiten zur Anpassung um einiges vielfältiger. In diesem Fall können auch Schutzhandschuhe für Anwender mit Syndaktilie – das Zusammenwachsen der Finger – angefertigt werden. Da bei dieser Herstellung das Textil noch vor der Beschichtung individualisiert werden, lassen sich neben mechanischen Schutzhandschuhen auch Chemikalienschutzhandschuhe der uvex rubiflex S Serie anfertigen. Die Barrierefunktion der Handschuhe und ihre Resistenz gegenüber Chemikalien bleibt bei diesem Herstellungsverfahren vollständig erhalten.

Grüner uvex C500 foam Schutzhandschuh als Versehrtenhandschuh mit gekürzten Fingern

Die Herstellung von Versehrtenhandschuhen

Um einen individuellen Handschuh herstellen zu können, werden folgende Informationen benötigt:

  • Angabe des gewünschten Handschuhmodells
  • Angabe der Handschuhgröße
  • Scan der Hand von beiden Seiten
  • Umrisszeichnung der Hand
  • Die Parameter der Fehlstellung: Länge, Breite, ggf. Höhe

Die Anfertigung des Versehrtenhandschuhs läuft in drei Schritten ab:

  1. Einholung aller nötigen Informationen und Überprüfung der Machbarkeit des Projekts.
  2. Herstellung von Muster für erste Trageversuche, die dem Kunden zum Testen zur Verfügung gestellt werden. Sollten Änderungswünsche vorliegen, werden diese übernommen und erneut bemustert. Diese Schleife wird solange durchlaufen, bis ein optimaler Tragekomfort erreicht wurde.
  3. Produktion der individuellen Schutzhandschuhe, die jederzeit nachgeordert werden können.

Sie benötigen einen Versehrtenhandschuh? Gern beraten wir Sie ausführlich zu diesem Thema und unterstützen Sie bei der Suche nach dem geeigneten Schutzhandschuh – kontaktieren Sie uns!

Bitte beachten Sie, dass dieser Service nicht weltweit verfügbar ist. Erkundigen Sie sich daher bei Ihrer lokalen uvex-Niederlassung, ob in Ihrem Land der Customized Glove Service angeboten wird.

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Touchscreenfähige uvex Arbeitshandschuhe bei der Bedienung eines Tablets

Arbeitshandschuhe mit Touchscreen und ESD Funktion – Industrie 4.0 Anforderungen an Schutzhandschuhe

Mit der Digitalisierung finden berührungsempfindliche Displays an immer mehr Arbeitsplätzen Verbreitung. Zunehmend wird deshalb nach Arbeitsschutzhandschuhen mit „Touchscreen“-Eignung gefragt. Doch was steckt hinter der Technik, was muss der Schutzhandschuh können und wie erkenne ich einen geeigneten Handschuh?

Die Industrie 4.0 hält zunehmend Einzug in den betrieblichen Alltag. Gut sichtbar durch berührungsempfindliche Bildschirme, „Touchscreen“-fähige Eingabemöglichkeiten an Maschinen sowie privaten oder gestellten Smartphones. Sie ermöglichen dem Mitarbeiter jederzeit Zugriff auf eine Vielzahl digitaler Informationen am selben Gerät. Oftmals genauso intuitiv, wie er oder sie es vom Smartphone gewohnt ist.

Zugleich sind industrielle „Touch“-Steuerungen und -Displays durch das Fehlen mechanischer Teile staub- und wasserresistent. Die Digitalisierung spart Papier, während gleichzeitig die angeschlossene IT-Landschaft Informationen sofort und jederzeit auffindbar dokumentiert.

Wie funktionieren Touchscreens – Displaytechnologien kurz erklärt

Für Touchscreens existieren verschiedene Technologien: Genutzt werden optische Systeme, die genau betrachtet nicht die Berührung, sondern den Finger in der Nähe der Displayoberfläche detektieren. Beispielsweise wenn ein Gitter aus IR-Lichtschranken durchbrochen wird oder indem die Bewegung von einer Kamera erkannt wird.

