Normen und Richtlinien

Selbstverständlich erfüllen unsere Produkte auf Basis der Verordnung (EU) 2016/425 über persönliche Schutzausrüstung (PSA) alle notwendigen Normen und Standards – und mehr noch: Wir verlangen ihnen immer noch ein bisschen mehr ab. Für das Extra an Sicherheit, das unsere Kunden – zu Recht – von uns erwarten.

EN ISO 20345 – Persönliche Schutzausrüstung, Sicherheitsschuhe

Die Norm EN ISO 20345 legt sowohl Grundanforderungen als auch Zusatzanforderungen an Sicherheitsschuhe für den gewerblichen Gebrauch fest. Schuhe nach EN ISO 20345 sollen den Träger vor Stoßen, Einklemmen, herabfallenden oder herunterrollenden Gegenstände, vor dem Hineintreten in spitze oder scharfe Gegenstände, Hitze oder Kälte und gegen heiße Stoffe schützen.

Beispiele für die in der Norm behandelten Aspekte sind die Behandlung mechanischer Risiken, der Rutschhemmung, thermischer Risiken und ergonomischer Merkmale. Ergänzende, auf einzelne Tätigkeiten bezogene Normen behandeln Risiken beispielsweise in Bezug auf elektrisch isolierende Schuhe, Schuhe zum Schutz gegen Chemikalien und weitere.

In EN ISO 20345 beschriebene Grundanforderungen sind unter anderem:

  • Höhe des Schuhoberteils
  • Fersenbereich bei Stiefeln
  • Mindestlänge, Druck- und Stoßeinwirkungswiderstand der Zehenkappe
  • Wasserdampfdurchlässigkeit und Wasserdampfzahl des Obermaterials
  • Laufsohlendicke und Abriebwiderstand der Laufsohle

Sicherheitsschuhe sind je nach erfüllten Anforderungen in verschiedene Schutzklassen eingeteilt. Die der Schutzklasse SB zugehörigen Sicherheitsschuhe erfüllen die Mindestanforderungen nach EN ISO 20345. Sicherheitsschuhe mit weiteren Zusatzanfoderungen sind je nach Eigenschaften in die Schutzklassen S1 bis S5 eingeteilt

Kennzeichnung am Schuh

Kennzeichnung von Schuhen für den gewerblichen Gebrauch

Grund- und Zusatzanforderungen für z. B. Schuhe aus LederSicherheitsschuhe
EN ISO 20345
Berufsschuhe
EN ISO 20347
Grundanforderungen für Schuhe und Widerstand der Zehenkappe gegen StoßeinwirkungSB
200 Joule
OB
keine Anforderung
Zusatzanforderungen:
Geschlossener Fersenbereich
Antistatik
Energieaufnahmevermögen im Fersenbereich
Kraftstoffbeständigkeit
S1O1
(ohne Kraftstoffbeständigkeit)
Zusatzanforderungen: wie vor, zusätzlich Wasserdurchtritt und WasseraufnahmeS2O2
Zusatzanforderungen: wie vor, zusätzlich
Durchtritthemmung *
Profilierte Laufsohle
S3O3
Grund- und Zusatzanforderungen für z. B. Schuhe aus PVC oder PU   
Grundanforderungen für Schuhe und Widerstand der Zehenkappe gegen StoßeinwirkungSB
200 Joule
OB
keine Anforderung
Zusatzanforderungen:
Antistatik
Energieaufnahmevermögen im Fersenbereich
Kraftstoffbeständigkeit
Durchtritthemmung *
Profilierte Laufsohle
S5O5
Der Einsatz der jeweiligen Schuhe richtet sich nach der Art der Gefährdung. Bei allen Schuhen können Zusatzanforderungen erforderlich werden (z. B. Anforderungen an die Wärme- oder Kälteisolierung, Durchtritthemmung oder den elektrischen Durchgangswiderstand bei ESD). Diese Schuhe sind dann entsprechend zu kennzeichnen. Die Prüfgrundsätze für alle Grund- und Zusatz anforderungen sind in der EN ISO 20344 festgelegt.

Eine der drei folgenden Anforderungen muss erfüllt und im Schuh gekennzeichnet werden:

Kennz.PrüfmedienPrüfbedingungReibungskoeeffizient
SRARutschhemmung auf Boden aus Keramikfliesen mit Natriumlaurylsulfatlösung NaLSVorwärtsgleiten der Ferse
ebenes Vorwärtsgleiten
nicht weniger als 0,28
nicht weniger als 0,32
SRB Rutschhemmung auf Stahlboden mit GlycerinVorwärtsgleiten der Ferse
ebenes Vorwärtsgleiten
nicht weniger als 0,13
nicht weniger als 0,18
SRC Rutschhemmung auf Boden aus Keramikfliesen mit Natriumlaurylsulfatlösung und auf Stahlboden mit Glycerinumfasst alle unter a. und b. genannten Prüfbedingungen

Zusatzanforderungen für besondere Anwendungen mit entsprechenden Symbolen (Auszug)

SymbolGEDECKTES RISIKOEN ISO 20345EN ISO 20347
SBS1S2S3S5OBO1O2O3
Grundanforderung
PDurchtritthemmung*
AAntistatische Schuhe
EEnergieaufnahmevermögen im Fersenbereich
HIWärmeisolierung
CIKälteisolierung
WRUBeständigkeit des Schuhoberteils gegen Wasserdurchtritt und -aufnahme
HROLaufsohlenverhalten gegenüber Kontaktwärme (+300 °C/min)
WRWasserdichtheit des ganzen Schuhs
MMittelfußschutz
FOÖl- und Benzinbeständigkeit

 

=> erfüllt vorgeschriebene Anforderung
=> Anforderung kann erfüllt sein, ist aber nicht vorgeschrieben

* Durchtritthemmung

Achtung: Bitte beachten Sie, dass die Durchtritthemmung dieses Schuhwerks im Labor unter Benutzung eines stumpfen Prüfnagels von 4,5 mm Durchmesser und einer Kraft von 1.100 N ermittelt wurde. Höhere Kräfte oder dünnere Nägel können das Risiko der Durchdringung erhöhen. In solchen Fällen sind alternative präventive Maßnahmen in Betracht zu ziehen.
Zwei allgemeine Arten von durchtritthemmenden Einlagen sind derzeit in der PSA Schuhwerk verfügbar. Dies sind metallische und nichtmetallische Materialien. Beide erfüllen die Mindestanforderungen an den Widerstand gegen Durchdringung der Normen, die am Schuh gekennzeichnet sind, aber jede hat unterschiedliche zusätzliche Vorteile oder Nachteile einschließlich der folgenden:

Metall – wird weniger durch die Form des spitzen Gegenstandes/Gefahr (z. B. Durchmesser, Geometrie, Schärfe) beeinträchtigt. Auf Grund der Einschränkungen in der Schuhfertigung wird nicht die gesamte Lauffläche der Schuhe abgedeckt.

Nichtmetall – kann leichter, flexibler sein und deckt eine größere Fläche im Vergleich zu Metall ab, aber der Widerstand gegen Durchdringung wird mehr von der Form des spitzen Gegenstandes/Gefahr (z. B. Durchmesser, Geometrie, Schärfe) beeinflusst. Für weitere Informationen über die Art der durchtritthemmenden Einlage in Ihren Schuhen kontaktieren Sie bitte den Hersteller oder Lieferanten wie in der Benutzerinformation angegeben.

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