Schutzbrillen – Normen und Richtlinien
Schutzbrillen Normen

Normen und Richtlinien

Selbstverständlich erfüllen unsere Produkte auf Basis der Verordnung (EU) 2016/425 über persönliche Schutzausrüstung (PSA) alle notwendigen Normen und Standards – und mehr noch: Wir verlangen ihnen immer noch ein bisschen mehr ab. Für das Extra an Sicherheit, das unsere Kunden – zu Recht – von uns erwarten.

Warum wird die Schutzbrillen-Norm EN 166 zur EN ISO 16321?

Seit mehr als 20 Jahren definiert die Norm EN 166 alle Anforderungen und Standards an Augenschutzprodukte innerhalb der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich. Nun wird die Richtlinie für Schutzbrillen EN 166 durch die EN ISO 16321 abgelöst. 

  • Die EN ISO 16321 tritt im November 2025 in Kraft.
  • Hierbei geht es um Änderungen bezüglich der Anforderung und Kennzeichnung von Schutzbrillen. 
  • Weitere Informationen zu den Hintergründen und detaillierte Änderungen finden Sie auch auf unserem Blog.

Was hat es mit der Schutzbrillen-Norm EN ISO 16321 auf sich?

Wie die EN 166 auch definiert die Vorschrift für Schutzbrillen EN ISO 16321 alle Anforderungen an Augenschutzprodukte. Diese werden dabei in drei Unternormen unterteilt:

  • EN ISO 16321-1: allgemeine Anforderungen; UV-, Sonnenschutz-, IR-Filter
  • EN ISO 16321-2: Schweißerschutzfilter
  • EN ISO 16321-3: Gittervisiere

Sie ist auf eine mögliche Internationalisierung ausgelegt, sodass in der Zukunft auch Länder außerhalb der Europäischen Union die Gültigkeit der Norm anerkennen können. 

Hinweis

Ob Sie in Ihrem Tätigkeitsfeld eine Schutzbrille aufsetzen müssen, entnehmen Sie der Schutzbrillentragepflicht

Welche Kennzeichnungen gelten auf Sichtscheiben gemäß Schutzbrillen-Norm EN ISO 16321?

Kennzeichnung auf Sichtscheiben gemäß EN ISO 16321
Filter
UUV-Schutzfilter
GSonnenschutzfilter
WSchweißerschutzfilter
R / RRInfrarotschutzfilter
+ LSignallichterkennung (optional, kann für jeden Filter zusätzlich zertifiziert werden)
Tönungsstufen
KennzeichnungLichttransmissionsgraderhältliche uvex Tönungen
U1,274,4 – 100 %AR, farblos, amber
G143,2 – 80 %CBR65, Silberspiegel 53 %
G217,8 – 43,2 %CBR23, grau 23 %
G38 – 17,8 %grau 12 %, Silberspiegel 12 %, polavision
W1,743,2 – 58,1 %Schweißerschutz Stufe 1,7
W38,5 – 17,8 %Schweißerschutz Stufe 3
W51,2 – 3,2 %Schweißerschutz Stufe 5
RL1,743,2 – 58,1 %Infrarotschutz IR-ex Stufe 1,7
RL38,5 – 17,8 %Infrarotschutz IR-ex Stufe 3
RL51,2 – 3,2 %Infrarotschutz IR-ex Stufe 5
Mechanische Festigkeit
ohneKugelfall nach EN ISO 16321 (Grundanforderung)
CStoß mit niedriger Energie (45 m/s bzw. 162 km/h)
DStoß mit mittlerer Energle (80 m/s bzw. 288 km/h)
EStoß mit hoher Energie (120 m/s bzw. 432 km/h)
HM*High-Mass-Stoß (Projektil aus Stahl 500 g – Fallhöhe 1,27 m)
T*getestet unter extremen Temperaturen (-5 °C / +55 °C)
Zusatzkennzeichnungen*
KOberflächenbeständigkeit gegen Beschädigung durch kleine Teilchen nach EN ISO 16321 (Kratzfestigkeit)
NBeständigkeit gegen Beschlagen nach EN ISO 16321
7Schutz gegen Strahlungswärme
9Schutz gegen Schmelzmetall und heiße Festkörper
CHChemikalienbeständigkeit

Welche Kennzeichnungen gehören auf Tragkörper gemäß Schutzbrillen-Norm EN ISO 16321?