Resistive Displays basieren auf zwei dünnen, voneinander isolierten, leitfähigen Schichten. Durch Berührung werden diese zusammengepresst, was eine messbare Unterbrechung der Isolation bewirkt. Beide Technologien funktionieren prinzipiell unabhängig vom Eingabegerät: Finger. Handschuh. Stift. Mit allem kann eine Eingabe erfolgen.

Am verbreitetsten ist die kapazitive Technologie, da sie günstig, robust und in den etablierten Verfahren der Displayherstellung gut integriert ist. Zudem lassen sich mehrere gleichzeitige Eingaben bis hin zu Fingergesten zuverlässig erfassen. Technisch wird dazu zwischen zwei dünnen, leitfähigen Schichten ein elektrisches Wechselfeld generiert, das bei Annäherung z.B. eines Fingers durch Ableiten eines Teils der Ladung seine Kapazität verändert. Wie bei resistiven Displays können durch Strukturierung und Anordnung der Schichten die Genauigkeit und die Zahl gleichzeitig möglicher Eingaben beeinflusst werden. Nachteil ist jedoch, dass bei kapazitiven Displays eine Ableitung nötig ist. Folglich funktionieren elektrisch isolierende Materialien, hierzu zählen die meisten Arbeitshandschuhe, nicht oder nur unzuverlässig.

Industriearbeiter mit touchscreenfähigen uvex phynomic airLite Schutzhandschuhen bei der Bedienung eines Tablets

Dies führt im Alltag dazu, dass Mitarbeiter, um einen Touchscreen zu bedienen, den Schutzhandschuh ausziehen und nach der Eingabe wieder anziehen müssen. Das ist lästig und kostet Zeit, aber darüber hinaus erhöht es das Risiko von Kontaminationen oder Verletzungen, da so die Schutzfunktion des Handschuhs fehlt.

Da die Präsenz von Touchscreens auch an Arbeitsplätzen zunimmt, an denen persönliche Schutzausrüstung (PSA) getragen werden muss, sind Schutzhandschuhe gefragt, die neben ihren bisherigen, den Mitarbeiter und/oder das Produkt schützenden Eigenschaften zusätzlich eine „Touchscreen“-Fähigkeit mitbringen.

Aus der anderen Richtung wird in der Montage zunehmend mit Bauteilen und Komponenten hantiert, die empfindlich auf elektrische Entladungen (ESD – electrostatic discharge) reagieren. Was früher nur in der Mikroelektronik und IT-Montage zu finden war, ist inzwischen in Haushaltsgeräten, Beleuchtungen sowie im Maschinen- und Anlagenbau Standard. Auch der klassische Montagehandschuh soll deshalb elektrostatische Entladungen zuverlässig verhindern.

Noch kritischer sind Anwendungsfelder, in denen statische Aufladungen abgeleitet werden müssen, um eine Brandentstehung oder Explosionen zu verhindern.

Für solche Anwendungsgebiete und den Einsatz von Schutzhandschuhen in Zeiten von Industrie 4.0, empfehlen wir die uvex phynomic airLite ESD Handschuhe mit Touchscreen-Eignung.

Normative Anforderungen und Kennzeichnung von Arbeitshandschuhen

Wenig überraschend gibt es aus diesem Grund eine Vielzahl an Normen, Regelwerken der Berufsgenossenschaften und unternehmensinternen Prüfvorschriften. Nur zum Teil beziehen sich diese konkret auf Schutzhandschuhe. Die Normenreihe DIN EN 1149 und die DIN EN 16350 entstammen dem Explosionsschutz und definieren Schutzkleidung bzw. -handschuhe, die über eine ausreichende Ableitfähigkeit verfügen, um die Bildung zündfähiger Entladungen zu verhindern. Jedoch ist nur die DIN EN 16350 explizit für Schutzhandschuhe anzuwenden.

Inhaltlich sollen die Ausrüstung des Mitarbeiters und die Arbeitsumgebung eine ausreichende Leitfähigkeit aufweisen, um eine geschlossene Erdungskette zu ermöglichen. Dies erfordert nicht nur die Verteilung der Ladung, sondern eine Ableitung. Die DIN EN 1149-5 definiert Grenzwerte für Halbwertszeit und Abschirmungsfaktor elektrostatischer Ladung sowie den Oberflächenwiderstand ableitfähiger Schutzkleidung. Die DIN 16350 erfordert dagegen einen maximalen Durchgangswiderstand von < 10Ω, unter der Annahme, dass Schutzhandschuhe auf der Haut getragen werden und eine Erdung über den Träger erfolgt.

Eine Kennzeichnung mit Piktogrammen ist für geprüfte Schutzhandschuhe bisher nicht vorgesehen. Die Nutzung des Piktogramms, wie es in der DIN EN 1149 für Schutzkleidung existiert, ist erst mit der Erarbeitung der zukünftigen Schutzhandschuhnorm DIN EN ISO 21420 vorgesehen.

EN 1149-5 - die "Antistatik-Norm"

Piktogramm für die

Piktogramm gemäß DIN EN 1149, zukünftig auch für Schutzhandschuhe (prEN ISO 21420:2018).

EN 61340-5-1 - die "ESD-Norm"

Symbolische Kennzeichnung für ESD-Schutzhandschuhe, in Anlehnung an die Kennzeichnung, wie sie bspw. in DIN EN 61340-5-1 für Verpackungen empfohlen wird.

ESD Piktogramm EN 61340-5-1

Aus dem Produktschutz entstand die Normenreihe DIN EN 61340, die ebenfalls nicht für Schutzhandschuhe angewandt werden sollte. Darin wird ein umfassendes Konzept beschrieben, um Bedingungen zu schaffen, in denen ESD-sensitive Bauteile sicher gehandhabt werden können. Dies betrifft nicht nur PSA, sondern bspw. auch Fußböden oder Elektroinstallationen.

Eine konkrete Norm für die „Touchscreen“-Funktionalität gibt es bisher nicht. Allerdings ist es hilfreich zu wissen, dass Schutzhandschuhe, die nach einer oder mehreren der genannten Normen geprüft sind, praktisch „Touch“-fähig sind: Die Grenzwerte sind üblicherweise hinreichend, um berührungsempfindliche Geräte zuverlässig bedienen zu können.

Industriearbeiter mit uvex safety phynomic airLite ESD-Schutzhandschuhen bei der Montage

Die Anforderungen, die sich für Arbeitshandschuhe ergeben, sind nämlich für ESD und „Touchscreen“ ähnlich. Um das angesprochene Wechselfeld bei kapazitiven Displays zu beeinflussen, muss der Schutzhandschuh, genau wie für ESD, eine gewisse elektrische Leitfähigkeit besitzen. Die menschliche Haut reicht dafür, sodass es genügen kann, wenn der Schutzhandschuh dünn genug ist. Untrikotierte Handschuhe funktionieren deshalb eher als beschichtete Strickhandschuhe. Auch die Materialien spielen eine Rolle: Garne, die Feuchtigkeit aufnehmen, wie Baumwolle oder Bambus, sind leitfähiger als synthetische Textilien wie Polyester.

Schwarze Beschichtungen werden oftmals mit Ruß gefärbt, der leitfähig ist und eine „Touch“-Fähigkeit begünstigt. Geschäumte Beschichtungen wirken durch die enthaltenen Luftblasen hingegen eher isolierend.