Kennzeichnung auf Tragkörper gemäß EN ISO 16321
Mechanische Festigkeit
ohneKugelfall nach EN ISO 16321 (Grundanforderung)
CStoß mit niedriger Energie (45 m/s bzw. 162 km/h)
DStoß mit mittlerer Energle (80 m/s bzw. 288 km/h)
EStoß mit hoher Energie (120 m/s bzw. 432 km/h)
HM*High-Mass-Stoß (Projektil aus Stahl 500 g – Fallhöhe 1,27 m)
T*getestet unter extremen Temperaturen (-5 °C / +55 °C)
Zusatzkennzeichnungen*
3Schutz gegen Flüssigkeiten (Tropfen und Spritzer)
4Schutz gegen Grobstaub mit einer Korngröße > 5 μm
5Schutz gegen Gase, Dämpfe, Nebel, Rauch und Feinstaub mit einer Korngröße < 5 μm
6Schutz gegen Flüssigkeitsströme mit hohem Druck
7Schutz gegen Strahlungswärme (nur Visiere)
8Schutz gegen Störlichtbogen (nur Visiere)
9Schutz gegen Schmelzmetall und heiße Festkörper (nur Visiere)
CHChemikalienbeständigkeit
Kopfgrößen
1-Ssmall, europäischer Prüfkopf
1-M**medium, europäischer Prüfkopf (Standard)
1-Llarge, europäischer Prüfkopf
2-Ssmall, asiatischer Prüfkopf
2-Mmedium, asiatischer Prüfkopf
2-Llarge, asiatischer Prüfkopf

* optional
** 1-M ist der Standard. Wird nur 1-M geprüft, muss dies nicht auf dem Tragkörper oder der Verpackung gekennzeichnet werden.

Worum geht es bei der Schutzbrillen-Norm DIN EN 166 – Für persönlichen Augenschutz?

Die europäische Richtlinie für Schutzbrillen DIN EN 166 beschreibt alle Anforderungen an den persönlichen Augenschutz im Allgemeinen. Schutzbrillen nach DIN EN 166 bestehen aus Brillenkörper und Sichtscheiben, die in den Folgenormen nach Sicherheits-Sichtscheiben und Sichtscheiben mit Filterwirkung aufgeteilt sind.

Kennzeichnungen nach DIN EN 166

Technische Informationen der Sichtscheiben von Schutzbrillen werden nach EN 166 in folgender Reihenfolge angegeben:

  • Schutzstufe (nur Filter)
  • Identifikationszeichen des Herstellers
  • Optische Klasse (außer Vorsatzscheiben)
  • Zertifizierungszeichen (falls zutreffend)
  • Kurzzeichen für mechanische Festigkeit
  • Kurzzeichen für Nichthaften von Schmelzmetall

Wie müssen Sichtscheiben gemäß EN 166 gekennzeichnet sein?

Kennzeichnung auf Sichtscheiben gemäß EN 166
Filter
2 UV-Schutzfilter (EN 170)
2C/3 UV-Schutzfilter mit Farberkennung (EN 170)
4 IR-Schutzfilter (EN 171)
5 Sonnenschutzfilter für gewerblichen Gebrauch (EN 172)
6 Sonnenschutzfilter mit Infrarotanforderung
Tönungsstufen
AR 1,2 (Lichttransmissionsgrad 74,4 – 100 %)
farblos 1,2 (Lichttransmissionsgrad 74,4 – 100 %)
amber 1,2 (Lichttransmissionsgrad 74,4 – 100 %)
CBR65 1,4 (Lichttransmissionsgrad 58,1 – 80 %)
Silberspiegel 53% 1,7 (Lichttransmissionsgrad 43,2 – 58,1 %)
CBR23 2,5 (Lichttransmissionsgrad 17,8 – 29,1 %)
grau 23% 2,5 (Lichttransmissionsgrad 17,8 – 29,1 %)
polavision 3,1 (Lichttransmissionsgrad 8 – 17,8 %)
grau 14% 3,1 (Lichttransmissionsgrad 8 – 17,8 %)
Silberspiegel 12% 3,1 (Lichttransmissionsgrad 8 – 17,8 %)
Mechanische Festigkeit
ohne Mindestfestigkeit (nur Filter)
S erhöhte Festigkeit
F Stoß mit niedriger Energie (45 m/s bzw. 162 km/h)
B Stoß mit mittlerer Energie (120 m/s bzw. 432 km/h)
A Stoß mit hoher Energie (190 m/s bzw. 684 km/h)
T getestet unter extremen Temperaturen (-5 °C / +55 °C)
Zusatzkennzeichnungen
K Oberflächenbeständigkeit gegen Beschädigung durch kleine Teilchen nach EN 168 (Kratzfestigkeit)
N Beständigkeit gegen Beschlagen nach EN 1688
8 Schutz gegen Störlichtbogen
9 Schutz gegen Schmelzmetall und heiße Festkörper

Wie müssen Tragkörper gemäß EN 166 gekennzeichnet sein?