Auf der anderen Seite spielen die verwendeten Geräte ebenso eine Rolle: Der Aufbau der Schichten im Bildschirm, die elektronische Ansteuerung und die software-seitige Kalibrierung verschiedener kapazitiver Displays beeinflussen die „Touchscreen“-Funktion. Deshalb kann es sein, dass ein Handschuh auf dem Smartphone funktioniert, die Anlagensteuerung jedoch nicht sofort reagiert.

Zusammenfassung

Die „Touchscreen“-Anforderungen für Arbeitshandschuhe überschneiden sich bei PSA in vielen Punkten mit ESD-Produktschutz und Explosionsschutz. Da es keine genormten Prüfverfahren für „Touch“ im Schutzhandschuhbereich gibt, behelfen sich Hersteller mit den vorhandenen Normen und bekannten Symbolen, um dem Anwender eine Hilfestellung zu geben. Dies führt dazu, dass entsprechend geprüfte Schutzhandschuhe über die Anforderung der Norm hinaus die gewünschte „Touch“-Funktionalität mitbringen.

Allerdings sollte dem Anwender klar sein, dass die reine „Touch“-Ausstattung, wie sie teilweise durch eigene Symbole oder Marketing-Begriffe einiger PSA-Hersteller vermittelt wird, andersherum nicht zwingend bedeutet, dass der Schutzhandschuh eine ESD-Eignung oder eine Anwendbarkeit in Ex-Schutzarealen beinhaltet. Hierfür ist weiterhin auf die Herstellerangaben zur Zertifizierung gemäß der jeweiligen Norm zu achten. Erfüllen Schutzhandschuhe die Antistatiknorm DIN EN 16350 kann davon ausgegangen werden, dass Touch Funktionalität, ESD-Produktschutz und Explosionsschutz abgedeckt sind.

Über den Autor:

Dr. Matthias Bartusch

Produktentwicklung / Beschichtungstechnologie

UVEX SAFETY Gloves GmbH & Co. KG

www.uvex-safety.de

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Blauer uvex phynomic wet Schutzhandschuh für optimale Griffsicherheit auch bei Feuchtigkeit und Nässe

Wie finde ich den richtigen Schutzhandschuh?

Handschuhe schützen unsere Hände vor kleinen und großen Gefahren: vor Kratzern, Schnitten und Schürfwunden – durch den Kontakt mit rauen Metallen, scharfem Glas oder auch gefährlichen Chemikalien. Die Zahl der Handschuhe auf dem Markt ist groß: Es gibt sie in mannigfaltigen Längen, Farben und Formen, aber auch aus unterschiedlichsten Materialien und mit verschiedenartigen Beschichtungen. Wie aber finde ich angesichts einer solchen Auswahl den richtigen Handschuh? Mit optimalem Schutz für mich oder meine Mitarbeiter?

Der schnellste Weg zum perfekten Schutzhandschuh führt über unseren uvex Glove Navigator – und die folgenden drei Fragen:

1. Welcher Art von Gefahr ist der Anwender ausgesetzt?

Für eine grobe Orientierung im dichten Handschuh-Dschungel identifizieren Sie zuerst das Gefahrenpotential anhand dieser vier Kategorien:

Grafik mit Symbolen für Schutzhandschuh-Schutzkategorien: Mechanischer Schutz, Umgang mit Chemikalien, Schnittschutz, Sonderrisiken (z. B. Hitzeschutz)

  • Gilt es, den Anwender vor mechanischen Verletzungen zu schützen – wie beispielsweise Schürfwunden oder Kratzer? Dann ist „Mechanischer Schutz“ die richtige Kategorie.
  • Eventuell besteht aber auch die Gefahr einer Schnittverletzung oder gar einer leichten Verbrennung.
  • Oder handelt es sich um eine Anwendung, bei der mit Chemikalien hantiert wird?

2. Welche Tätigkeit wird an dem Arbeitsplatz vorwiegend durchgeführt?

Der erste Schritt der Kategorisierung fällt meist noch ganz leicht – nun müssen Sie aber etwas genauer hinschauen.

Nehmen wir als Beispiel einmal an, dass Sie es mit potenziellen Schnittverletzungen zu tun und deshalb in Schritt 1 die Kategorie „Schnittschutz“ gewählt haben: Welche Aufgaben führt der Mitarbeiter nun genau mit seinen Händen aus?

Handelt es sich eher um Arbeiten, die Präzision und Feinfühligkeit erfordern? Dann ist die Einordnung relativ klar.

Oder hantiert er vielleicht in gröberen Tätigkeiten mit Glasscheiben oder schweren Metallteilen mit scharfen Kanten?
Dann fällt das in die Kategorie „Heavy Duty“ – Ihr Mitarbeiter braucht also auf jeden Fall einen sehr robusten Handschuh.

Grafik mit Symbolen für Tätigkeitsbereiche, die Schutzhandschuhe erfordern: Präzision, Allround und Heavy Duty

Ist die Tätigkeit weder dem Präzisions- noch dem Heavy-Duty-Bereich zuzuordnen, werden Sie wahrscheinlich am ehesten mit einem Allround-Handschuh glücklich. Der kann für alle allgemeinen und auch wechselnden Tätigkeiten eingesetzt werden, für die Sie einen standfesten Schutzhandschuh benötigen.

Wir empfehlen Ihnen, sich in diesem Auswahlschritt immer auf die Kategorie festzulegen, die für den überwiegenden Teil der Arbeitszeit am besten passt.

Verschiedene uvex Schnittschutzhandschuh-Modelle für Präzision, Allround oder Heavy Duty

uvex Schnittschutzhandschuhe für unterschiedlichste Aufgaben: uvex phynomic C5, uvex C500 foam, uvex synexo impact 1 (von links nach rechts)

3. Welche Umgebungsbedingungen bestehen am Arbeitsplatz?

Nun sind Sie der finalen Auswahl des richtigen Schutzhandschuhs bereits sehr nah.

Es fehlt nur noch die Antwort auf die Frage nach den Umgebungsbedingungen: Kommt der Handschuh während der Tätigkeit mit nassen oder öligen Werkstücken in Kontakt?

Montiert der Mitarbeiter ölige kleine und scharfkantige Bauteile, so benötigt er einen anderen Schnittschutzhandschuh als in komplett trockenen Arbeitsbereichen.

Der Unterschied liegt hier in den Beschichtungen, die den Schutzhandschuh wahlweise dicht, abweisend oder atmungsaktiv werden lassen.

Grafik mit Symbolen für Umgebungsbedingungen am Arbeitsplatz: Trocken, Feucht / Leicht ölig oder Nass / Ölig

Jeder Schutzhandschuh von uvex ist mit einer Empfehlung für die drei Umgebungsbedingungen

  • „trocken“
  • „feucht bis leicht ölig“
  • „nass bis ölig“

klassifiziert.

Die Höhe der Amplitude über dem Symbol gibt Ihnen Aufschluss über die Eignung des Handschuhs für die jeweiligen Umgebungsbedingungen.

Verschiedene Schutzhandschuh-Modelle für unterschiedliche Umgebungsbedingungen am Arbeitsplatz (links: uvex phynomic C5, rechts: uvex synexo impact 1)

Alles auf einen Blick

Eine einfache Gesamtübersicht über unser vielseitiges Schutzhandschuh-Angebot erhalten Sie jederzeit über unsere Anwendungsmatrix für den jeweiligen Gefahrenbereich. Die entsprechenden Abbildungen finden Sie am Ende dieses Artikels.

Haben Sie noch Fragen oder benötigen Sie weitere Unterstützung bei der Auswahl des optimalen Schutzhandschuhs?

 

Wenden Sie sich gerne direkt an unsere Spezialisten. Die unterstützen Sie gern mit einer individuellen Beratung vor Ort – denn: Ein individueller Arbeitsplatz benötigt für optimalen Schutz auch einen individuellen Handschuh!