Kennzeichnung auf Tragkörper gemäß EN 166
Zusatzkennzeichnungen
ohne allgemeine Verwendung
3 Schutz gegen Flüssigkeiten (Tropfen und Spritzer)
4 Schutz gegen Grobstaub mit einer Korngröße > 5 μm
5 Schutz gegen Gase, Dämpfe, Nebel, Rauch und Feinstaub mit einer Korngröße < 5 μm
8 Schutz gegen Störlichtbogen
9 Schutz gegen Schmelzmetall und heiße Festkörper
Mechanische Festigkeit
ohne Mindestfestigkeit (nur Filter)
S erhöhte Festigkeit
F Stoß mit niedriger Energie (45 m/s bzw. 162 km/h)
B Stoß mit mittlerer Energie (120 m/s bzw. 432 km/h)
A Stoß mit hoher Energie (190 m/s bzw. 684 km/h)
T getestet unter extremen Temperaturen (-5 °C / +55 °C)

Was regelt die Schutzbrillen-Norm DIN EN 169 – Filter für das Schweißen und verwandte Verfahren?

In Bezug auf spezielle Produktanforderungen für den Augenschutz definiert die Verordnung für Schutzbrillen EN 169 diverse Schutzstufen und Durchlässigkeitsanforderungen für Scheibenfilter, die zum Schutz der Arbeitnehmer beitragen:

  • leichtes Brennschneiden
  • Hartlöten
  • Schweißen
  • Fugenhobeln
  • Plasmaschneiden

Kennzeichnung und Schutzstufen für Schweißerfilter nach der Norm EN 169

Schweißerschutzfilter müssen am Scheibenrand dauerhaft gekennzeichnet sein. Die erste Zahl bezieht sich auf die Schutzklasse der Schutzbrille. Je nach Verfahren erfordern höhere elektrische Ströme höhere Schutzklassen nach DIN EN 169.

Tabelle der Kennzeichnung und Schutzstufen für Schweißerfilter nach der Norm EN 169

Worum geht es in der Schutzbrillen-Norm DIN EN 172 – für Sonnenschutzfilter im betrieblichen Gebrauch?

Die Regelung für Schutzbrillen DIN EN 172 ist eine spezielle Norm für den persönlichen Augenschutz und beschreibt die geforderten physikalischen Eigenschaften von Filtern zur Reduzierung von Sonnenblendung im industriellen Einsatz. Zu diesen Eigenschaften gehören z. B. mechanische und optische Eigenschaften und Anforderungen an die Sonnenblendschutzfilter.

Für den Einsatz der Sonnenblendschutzfilter im industriellen Bereich müssen zusätzlich die allgemeinen Anforderungen an den persönlichen Augenschutz nach DIN EN 166 erfüllt sein. Sonnenblendschutzfilter nach DIN EN 172 können je nach Einsatzgebiet als Filter in Brillen oder als Einzelfilter eingesetzt werden.

Dank innovativer Technologien bieten uvex Sonnenblendschutzfilter nach DIN EN 172 mit perfekter Farbwahrnehmung bei optimalem Schutz.

Übersicht

Damit Sie genau wissen, unter welchen Bedingungen Sie eine Schutzbrille tragen müssen, lohnt isch ein Blick auf unsere Anwendungsempfehlungen für Augenschutz

Was definiert die Schutzbrillen-Norm DIN EN 171 – für Infrarotschutzfilter?

Die Einwirkung von Infrarotstrahlung auf menschliches Gewebe kann schädlich sein. Da sie nicht sofort wahrgenommen wird, kann Infrarotstrahlung das Risiko für dauerhafte Augenschäden erhöhen, wie beispielsweise den Grauen Star.

Infrarotschutzstufen und empfohlene Verwendung nach EN 171

SchutzstufeEmpfohlene Verwendung nach EN 171
4-1,7mittlere Temperatur der Strahlungsquelle bis zu 1.090°C*
4-2mittlere Temperatur der Strahlungsquelle bis zu 1.110°C (Schmieden)
4-3mittlere Temperatur der Strahlungsquelle 1.190°C (Glasblasen)*
4-4mittlere Temperatur der Strahlungsquelle 1.290°C (Gießereien)
4-5mittlere Temperatur der Strahlungsquelle 1.390°C (Stahlgießereien)*
4-6mittlere Temperatur der Strahlungsquelle 1.510°C (Eisengießereien)

* im uvex Portfolio verfügbar

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