Schutzhandschuh für jeden Gefahrenbereich

(Klicken Sie die Matrix an für vergrößerte Darstellung)

Produktübersicht der uvex Schutzhandschuhe für chemische Risiken
Produktübersicht der Schutzhandschuhe für Allround- und Heavy Duty-Tätigkeiten
Produktübersicht der uvex Schutzhandschuhe mit Schnittschutz bei mechanischen Risiken

Nahaufnahme einer Spritze mit einem Blutstropfen an der Spitze

Nach einer schlimmen Nadelstichverletzung weiß Sanitäter Scot seine Schutzhandschuhe mehr zu schätzen denn je

Für uns bei uvex dreht sich alles um den Schutz des Menschen – in seiner Freizeit ebenso wie während der Arbeit. Hinter jeder Schutzbrille, hinter jedem Sicherheitsschuh und jedem Gehörschutzstöpsel stehen dabei Menschen, die tagtäglich mit Engagement und Leidenschaft daran arbeiten, die Marke uvex zu dem zu machen, was sie ist – und wenn die von einer Geschichte hören wie der von Scot, ist Hilfe keine Frage von „ob“, sondern eine von „wie“!

Scot ist ein 35jähriger Notfallsanitäter aus Sussex, der in seinem Arbeitsleben Erfahrungen sowohl im privatwirtschaftlichen Bereich als jetzt auch im staatlichen Gesundheitswesen beim National Health Service (NHS) gesammelt hat. Vor fünf Jahren organisierten Scot und sein Partner einen Krankentransport für einen Patienten in kritischem Zustand. Nach dem Einladen setzte sich Scot hinters Steuer und raste mit Blaulicht und Sirene zum nächsten Krankenhaus. Weil die Sonne an diesem Tag schon tief stand, griff Scott unterwegs zur Sonnenblende – und spürte plötzlich ein heftiges Pieksen an der Seite seines Fingers. Sofort lief Blut den Finger hinunter. „Ich wusste erst gar nicht, was passiert war“, erklärt Scot. „Aber weil wir einen kranken Patienten geladen hatten, nuckelte ich an meinem Finger und fuhr die restlichen 30 Meilen einfach weiter.“ Nach der Ankunft im Krankenhaus übergaben Scot und sein Kollege den Patienten und kehrten zum Krankenwagen zurück. „Wir waren beide ziemlich empört, dass jemand vor uns im Wagen eine benutzte Injektionsnadel in die Sonnenblende gesteckt hatte, anstatt sie ordnungsgemäß zu entsorgen!“

Sanitäter Scot aus Sussex, England, neben seinem Krankenwagen
Sanitäter Scot Grant lädt medizinische Ausrüstung in ein Fahrzeug

Noch im selben Krankenhaus ließ Scot sie Wunde gründlich reinigen und einige Bluttests durchführen, um zu sehen, ob er mit irgendetwas angesteckt hatte – falls die Nadel von einem HIV-, Hepatitis- oder anderweitig infektiösen Patienten stammte. Scots anfängliche Wut wich schnell Angst: „Ich fühlte mich, als wäre ich nicht mehr Herr über mein eigenes Leben. Ich hatte Angst, machte mir Sorgen um die Zukunft und litt unter dem Stress, nicht zu wissen, wie sich das alles auf mein Familienleben auswirken würde.“ Seine Frau und seine vier Kinder beschrieben ihn in der Zeit als beinahe wie Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Weil er darauf keine Antwort wusste, zog sich Scot oft in seine Werkstatt zurück, wo er mit den Tränen rang. Er entwickelte außerdem ein ernstes Vertrauensproblem im Bezug auf seine Kollegen: „Weil einer sich ausgesprochen dumm verhalten hatte, musste ich durch die Hölle gehen.“

Licht am Ende des Tunnels

Nach schier endlosen sechs Monaten mit regelmäßigen Bluttests und der Einnahme von Antibiotika mit extrem unangenehmen Nebenwirkungen diagnostizierten die Ärzte Scot schließlich beste Gesundheit. Das nahm eine gewaltige Last von seinen Schultern. Inzwischen hatte er auch aus der Privatwirtschaft in einen Job beim staatlichen NHS gewechselt – und sich erneut in seinen Job verliebt.

Heutzutage werden die Fahrzeuge für die NHS-Mannschaften vorbereitet, was in Scots Augen das Risiko einer zweiten solchen Erfahrung minimieren dürfte. Trotzdem unterzieht er den Krankenwagen vor jeder Fahrt einer gründlichen optischen Inspektion, bevor er ausrückt. Aber Gefahren lauern auch anderswo: Bei seiner freiwilligen Arbeit mit dem Suchhundetrupp aus Sussex verschlägt es ihn regelmäßig in die Wälder, wo er regelmäßig über die Hinterlassenschaften von Drogensüchtigen stolpert – und damit auch über die unmittelbare Gefahr einer erneuten Nadelstich-Verletzung.

Sanitäter Scot Grant aus Sussex, England, in Berufskleidung: Warnjacke mit Reflektorstreifen und Schutzhelm

Helfen, wo wir können

Anfang des Jahres 2018 kam Scot auf uvex in England zu, um zu fragen, ob wir nicht vielleicht ihn und die anderen Suchhundeführer mit entsprechender Schutzausrüstung ausstatten möchten. „Bis dato musste jedes Mitglied seine Ausrüstung, Reisen und andere Ausgaben selbst finanzieren.“ Umgehend hat uvex dem Team einige uvex quatro pro Sicherheitsstiefel und kürzlich auch einige uvex 2 Sicherheitsschuhe gesponsert. Jeder im Team trägt außerdem jetzt eine Schutzbrille – darunter uvex i-works, pheos, pheos CX2, sportstyle oder super OTG.

Schwarze uvex HexArmor Point Guard Schutzhandschuhe zum Schutz vor Stichverletzungen, z.B durch Nadelstiche

Dr. Marco Wacker mit uvex Schutzbrille und Schutzhandschuhen beim Gelände-Hindernislauf RUNTERRA

Homestory #11: Im Hindernislauf mit der uvex pheos CX2 sonic

Sie sind Abenteurer, Bastler, Baumeister und Alltagshelden. Sie lieben die Herausforderung und arbeiten stets mit vollem Einsatz. Abseits der großen Baustellen risikobehafteter Berufe setzen sie sich Gefahren aus, die nicht zu unterschätzen sind. Dass sie dennoch entspannt bleiben und fokussiert gute Ergebnisse erzielen, liegt an einer hervorragenden Ausrüstung. Sie vertrauen auf den Schutz der uvex safety Produkte. In unseren Homestorys stellen sich Menschen vor, die von ihren ganz eigenen Anwendungsbereichen und Lieblingsprodukten berichten.

Wenn jemand 17 Jahre lang Judo gemacht hat, ist ihm Laufen als Ersatzsportart auf Dauer viel zu einseitig. So erging es dem Leiter unserer SBU Eyewear Dr. Marco Wacker. Selbst die Steigerung von erst 10 auf 21 und schließlich auf 42 Kilometer konnte seinen Hunger auf „mehr“ nicht stillen. Dann begegnete er RUNTERRA. Dr. Wacker erinnert sich noch gut an sein erstes Training für einen der anspruchsvollsten Hindernisläufe Deutschlands: Nach drei Stunden endete es mit einem Bad im Main-Donau-Kanal. Bei drei Grad Celsius Außentemperatur. In diesem Moment im Winter vor drei Jahren hat Dr. Wacker eine neue Liebe gefunden – und seitdem stehen Hindernisläufe bei ihm dick rot angestrichen im Termin-Kalender!

Teilnehmer am Runterra Geländelauf klettern mit uvex Schutzhandschuhen über ein zwischen Bäumen im Wald gespanntes Netz
Dr. Marco Wacker durcschwimmt geschützt mit Schutzbrille und Schutzhandschuhen von uvex einen Fluss

Extrem-Hindernisläufe? Warum tut man sich so etwas an?

Auch wenn seine Kollegen das manchmal gar nicht verstehen können: Dr. Wacker blüht so richtig auf, wenn er durch die Bibert stapft und schwimmt, in Schlammgruben eintaucht oder unter Stacheldrahtgittern durchrobbt. Das Sandhügel- und das Reifenberge-Erklettern machen ihm ebenso viel Spaß wie das Schleppen von Zusatzgewichten oder das lockere Auslaufen in klitschnassen Klamotten. Acht Kilometer lang ist eine Runde auf dem großen RUNTERRA-Erwachsenenspielplatz – und weil’s so schön ist, läuft Dr. Wacker den Parkours in der Regel gleich zweimal hintereinander.

Bei all dem Spaß darf die Sicherheit aber nicht zu kurz kommen, findet er: „Was auf der einen Seite die Herausforderung und die Spannung an solchen Veranstaltungen ausmacht – nämlich den eigenen Schweinehund zu überwinden, indem man in tiefste Schlammgruben eintaucht und anschließend völlig verdreckt, ausgepowert und gegebenenfalls unterkühlt gleich wieder sprinten oder in schwindelerregende Höhen balancieren muss –, birgt auf der anderen Seite eben auch Gefahren.“ Um die insgesamt 100 Hindernisse unverletzt überwinden zu können, tragen Dr. Wacker und seine Teamkameraden sowie -kameradinnen allesamt uvex phynomic C5 Schnittschutzhandschuhe, denn die bieten vor allem bei den Kletter- und Kriechhindernissen „ein angenehmes Tragegefühl mit super Grip ohne Einschränkungen“.

Produkttest unter Extrembedingungen

Den Lauf im vergangenen Jahr nutzte Dr. Wacker praktischerweise gleich, um die Minivollsichtbrille uvex pheos cx2 sonic auf Herz und Nieren zu testen, die sich seinerzeit noch in der Entwicklung befand. Sein Fazit nach 160 Minuten, 16 Kilometern und 100 Hindernissen bei 30 Grad Celsius: „Was soll ich sagen: kein Verrutschen, durch das Spreitcoating kein Beschlagen und perfekter Wasserabfluss durch die Belüftungsöffnungen nach den Tauchgängen durch die Bibert!“

Für den uvex Markenbotschafter Dr. Wacker, seine Familie und seine Freunde ist uvex in der Freizeit eh fast immer mit dabei – ob im Garten, beim Ski- oder beim Fahrradfahren. Seine abenteuerlichen Hindernisläufe eignen sich darüber hinaus perfekt, um die Einsatztauglichkeit der uvex-Produkte auch mal unter etwas extremeren Bedingungen zu erproben. Der Plan fürs kommende RUNTERRA steht auch schon: „Da werde ich die uvex pheos cx2 sonic mit unserem neuen CBR65-Filter testen. Ich freu mich schon drauf!“

Wir bedanken uns herzlich bei Dr. Marco Wacker für seinen Beitrag und wünschen ihm viel Erfolg für den nächsten Hindernislauf!

uvex freut sich über den Einsatz seiner Arbeitsschutz-Produkte im privaten Bereich. Selbstverständlich ist es uns nicht möglich sicher zu stellen, dass hierbei das richtige Produkt zur passenden Tätigkeit eingesetzt wird. uvex übernimmt daher keine Gewähr für die Richtigkeit, Aktualität sowie den korrekten Einsatz der Produkte und übernimmt auch keine Haftung bei der Verwendung von Fremd-Produkten.